• 08/02/2008

    Info-Brief 802 Vertreter Truka kritisieren Aggressionen seitens der Polizei

    Ailson dos Santos – Yssô, vom Volk protestierte gestern, 6.2., gegen die Aggressionen, die er und sein Sohn, 16 Jahre, durch Militärpolizisten von Cabrobó (Pernambuco) erlitten. Drei Polizisten haben seinen Sohn in der Aldeia Jatobazeiro festgenommen, verprügelt und ihn beschuldigt, ohne Führerschein mit einem Motorrad gefahren zu sein.


     


    Kurz darauf wurde auch Ailson aufgegriffen und auf das Kommissariat gebracht. „Man beschuldigte mich, dass ich betrunken sei, aber ich trinke nie zuviel. Ich wurde beschuldigt und musste Strafe zahlen unter der Behauptung, mein Auto hätte einen Polizisten angefahren, aber ich war nicht mit dem Auto unterwegs. Weiters behauptet man, dass in meinem Auto zu viele Insassen waren. Schