• 29/07/2004

    CIMI INFO-BRIEF 620

    BESETZUNG DURCH DIE GEMEINSCHAFTEN VON RAPOSA/SERRA DO SOL ALS PROTEST GEGEN DIE UMWELTZERSTÖRUNG DURCH REISPRODUZENTEN


    Müde, um noch länger auf eine positive Entscheidung der Bundesregierung hinsichtlich der Homologation von Raposa/Serra do Sol zu warten und besorgt über die Umweltzerstörung durch die Reisproduzenten, haben die Gemeinschaften der Regionen Raposa, Serras, Baixo Cotingo und Surumu, das Ufer des Jauarim besetzt, 180 km von Boa Vista entfernt.


    Die Besetzung begann am 30.06.2004 und soll der weiteren Umweltzerstörung durch die Reispflanzer Einhalt gebieten. Der Missstand wurde oftmals bei den Behörden angezeigt. Weder die FUNAI, noch die Staatsanwaltschaft, die Bundespolizei oder das IBAMA haben sich um eine Lösung gekümmert.


    Rund 300 Indios der Aldeias Raposa/Serra do Sol beteiligen sich an der Aktion. Ihre Gemeinschaften sind besonders von der Verschmutzung der Flüsse infolge der Anwendung von giftigen Pflanzenschutzmitteln betroffen.


    Der grösste Reisproduzent im indigenen Gebiet, Paulo César Quartieiro, war am 29.06.2004 vor Ort, um die indigenen Vertreter einzuschüchtern, die entlang des Ufers Unterkünfte aufbauten. Er informierte anschliessend die Bundespolizei.


    Die Gemeinschaften wollen nicht mehr den Ausgang der Berufung des Gutachtens hinsichtlich Raposa/Serra do Sol von Gerichtsrätin Selene Almeida von der Justiz von Roraima abwarten.


    Aufgrund der Verzögerung der Homologation kommt es zur Ausbreitung von Reisplantagen, zur irreversiblen Umweltzerstörung und zur Schädigung des physischen und kulturellen Besitzes der indigenen Völker. Für diese Situation ist die Bundesregierung verantwortlich, die keine Schritte zur Garantie der territorialen Rechte der Indios setzt.


    Der Indianerrat von Roraima wird sich bemühen, Konflikte zwischen Indios und Landspekulanten während der Besetzung zu verhindern. Die Landspekulanten zerstören ungestraft die Umwelt und greifen die indigenen Völker und ihre Verbündeten an.


    INVASOREN DES INDIGENEN GEBIETES CACHOEIRA SECA WOLLEN DEMARKIERUNG VERHINDERN


    Die Invasoren des Gebietes der Arara in Uruará (PA) wollen das vor zwei Wochen von der FUNAI begonnene Verfahren der Demarkierung stoppen.


    Für 05.07.2004 ist eine Mobilisierung mit rund 800 Personen von vier Gemeinden, die an den Grenzen zum indigenen Gebiet liegen, geplant.


    Paulo Medeiros von der Gewerkschaft der Landarbeiter und Kandidat für das Amt des Bürgermeisters von Uruará berichtete von einer Versammlung am 28.06.2004. Danach haben sich alle zum Ort der Demarkierung durch FUNAI-Mitarbeiter begeben.  „Wir wollen einen Stopp. Wir werden die Demarkierung nicht akzeptieren“. Laut Medeiros sperrten die Unternehmer und Siedler, die an der Mobilisierung teilnahmen, die Transamazônica. „Wir werden Massnahmen ergreifen. Auch werden wir vor Gericht die Aufhebung der Demarkierung verlangen. Die Indios wollen dieses Gebiet nicht“, so Medeiros abschliessend.


    Gegenteiliges sagt die CIMI-Mitarbeiterin Petronila Almeida. „Die Arara von Cachoeira wollen dieses Land und kämpfen bereits seit dem demarkatorischen Erlass von 1993 für seine Garantie. Elf Jahre lang haben die zuständigen Organe nichts unternommen“.


    Petronila erinnert an die Verhandlungen und Audienzen einer Delegation des Volkes vom 14.-18.06.2004 in Brasília. „Sie haben am 16.06. dem Justizminister offiziell 23.000 Unterschriften einer Aktion für die Demarkierung von Cachoeira Seca übergeben. Für jegliche Gewalt gegen die Indios Volk tragen die Bundesorgane die Verantwortung.  Dieses Volk hat er’s 16 Jahre Kontakt mit der sie umgebenden Gesellschaft und es besteht die Gefahr seiner Auslöschung oder eines Massakers, wenn nicht schnellstens Massnahmen getroffen werden“.


    In Brasília beklagten die Arara die Auswirkungen der verzögerten Demarkierung. Sie werden von den Invasoren ständig bedroht und verfolgt. Im Jahr 2000 wurde ein Arara ermordete, als er den Fischfang in seinem Gebiet verhindern wollte. Seither leben die Indios in Angst und niemand geht alleine zum Fischfang oder auf die Jagd. „Wir gehen gemeinsam. Wenn wir im Wald einen Weissen treffen und dieser tötet einen von uns, holt der andere Hilfe“, sagt der indigene Vertreter Arara Laut.


    VIRTUELLE NEUIGKEIT


    Es ist uns eine Freude, dass wir unseren Einsatz für die Rechte der indigenen Völker in der virtuellen Welt neu organisieren konnten. Die Web-Site des CIMI wird weiterhin möglichst viele Informationen über die indigenen Anliegen, über Missstände sowie über Gewalt  gegen die indigenen Völker und über die Aktivitäten ihrer Verbündeten veröffentlichen.


    Besuchen Sie uns und unterstützen Sie uns bei der Verbreitung dieser Informationen: www.cimi.org.br


    Brasília, 01. Juli 2004

    CIMI – Indianermissionsrat

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  • 29/07/2004

    CIMI INFO-BRIEF 619

    FORUM ZUR VERTEIDIGUNG DER INDIGENEN RECHTE


    Am 23.06.2004 wurde das Forum zur Verteidigung der indigenen Rechte gegründet, als Plattform zur Diskussion und Analyse des Handelns des brasilianischen Staates zur Garantie der Rechte der indigenen Völker. Besorgt über die Rückschritte bei Exekutive, Legislative und Judikative hinsichtlich des Respekts der indigenen Rechte wie sie die Bundesverfassung von 1988 und die Konvention 169 der WTO garantieren setzen die indigenen Organisation auf die Bündelung ihrer Kräfte, um den Unterlassungen der Regierung und den ständigen Angriffen antiindigener Gruppen zu begegnen


    Die Teilnehmer bei der Gründung waren sich einig über die Bedeutung des Forums. Márcio Santillio vom Institut für soziale Umwelt hofft auf eine ähnliche Mobilisierung wie während der verfassungsgebenden Versammlung. Aufgrund der Bündnisse konnten damals wichtige Errungenschaften erzielt werden.


    Das Forum diene „nicht nur den indigenen Völkern sondern dem ganzen Land, das sich bis heute verstümmelt fühlt, vor allem in Bezug auf die indigenen Völker“, so der Präsident der Kommission für Landpastoral, Bischof Tomás Balduíno.


    Dom Luciano Mendes sprach namens des CIMI. Er betrachte das Forum als Meilenstein im Einsatz der indigenen Bewegung, denn es handle sich „um eine dauerhafte und nicht vorübergehende Aktion. Es liegt an uns, die wir für die indigenen Anliegen eintreten, dass diese Initiative Bestand hat“.


    Dringende Fragen mit denen sich das Forum beschäftigte: Land, Gesundheit, Bergbau in indigenen Gebieten. Die Sekretariatsaufgaben übernimmt die Koordination der Indigenen Organisationen vom amazonischen Brasilien (COIAB), das bereits eine Planungssitzung anberaumt hat.


    Laut Jecinaldo Saterê Mawé, Koordinator von COIAB, soll jetzt zu Beginn ein Dossier ausgearbeitet werden über die Situation der indigenen Gesundheitsbetreuung nach den Änderungen bei der FUNASA, über die dringende Homologation des Gebietes Raposa/Serra do Sol und die tatsächliche Lage seiner Bewohner, über den Bergbau in indigenen Gebieten, allen voran im Gebiet Roosevelt der Cinta Larga. „Das Dossier soll die Gesellschaft über unsere Situation und Probleme informieren. Wir wollen mit unserer Arbeit die Regierung zu einer indigenen Politik bewegen, bei der die indigenen Gemeinschaften und Organisationen eingebunden sind“, so Jecinaldo.


    Die 6. Kammer der Bundesstaatsanwaltschaft wird alle Projekte der Legislative und Exekutive begleiten und das Forum ständig darüber informieren.


    Für Deborah Duprat, stellvertretende Generalstaatsanwältin der Republik und Koordinatorin der 6. Kammer, „sind die Indios die Protagonisten, bei allen staatlichen Angelegenheiten die sie selbst betreffen. Diese Plattform wird Raum für Diskussionen geben, vor allem der negativen Politiken, die der Staat entgegen Konvention 169 und Bundesverfassung durchsetzt. Der Einsatz der Indios wird nicht geschätzt. Das Forum wird ihnen nun jene Rolle verschaffen, die Verfassung und Konvention 169 für die indigenen Völker vorgesehen haben“.


    Bei der Gründung verglich der Generalstaatsanwalt der Republik, Cláudio Fonteles, das Forum mit einem Vogel, „der Flügel hat, um zu fliegen. Das Forum ist die Plattform, damit unsere Flügel nicht vom Körper fallen, es ist der Raum für Fortdauer“.


    ERSTE KLAGEN DES FORUMS


    Die Situation der Krahô-Kanela war die erste Klage des Forums. Das Volk hat am 10.06.2004 das traditionelle Gebiet Mata Alagada zurückgewonnen, hat es aber wieder verlassen. 


    Von der Bundesjustiz kam am 16.06.2004 ein Gutachten über die Reintegration von Besitz gegen das Volk,  nachdem der Richter von Cristalândia die Kompetenz an die Bundesinstanz abgab. Eine Vereinbarung mit der FUNAI, die Regulierung des Gebietes Mata Alagada zu beschleunigen, die Zusage eines Ortes für ein Leben in Würde sowie Unterstützung bewegte die Krahô-Kanela zum Verlassen des Gebietes.


    Kazike Mariano berichtete dem Forum von der Situation seines Volkes und bat um Hilfe. Die Indios wollen nur das Land, von dem sie vor über 20 Jahren vertrieben wurden. Der Kazike sprach über die Motive der Landrückgewinnung. „Unser Antrieb waren die Unterlassungen der FUNAI. Seit mehr als 20 Jahren wissen wir nicht wo wir leben sollen. Die FUNAI gab uns wenig Hilfestellung. Die Erhebung unseres Landes gestaltete sich sehr träge. Es ist viel Zeit verstrichen ohne dass sich jemand um die Unterlagen kümmerte. Das hat uns motiviert, in unser traditionelles Gebiet zurückzukehren“. Der Kazike erläuterte auch die jüngsten Spannungen, als zwei Mitarbeiter der Justiz als Geiseln genommen wurden. „Wir wollten weder Streit noch Angriffe. Wir wollen nur unser Land und dafür setzen wir uns ein“. Mariano bat die anwesenden Organisationen um Unterstützung, denn er hat wenig Vertrauen in die staatlichen Organe. „Ich bitte euch um Hilfe, denn die FUNAI tut nichts. Darum müssen wir seit Jahren leiden. Wir wollen nicht länger leiden. Wenn die FUNAI keine Lösung anbietet, werden wir selbst eine Lösung finden“, so der Kazike zum Abschluss.


    Brasília, 24. Juni 2004

    Cimi – Indianermissionsrat

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  • 29/07/2004

    Informe n.º 624

    ENCERRAMENTO DO II ENCONTRO CONTINENTAL DOS POVOS E NACIONALIDADES INDÍGENAS DAS AMÉRICAS


    Mais de 700 indígenas encerraram, no último domingo (25), em Quito, no Equador, o II Encontro Continental dos Povos e Nacionalidades Indígenas de Abya Yala marcando posição contrária à política do governo dos Estados Unidos de intervenção com instalação de bases militares em vários países e pela imposição de programas como o Plano Puebla-Panamá e a Alca (Área de Livre Comércio das Américas).


    Para as lideranças indígenas, os tratados de livre comércio (TLC) constituem ameaça para seus povos. “Em meu país, os militares americanos estão dando suporte para o governo e para os grupos paramilitares de extrema direita, cuja ação tem provocado o deslocamento de comunidades inteiras, favorecendo os próprios grupos que acabam se apossando da terra”, disse um líder indígena da Colômbia.


    Além da intervenção americana, os indígenas enfrentam conflitos com grandes companhias petrolíferas, mineradoras, latifundiários e outros grupos econômicos que, apoiados pelos governos, avançam sobre os territórios indígenas sem respeitar as leis que garantem aos indígenas o direito a seus territórios. 


    Em meio a esse debate veio à tona a questão da terra indígena Raposa Serra do Sol, no estado de Roraima, onde os conflitos com rizicultores e outros grupos políticos e econômicos aumentaram nos últimos meses em razão da demora na assinatura do decreto homologatório pelo presidente Luiz Inácio Lula da Silva.  Foi aprovado pelos participantes o envio de um documento ao presidente brasileiro pedindo a imediata regularização das terras indígenas, em especial da Raposa Serra do Sol.


    Também foi marcante no final do evento a participação de Adolfo Pérez Esquivel – Prêmio Nobel da Paz -, e de delegações venezuelanas que conseguiram arrancar aplausos e apoio ao presidente Hugo Chávez Frias. Para os dirigentes populares participantes do Encontro e do Fórum Social da Américas, Hugo Chávez representa a resistência contra os projetos intervencionistas do governo estadunidense para as Américas.


    Os quatro dias de debate em torno de dez grandes temas produziram um documento que será enviado aos governos dos diversos países do continente americano com a finalidade de se estabelecer bases para a criação de estados plurinacionais, onde os povos indígenas sejam reconhecidos e tenham ampla participação nos diversos organismos e instâncias de decisão. (Clique aqui e leia o documento na íntegra).


    No documento, além de externarem indignação frente à política neoliberal e à repressão dos governos nacionais das Américas, caracterizada pela violação dos direitos humanos e de seus direitos como povos, as lideranças indígenas decidiram criar um espaço permanente de intercâmbio, para que os povos e nacionalidades enfrentem juntos a política de globalização do neoliberalismo, traçar uma agenda comum de ações e mobilizações e estabelecer alianças com outros setores da sociedade, em especial com os movimentos sociais.


    Também no domingo, teve início o I Fórum Social das Américas que terminará no dia 31. Mais notícias sobre o Fórum no site do Cimi. www.cimi.org.br. 


    Brasília, 29 de julho 2004.

    Cimi – Conselho Indigenista Missionário

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  • 28/07/2004

    A Democracia está correndo perigo

    O resultado de pesquisa recentemente divulgada, dando conta que as populações de países da América Latina preferem ditaduras que resolvam o problema da fome e pobreza a democracias que não tem solução para isto, é um alerta de que a democracia corre grande perigo. As recentes experiências democráticas, depois de várias décadas de ditaduras militares, resultaram em “democracias de baixa intensidade” onde os cidadãos ainda não participam efetivamente da tomada de decisões que lhes afetam diretamente.


    Estas reflexões, do pesquisador português Boaventura Souza dos Santos, da Universidade de Coimbra, abriram a conferência “Democratizar a Democracia”, no I Fórum Social das Américas que se realiza na cidade de Quito, Equador, desde a última segunda-feira.


    O debate em torno das experiências democráticas no continente americano teve ainda a participação de Roberto Regalado, de Cuba, Aníbal Quijano, do Peru e Nina Polari, do Equador.


    Segundo Boaventura, “estamos desaprendendo a democracia em que vivemos”. Para ele, a forma representativa já não satisfaz a necessidade das populações que, por estarem excluídas do processo decisório, não vêem o modelo como confiável. “Os parlamentares passam mais tempo deliberando sobre assuntos de pouca importância”, diz. A alternativa, aos limites da democracia formal, a fim de que as sociedades possam confiar novamente no processo democrático, está na superação de dois fundamentalismos: a dos partidos políticos que vêem com desconfiança o avanço dos movimentos sociais e dos movimentos sociais que vêem na articulação com outros partidos uma traição.


    Para Roberto Regalado, o objetivo dos partidos de esquerda não deve ser o de exercer a democracia burguesa. “Os partidos devem acumular força política para transformar a sociedade”, disse. O pesquisador peruano Aníbal Quijano identificou no fracasso dos estados-nação uma das causas para o descrédito no modelo de democracia sobre a qual se assentam os países do continente americano. “Não teria sentido na América Latina de hoje um movimento indígena porque a sociedade não deixou de se colonizar”. Na história das lutas sociais contra a colonização, no passado, e o imperialismo, hoje, os povos indígenas tiveram grande destaque. Em 1993, o exército zapatista de libertação nacional, em Chiapas, no México, deu o passo inicial para as grandes marchas contra o neoliberalismo, sendo seguido depois por outros setores da sociedade, com ampla participação de povos e organizações indígenas do continente. 


    Militarização – Outro tema de grande destaque no I Fórum Social das Américas foi à militarização.


    Em conferência realizada na noite de ontem, a mexicana Ana Esther Caceña mostrou os pontos para onde convergem os interesses do governo e das grandes corporações estadunidenses. O mapa por ela traçado mostra que os países da América do Sul, com destaque para aqueles localizados em torno da região amazônica, são os principais alvos dos interesses imperialistas.


    Para Ana Esther Caceña o governo dos Estados Unidos enfrenta dois grandes problemas: a crescente escassez de recursos naturais e a indisciplina das populações das nações onde o império americano tenta impor sua hegemonia seja por meio do poderio militar ou de governantes submissos a seus interesses.  Ela mostrou que, a pretexto de lutar contra o terrorismo, o governo dos EUA avança em regiões ricas em recursos naturais, como o aqüífero Guarani, localizado ao sul do Brasil, na fronteira com Uruguai e Paraguai, e na Amazônia, onde se encontra grande parte da biodiversidade do planeta.


    Contra o avanço da militarização no continente já existe uma campanha em andamento que conseguiu vitórias expressivas no Brasil, Bolívia, Argentina e Colômbia. A brasileira Maísa Mendonça denunciou que os Estados Unidos não assinaram o tratado de armas biológicas e realizam testes em laboratórios.


    Em uma oficina sobre os efeitos da militarização foi sugerida a criação de uma ampla rede nas três Américas contra a presença e ocupação militar.


    Na conferência sobre “Desmilitarização e Propostas de Paz”, onde expuseram Ana Esther Caceña e Maísa Mendonça, o Prêmio Nobel da Paz, Adolfo Pérez Esquivel, enfatizou que “o problema de um povo da América é problema de todos”. Somente tomando consciência e agindo sem temer o poderio militar os povos da América conseguirão rechaçar as iniciativas contrárias as suas formas de viver e seus interesses.


    Equador, Quito, 28 de julho de 2004.

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  • 28/07/2004

    Movimento Nós Existimos faz campanha contra a impunidade em Roraima

    O Movimento “Nós Existimos”, do qual o Conselho Indígena de Roraima é parceiro, lançou uma campanha de outdoor em Boa Vista, denunciando a impunidade no esquema de corrupção conhecido como “Folha Gafanhoto” que, segundo investigações do Ministério Público Federal e Polícia Federal, desviou mais de 320 milhões de reais dos cofres públicos, no período de 1998 a 2002.


    Em pontos estratégicos de Boa Vista existem placas criticando a decisão da Assembléia Legislativa de Roraima, que no dia 3 de junho, negou o pedido do Superior Tribunal de Justiça – STJ para abertura de processo contra o governador Flamarion Portela, acusado de envolvimento na “folha gafanhoto”, que desviava dinheiro através de servidores fantasmas.


    A Assembléia aprovou por 12 votos a 7 o relatório da Comissão Especial criada para analisar o pedido do STJ. O relatório sugeriu que os deputados não autorizassem a abertura do processo por “falta de provas consistentes” contra o governador.


    Os movimentos sociais de Roraima estão insatisfeitos com a votação da Assembléia Legislativa e programam protesto para o mês de julho que culminaram com o Grito da Terra, no dia 25. O Movimento Nós Existimos sai na frente com a campanha de outdoor para esclarecer a sociedade local sobre a impunidade.


    Nós Existimos é um movimento criado em Roraima para favorecer a aliança entre povos indígenas trabalhadores urbanos e rurais. Foi lançado em janeiro de 2003 por organizações não-governamentais presentes no Fórum Social Mundial de Porto Alegre, com o apoio da Central Única dos Trabalhadores – CUT, Comissão Pastoral da Terra – CPT, Conselho Indígena – CIR, Diocese de Roraima e outros.


     

    Conselho Indígena de Roraima

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  • 28/07/2004

    Informe n.º 4 – Outra América é possível, pois Abya Yala já existiu!

    Rodeado de montanhas e montes sagrados, um ainda fumegante, outro coberto de neve, testemunhas altaneiras de corações pulsantes há milhares de anos, todos apontam para o alto unindo-se aos gritos plurais de que “Outra América é Possível”.


    Conforme Boaventura de Souza Santos, “Quito nestes dias está sendo uma cidade onde se reúnem muitas energias contra a globalização neoliberal”. Pois se não conseguiram nos roubar os sonhos também não conseguirão tirar nossa esperança.


    Essa nova América já começa a existir em todas as revoltas nas ruas ou no silencioso transformar de corações e estruturas no dia a dia das aldeias às grandes metrópoles. Ela nasce como a semente verdadeira, insurgente, não transgênica, mas carregada da vida de milhares de vidas passadas e futuras. Ela nasce em cada grito contra o império da morte e de seus tiranos seguidores, em frente a Estados falidos e submissos dançando ao ritmo das multinacionais. Ela nasce em cada gesto de respeito à diversidade, de amor e solidariedade com os que resistem, os que lutam, os que estão encarcerados e os que derramam seu sangue diariamente. Ela nasce do combate incansável nas selvas de milhões de árvores e pedras, nas ruas vigiadas pelo medo, nos caminhos para o novo que se faz andando.


    Conforme Boaventura, “precisamos radicalizar a democracia, pois quando a tivermos democratizada teremos o socialismo, que é a democracia sem fim”. Para tanto precisamos desaprender a democracia que temos hoje em nossos países na América latina. Pois conforme Boaventura, não existe democracia sem redistribuição de renda, não existe redistribuição de renda sem a interculturalidade e não existe interculturalidade sem a institucionalização de uma nova ordem democrática… Por isso é preciso manter a indignação, a revolta nas ruas, pois só assim estaremos sendo sujeitos desta nova democracia, recusando-nos a ser objetos.


    Para Aníbal Quijano, a América latina está diante de um fato muito grave que terá que ser aprofundado e que não mais pode ser ignorado: é a falência total do atual modelo dos Estados Nacionais. O fracasso do Estado Nação nos remete ao desafio de pensar novos modelos de exercício do poder, que a seu ver vem de uma nova ordem baseada no poder das comunidades. Além disso, existem as propostas dos povos indígenas dos estados plurinacionais, bem como a nova conformação de organização, como propõem os Aymara, a partir da reconstituição de sua territorialidade, que está cinco países.


    Os povos das Américas estão se colocando de pé, e isso certamente irá possibilitar a construção dessa nova América, plural e democraticamente popular. E para o sociólogo cubano Roberto Regalado, a superação dessa ordem democrática capitalista só será possível através de um rompimento que certamente não poderá ser apenas de forma espontânea dentro dos atuais modelos, pois implicará em ruptura revolucionária. Por isso existe no continente uma luta por democracia socialista.


    O Fórum Social, em suas inúmeras formas desde os locais até o mundial, certamente será um desses instrumentos de superação da atual ordem capitalista neoliberal.


    Conforme Chico Witaker, no painel de abertura, a diversidade é o princípio de base sobre o qual se assentam os Fóruns, bem como do mundo novo que queremos construir. “A riqueza do mundo novo é a riqueza da diversidade”, disse Chico. Caracterizou a amplitude da abrangência dessa diversidade, que passa pela diversidade cultural, multiplicidade de povos inclusive presentes neste fórum, na diversidade de opção, que implica a capacidade de aceitar as divergências e a diversidade de ritmos, onde como dizia o comandante Marcos “a vanguarda deve ser aquela que caminha com aqueles que caminham mais devagar”.


    Vivas aos povos da resistência, ao bravo povo cubano que está celebrando os 51 anos da tomada do quartel de Moncada, início da revolução. Foram feitas inúmeras e emocionantes manifestações de solidariedade e esperança.


    Foi arrebatador o entusiasmo e gritos ao embalo do canto em memória ao grande símbolo da construção de uma nova América, a bravura e a ternura de Che.


    Quito, 27 de julho de 2004.


    Egon D. Heck
    Cimi Norte 1


     

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  • 27/07/2004

    Declaração de Quito

    Do coração do mundo, no lugar em que sol reto, em seguimento ao 1° Encontro de Teotihuacan, nos dias  25 do mês de julho de 2004, os povos e nacionalidades  indígenas de Abya Yala autoconvocados e reunidos no 2° Encontro Continental, organizado pela Confederação das Nacionalidades Indígenas do Equador (CONAIE), Confederação de Povos da Nacionalidade Kichwa do Equador (ECUARUNARI), e a Coordenação das Organizações Indígenas da Bacia Amazônica (COICA), com a participação de 64 povos e nacionalidades indígenas, expressamos nossa palavra.


    Somos povos originários de Abya Yala. Nossos antepassados, nossos avós, nos ensinaram a amar e venerar nossa fecunda Mãe Terra, a conviver em harmonia com os seres naturais e espirituais que nela existem. As instituições políticas, econômicas, sociais e culturais que temos são herança de nossos antepassados e são as bases para a construção de nosso futuro.


    Os vales e os pampas, as selvas e os desertos, as montanhas e os nevados, os mares e os rios, a águia e o condor, o qetzal (animal sagrado dos povos indígenas do México) e o colibri, a puma e o jaguar, têm sido testemunhos de nossos sistemas sócio-políticos coletivos baseados na sustentabilidade humana e ambiental.


    Fomos despojados de nossos territórios originais pelos colonizadores e os Estados Nacionais; divididos para garantirem o controle político e empurrados para lugares inóspitos. Os territórios que hoje habitamos se caracterizam pela conservação da biodiversidade e existência de recursos naturais que são cobiçados pelas multinacionais pelo que novamente estamos sendo saqueados.


    Os governos nacionais, seguindo as diretrizes do FMI, BM e BID, nos devastam com o pagamento da dívida externa e estão revertendo nosso direito coletivo à terra, modificando legislações para permitir sua privatização, a associação com empresas e a apropriação individual.


    Denunciamos que os governos nacionais da América estão empregando cada vez mais a repressão violenta caracterizada pela violação de nossos direitos humanos e direitos como povos; a criminalização de nossos atos em defesa da vida e cerimônias espirituais; a paramilitarização; a expulsão de nossas terras, a ocupação militar; a cooptação e corrupção de autoridades locais e dirigentes; a promoção de projetos que tratam de “compensar”  os prejuízos causados por empresas transnacionais; o suposto repartir eqüitativo de benefícios; a migração forçada;  e promovem a divisão, confronto e o enfrentamento armado entre comunidades para impor sua política de exclusão, racista e opressiva.


    Nos opomos taxativamente ao estabelecimento de planos como o de Integração de Infraestrutura Regional Sul Americana (IIRSA), o Plano Puebla Panamá(PPP), o Plano Patriota, o Plano Colômbia, o Plano Dignidade, o Plano Andino, a criação de bases militares, bem como o estabelecimento da ALCA e dos TLCs(Tratados de Livre Comercio)  que são impulsionados no marco da OMC e para o benefício dos países saqueadores do planeta, já que o que pretendem é a criação da infra-estrutura para a circulação de suas mercadorias, a usurpação dos recursos naturais de nossas terras e territórios e a proteção das empresas transnacionais. Caracterizamos como planos de invasão para o saque, a destruição e a morte.


    Rechaçamos a realização dos planos de ordenamento territorial, prospecção e exploração de minérios e hidrocarbonetos, estabelecimento de áreas naturais protegidas e plantações florestais; pagamento por serviços ambientais, privatização da água e do ar, fumigações (pulverizações), estabelecimento de patentes sobre recursos naturais e culturais e o uso de sementes transgênicas que se realizam em nossos territórios já que só estão orientados para garantir a reprodução do grande capital transnacional em detrimento de nossa vida.


    Denunciamos que o Estados Nação da América tem-se caracterizado por violar instrumentos jurídicos nacionais e internacionais em detrimento dos direitos coletivos de nossos povos, como o Convênio 169 da OIT, o qual exigimos sua ratificação imediata por todos os países da América e do resto do mundo.


    Reclamamos da OEA, por sua falta de disposição para modificar a Declaração Americana de Direitos das “Populações” Indígenas com a participação e decisão dos povos indígenas.


    Reclamamos ao sistema de Nações Unidas por haver declarado um decênio das populações indígenas vazio, já que não realizou as ações necessárias para aprovar a declaração universal dos direitos dos povos indígenas.


    Ante a situação de despojamento que caracteriza a existência  de nossos povos:


    Resolvemos:


    Criar um espaço permanente de aliança e intercâmbio, onde convirjam experiências e propostas, para que nossos povos e nacionalidades enfrentem juntos as políticas de globalização neoliberal.


    Traçar uma agenda comum de ações e mobilizações que manifestem nossa rejeição ao modelo excludente e uma ação conjunta e articulada diante dos organismos dos quais concordamos participar.


    Estabelecer alianças com outros setores da sociedade que nos permitam enfrentar as políticas que nos oprimem, em especial com os movimentos sociais.


    Exigir a liberdade incondicional de líderes e autoridades indígenas presas injustamente pela defesa da terra e o exercício da autonomia, bem como a reparação dos danos morais causados aos povos e nacionalidades indígenas pelos assassinatos perpetrados contra seus habitantes, assim como a indenização às famílias.


    Exigir dos Estados Nacionais a repatriação, sem condições, dos recursos genéticos e culturais extraídos legal e ilegalmente de nossas terras e territórios; a restituição das terras roubadas; o livre trânsito de indígenas em seus territórios quando estes estão compreendidos entre fronteiras nacionais; a indenização dos povos afetados pelos impactos de todo tipo e despojamentos, assim como a restituição das condições iniciais de suas terras e territórios; o respeito irrestrito aos territórios de nossos povos e nacionalidades indígenas, em especial dos não contatados e em isolamento voluntário.


    Exigimos que os governos solucionem todos os conflitos causados pela exploração dos recursos naturais e a falta de garantia territorial e da vida, quando se executam políticas estatais e transnacionais tais como os casos de Sarayaku, Raposa Serra do Sol, Plano Colômbia, Rio Pilcomayo, Montes Azuis, Camisea, Caso do Gás da Bolívia e Margarita, Ashaninca, dentre muitos outros.


    Participar dos Fóruns Internacionais como o Fórum Social Mundial, e o Fórum Social das Américas, com propostas comuns que reflitam a posição do movimento indígena.


    Solidarizamo-nos com a CONAIE ante a agressão contra ela pelo governo equatoriano do Coronel Gutierrez que está buscando frustrar a luta pela construção de um Estado Plurinacional.


    Solidarizamo-nos com o povo da Venezuela e o presidente Hugo Chavez, que se tem caracterizado pela defesa da soberania nacional, ante a agressão contra ele pelo governo dos Estados Unidos, e convocamos a realização de ações contra o referendo de 15 de agosto de 2004.


    Solidarizamo-nos com o povo cubano por sua permanente luta antiimperialista.


    Diante de tudo isto afirmamos:


    Que os territórios que habitamos são nossos por tempo, história e pelo direito e, portanto são inalienáveis, imprescritíveis e não embargáveis.


    Que possuímos modelos próprios que garantem a reprodução de nossos povos e nacionalidades e harmonia com a natureza e têm como base nossa herança cultural ancestral.


    Que não necessitamos de reconhecimento legal para criar os espaços autônomos que nos permitam o exercício da livre determinação de nossos povos e nacionalidades.


    Quito, 25 de julho de 2004.


    (tradução livre: Egon D. Heck)

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  • 27/07/2004

    ABYA YALA AMERÍNDIA

    FORJANDO UM NOVO AMANHECER


     


    Evocam-se os quatro elementos da natureza – terra, água, fogo e ar – em todos os quadrantes do planeta terra, do nascer ao pôr-do-sol, do Canadá à Patagônia – para que os espíritos dos ancestrais estejam presentes neste momento em que os povos nativos de todo o continente americano se juntam em Quito, no centro do mundo, no território Kitukar.


    Acende-se o fogo, que tornará presente todo o passado de luta e esperança de milhares de povos deste continente, ainda na paixão, mas firmemente decididos a forjar um novo amanhecer, superando o império da morte.


    O fogo que aquece os corações, esclarece as mentes, fortalece os braços e abrasa os pés é o fogo sagrado que milenarmente tem acompanhado os povos nativos desta Abya Yala (continente americano). Ele foi aceso na I Cumbre dos Povos e Nacionalidades Indígenas realizada no México, em 2001, e que continuou aceso nesta II Cumbre que se encerrou no dia 25 de julho de 2004.


    Foi também esse fogo que percorreu as principais ruas de Quito em grito de protesto e esperança, lançado por centenas de vozes altivas e reprimidas, seculares e de utopia. Esse fogo estará presente em todo o continente, nas aldeias e cidades onde estiverem indígenas carregando essa chama junto com os demais excluídos e oprimidos desta Ameríndia, outra América possível.


    Além da condenação veemente da política neoliberal globalizante que condena os povos e as culturas à sepultura massificada, os povos reunidos e unidos aos espíritos guerreiros dos seus ancestrais veneraram a pachamama (mãe-terra) e todo o universo e o planeta Terra cada vez mais ameaçado. A espiritualidade, numa profunda relação com toda a vida existente, em harmonia com os criadores e todas as criaturas, na busca da paz e felicidade, foi proclamada como uma das condições fundamentais para se reconstruir o continente em outras bases e valores que não as vigentes e impostas pelo atual sistema dominante. O tom celebrativo deste II Encontro Continental foi uma clara demonstração disso.


    Seguidas vezes os líderes espirituais dos povos chamaram atenção para essa necessidade. E foi nesse espírito que o mestre espiritual Jaime Pilacunha fez o encerramento deste grande Encontro, quando o sol se encontrava reto, neste coração do mundo.


    Ali estavam, além dos participantes, aliados como as madres da Praça de Maio, do Chile, e o prêmio Nobel da Paz, Perez Esquivel, da Argentina, além de grupos afro-descendentes da Venezuela e de vários países que vieram prestar sua solidariedade aos povos indígenas de Abya Yala. Esquivel ressaltou que apesar dos sinais de morte, dominação, desunião, podemos perceber muitos sinais de esperança. “Os povos colocaram-se de pé e estão construindo essa nova América possível que queremos deixar para nossos filhos”.


    Apesar do momento difícil que passam os povos indígenas, submetidos a toda sorte de pressões, prisões, desunião e violência por parte dos Estados Nacionais e das multinacionais que sustentam as elites corruptas e sanguinárias, os povos indígenas resistentes e insurgentes aqui afirmaram para o mundo: “Aqui estamos e não somos apenas portadores de um passado glorioso de harmonia e de luta, mas portadores do futuro, da utopia de um novo amanhecer”!


    Quito, 25 de julho de 2004.


    Egon D. Heck – Cimi Norte 1

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  • 27/07/2004

    Mais de cinco mil abrem evento em Quito

    Quito (Equador) – Até o próximo dia 30 a cidade de Quito será a capital da diversidade cultural e social das Américas. Na manhã de domingo, 25, encerrou-se o II Encontro Continental dos Povos Indígenas de Abya Yala (que na língua dos Kuna, do Panamá, compreende o continente americano) e à tarde mais de cinco pessoas participaram da abertura oficial do I Fórum Social das Américas, na  Plaza San Francisco, no centro histórico da cidade.


    Na tarde ensolarada de Quito, as cores das bandeiras e dos trajes dos povos das montanhas andinas pintavam o quadro da diversidade que marcará os debates nas conferências, oficinas e tantos outros eventos a serem realizados nos próximos dias. Do  Brasil participam delegações de ambientalistas, de mulheres, afrodescendentes, povos indígenas, jovens e outros representantes dos segmentos organizados da sociedade.


    Domingo, pela manhã, no Centro Educativo Miguel de Hierro, mais de 700 indígenas encerravam o segundo Encontro Continental dos Povos e Nacionalidades Indígenas de Abya Yala marcando posição contra a política do governo dos Estados Unidos de intervenção com instalação de bases militares em vários países e pela imposição de programas como o Plano Puebla-Panamá e a Área de Livre Comércio das Américas – Alca.


    Para as lideranças indígenas, os tratados de livre comércio (TLC) constituem ameaças para seus povos. “Em meu país, os militares americanos estão dando suporte para o governo e para os grupos paramilitares de extrema direita, cuja ação tem provocado o deslocamento de comunidades inteiras, favorecendo os próprios grupos que acabam se apossando da terra”, disse  um líder indígena da Colômbia.


    Além da intervenção americana, os indígenas enfrentam conflitos com grandes companhias petrolíferas, mineradoras, latifundiários e outros grupos econômicos que, apoiados pelos governos, avançam sobre os territórios indígenas  sem respeitar as leis que garantem aos indígenas o direito a seus territórios.  Em meios a esse debate veio à tona  a questão da terra indígena Raposa Serra do Sol, no Estado de Roraima, no Brasil, onde os conflitos com rizicultores e outros grupos políticos e econômicos aumentaram nos últimos meses em razão da demora na assinatura do decreto homologatório pelo presidente Luís Inácio Lula da Silva.  Foi aprovado pelos participantes o envio de um documento ao presidente brasileiro pedindo a imediata regularização das terras, em especial Raposa Serra do Sol.


    Também foi marcante no final do evento a participação de Adolfo Pérez Esquivel – Premio Nobel da Paz -, e de delegações venezuelanas que conseguiram arrancar aplausos e apoio ao presidente Hugo Chávez Frias. Para os dirigentes populares participantes do Encontro e do Fórum Social da Américas, Hugo Chávez representa a resistência contra os projetos intervencionistas do governo estadunidense para as Américas.


    Os quatro dias de debate em torno de dez grandes temas produziram um documento que será enviado aos governos dos diversos países do continente americano com a finalidade de se estabelecer bases para a criação de estados plurinacionais, onde os povos indígenas sejam reconhecidos e tenham ampla participação nos diversos organismos e instâncias de decisão.


    Quito, Equador, 27 de julho de 2004.

    J. Rosha

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  • 27/07/2004

    Informe n.º 2 – II Encontro Continental dos Povos e Nacionalidades Indígenas das Américas


    “A força de nossos antepassados, a sabedoria milenar e a nossa espiritualidade queremos aqui partilhar e manter para o futuro de nossos povos” (Maria Verata – Maia da Guatemala)


    O ambiente está tomado de faixas, posters e cartazes num grande tecido de cores e mensagens das diversas organizações, povos e lutas aqui presentes. Esse tom plural é uma mostra do que se busca e da riqueza sócio, cultural e política aqui presente.


    Abertura e Instalação  da 2° Cumbre Continental dos Povos e Nacionalidades Indígenas das Américas


    Fizeram parte da mesa Leônidas Iza, presidente da CONAIE, Humberto Chulango presidente de ECUARINARI e Sebastião Manchineri, presidente de  da Coica.


    Além desses foram convidados vários indígenas que estiveram fortemente empenhados na organização deste encontro, dentre eles Blanca Chancoso. Para ela esse 2° Encontro tem uma importância especial pelo seu caráter de autoconvocação, dando a possibilidade de uma participação ampla dos povos indígenas do Continente. Além disso, ele está sendo decidido e coordenado exclusivamente pelo movimento indígena e suas organizações demonstrando dessa forma um grau de autonomia que vai sendo conquistado.


    Também foram convidados representantes indígenas mais expressivos de alguns países


    Uma música com informações da 1a. Cumbre, realizada no México em 2001, deu seqüência ao cerimonial de abertura.


    Palavras de Leolindas Iza – CONAIE


    “Estamos muito alegres e muito contentes porque os povos originários do continente estão presentes para debater os graves problemas que envolvem nossos povos e traçar  políticas  que nos possibilitem avançar na construção de um futuro cada vez melhor para todos”.


    “Estamos aqui como a família grande de América. Vamos discutir os grandes problemas que temos no Planeta”.


    Fala de Sebastião Manchineri – Coica


    “Quero destacar algo que para nós é muito significativo. Temos visto nos diversos lugares do mundo o desafio de continuarmos vivendo como povos distintos. Esse encontro representa o início da união de nossos povos para a busca de solução de nossos problemas. Vamos tratar de temas muito críticos e sensíveis como a Autonomia,  Território e Livre Determinação e Militarização….


    Uma frase para a esperança da liberdade para continuarmos afirmando e sendo cada um aquilo que são nossos povos”.


    Humberto Cholango – ECUARUNARI


    “Irmãos e irmãs dos diferentes povos e nacionalidades de América, aqui da metade do mundo Equador, queremos deixar nosso abraço.


    Queremos enxergar nosso caminho até onde podemos caminhar… Queremos unir as lutas de nossos povos, pois estamos ameaçados por governos débeis e processos de desenvolvimento, pois estamos sendo acusados de perigo para a democracia. Claro que somos um perigo quando não nos querem ouvir e respeitar…


    Vamos dedicar este segundo Encontro a todos os lutadores, espíritos de nossos antepassados”.


    Depois das breves palavras de abertura e saudação aos participantes indígenas e seus aliados dos quatro cantos do continente, foi feita a composição da mesa diretiva com representantes da América do Norte, Meso-América e América do Sul. Inicialmente essa composição indicada foi quase exclusivamente de homens, porém após uma observação crítica sobre a não presença das mulheres nesta composição, ela foi alterada contemplando esse aspecto. Aliás, as mulheres estão com uma grande e importante participação não apenas do ponto de vista numérico, mas especialmente sobre suas contribuições em todos os momentos do encontro.


    Conferências


    Antes de iniciar as colocações dos diversos conferencistas foi anunciado a chegada de delegações de mais alguns países como do Suriname e Guiana Inglesa. Também foram lidas mensagens de solidariedade e apoio vindas de diversas organizações.


    Territórios, Autonomia e Livre Determinação


    Sobre esse tema, que é amplo e central para os povos indígenas, Sebatião Manchineri destacou alguns aspectos, para que se aprofundem os desafios e se tracem estratégias de luta, nos debates e nos trabalhos que serão realizados nos diversos grupos.


    “Território é o espaço que compartilhamos com outros seres vivos, é a liberdade incondicional para a manifestação de nossas espiritualidades, culturas e tradições. Não se pode pensar um desenvolvimento sustentável sem o vínculo que temos com os territórios com suas montanhas, águas, terras, floresta, subsolo e céu, onde identificamos nossas existências…


    Quando falamos de nosso direito ao território não é apenas à terra que estamos nos referindo, falamos do exercício de um poder, assim como de um município, por exemplo, onde temos o direito de exercer nossa autonomia e direitos. Quer dizer, o direito de exercer o manejo e controle sobre o que ocorre neste espaço, como se usam e dispõem dele. É  a decisão, como coletividades, nas decisões que afetam esses territórios e os recursos ali existentes…


    Se aplica dentro de nossos territórios nossas normas, costumes e tradições. Ali também podemos autoregular nossas formas de organização social e de representação, orientar e administrar nossa economia e aproveitamento das riquezas e recursos naturais ali existentes e buscar o equilíbrio ecológico e evitar a degradação ambiental.


    A territorialidade como tal implica em nossa consolidação como povos no exercício do direito de ser livre e gozar a paz e nossos territórios, na consolidação de nossas autonomias”.


    A livre determinação é o exercício de nossos próprios sistemas jurídicos e sociais a partir de nossa sabedoria e espiritualidade”.


    No final de sua fala Sebastião ressaltou a importância de auto-afirmação da livre determinação dos povos indígenas a partir do reconhecimento da existência de cada um e do apoio mútuo entre todos. Isso implica no desafio de viver como povos distintos, mas ao mesmo tempo unidos. E isso não é fácil, especialmente neste momento em que nos encontramos bastante divididos, a partir dos interesses dos estados nacionais e dos grandes grupos multinacionais. “Com a lei ou sem a lei dos Estados vamos continuar existindo”, concluiu.


    Diversidade de Plurinacionalidade


    Luiz Macas, um dos importantes pensadores indígenas do Equador, destacou em sua fala a necessidade de contribuir, enquanto povos indígenas, com todos os povos da América Latina, fazendo avançar a reflexão e a prática da interculturalidade.


    Depois explicitou  o que implica a  interculturalidade:


    – Reconhecimento da diversidade de povos, culturas, processos históricos e identidades distintas dentro dos Estados nacionais;


    – A consciência dos povos originários de suas origens, fortalecendo-se em suas particularidades. Só  identidades fortes e bem embasadas poderão contribuir a partir de seus valores e especificidades;


    – A determinação de que nossas contribuições constituem-se como alternativas às estruturas estatais e organizativas existentes hoje. Estas vêm de outras concepções de mundo e de outros interesses. Por isso mesmo os povos indígenas têm sido um permanente questionamento às estruturas dos Estados e desse sistema econômico capitalista neoliberal.


    O desafio é como falar de interculturalidade numa realidade marcada por um sistema dominante que esmaga e oprime os povos indígenas.


    Outro questionamento levantado por Luiz Macas foi sobre o significado da democracia para os povos indígenas. Para ele os povos indígenas têm seus sistemas baseados em outros valores fundamentais como a reciprocidade e a busca do consenso.


    Temos que valorizar as concepções vigentes em nossas comunidades para que continuem válidos e se fortaleçam. Por isso precisamos valorizar os saberes locais e identitários de cada povo.


    Diante da atual crise dos Estados nacionais mais do que nunca nós povos originários deste continente somos atuais e se tornam cada vez mais importantes e até imprescindíveis as nossas contribuições para a construção de uma nova América, Abya Yala.


    Direito dos Povos, Nacionalidades e Movimentos Sociais dentro do Fórum Social Mundial


    Nícia Maldonada, presidente da  Confederação das Nacionalidades Indígenas da Venezuela, deu à sua fala uma conotação de militância no processo de mudanças e afirmação de novos valores e formas organizativas como o que vem ocorrendo na Venezuela. E é a partir desse seu engajamento que fez críticas às recentes posturas de ONGs que estão mais alinhadas com os poderes dominantes e interesses imperialistas. A mesma crítica dirigiu a organismos de cooperação internacional, cuja atuação tem mais servido para manter a dominação do que possibilitar processos de autonomia dos povos.


    Nícia fez referência à grave situação de fragmentação, cooptação e domesticação dentro do movimento indígena em vários países. Criticou o processo de alinhamento e submissão de muitas organizações indígenas à lógica e interesses do sistema neoliberal. Diante disso, afirmou, é necessária uma postura forte e radical do movimento indígena do continente e nos diversos países. E concluiu com as palavras de ordem “Lutaremos contra o império! Façamos uma grande união, pois assim como nos dividiram para nos dominar, estaremos agora nos unindo para mudar essa situação”.


    Militarização


    O líder Kichwa do Equador Marlon Schati fez uma veemente denúncia sobre a militarização, especialmente na região de seu povo. “Depois de três anos de resistência pacífica, só nos resta resistir por todos os meios disponíveis contra as invasões, seja das companhias petroleiras, seja do Exército, que está defendendo os interesses dos grupos multinacionais” disse ele. E relatou a repressão, violências, prisões de que têm sido vitimas várias lideranças de seu povo.


    Mencionou com muita indignação as recentes declarações do governo do Equador de que iria utilizar a força para garantir a exploração petroleira na Amazônia equatoriana.


    Depois afirmou que “a militarização é uma grave ameaça aos povos indígenas e à nossa autonomia. Com o discurso de que somos uma ameaça à segurança e soberania nacional, invadem nossas terras, se estabelecem em nossos territórios para nos controlar e submeter”.


    “Sob o pretexto de temor do Plano Colômbia, cuja atuação está bem longe de nossa região, estão militarizando essa área onde por séculos vivemos em paz”.


    “Tratam de nos satanizar dizendo que nossos atos são terrorristas, dizendo-nos responsáveis pela desestabilização do governo. Agora estão jogando os militares contra nós, quando simplesmente queremos nossos direitos à vida”.


    Também fez um desabafo lamentando as lideranças indígenas que traíram sua mãe e seus irmãos.


    Concluiu fazendo uma convocação à união de todos os povos indígenas para defender seus direitos e construir uma nova realidade neste continente Abya Yala.


    Um representante da Guatemala chamou atenção para o que denominou de “repressão sistemática e seletiva”, como tem acontecido na Guatemala durante 33 anos de guerra onde foram destruídas mais de quatrocentas aldeias.


    “Fala-se de modernização do Exército, constituindo as guardas nacionais, com equipamentos modernos, instruções especiais e até de universidades especiais para os militares… A questão que fica é: a serviço de quem estarão, se não do grande capital, como as mineradoras, madeireiras… Essa modernização não é apenas para aprimorar suas estratégias de controle das populações a serviço do grande capital?”


    Disse que o tema da militarização é muito grave neste momento, exigindo um pronunciamento continental contra esse processo.


    As mulheres na construção de Nações Plurinacionais

    Vicenta Chuma ressaltou a importância crescente da participação das mulheres nas lutas de seus povos, pois as mulheres indígenas sempre têm sido as guardiãs da sabedoria. Porém, diversos processos de dominação e migrações forçadas estão gerando morte e destruição dos povos indígenas. Alertou para o risco que representa a imposição de um certo enfoque da questão de gênero que estão querendo impor aos povos indígenas e que apenas servirá para enfraquecer as lutas mais amplas. “Estamos presentes e ativas nos levantes e nas marchas”, afirmou Vicenta, concluindo “assim como dizem – nunca mais um mundo sem nós os povos indígenas”, dizemos “nunca mais sem as mulheres os povos seremos completos”.


    Passeata, inauguração e boas-vindas

    Pelo meio da tarde todos os participantes partiram para uma marcha passeata pelas principais ruas de Quito. Com as faixas, bandeiras, cartazes mais de meio milhão de indígenas das Américas, em seus trajes coloridos, enfeites e ornamentos, e com muita emoção, revolta e entusiasmo gritaram pela nova América, dando vivas a Abya Yala e gritando contra a dominação, a Alca: “Não queremos e não nos dá vontade de ser uma colônia norte-americana”, gritavam. Em frente à Embaixada dos EUA havia um forte aparato militar, com tropa de choque. Ao passarem em frente gritaram apontando para a embaixada: “aí estão, aí estão os que roubam a nação”.


    Outros gritos foram de: “aplaudam, aplaudam não deixem de aplaudir que todos os corruptos terão que morrer”.


    A passeata chegou sem nenhum incidente até o anfiteatro da Universidade Politécnica Salesiana, onde se realizou um cerimonial religioso e de boas-vindas a todos os participantes. Também foram apresentadas encenações, músicas, danças…


    Também foram feitos pronunciamentos pelas lideranças das organizações promotoras do Encontro, dentre outros.


    Quito, Equador, 23 de julho de 2004.

    Egon e Rosha

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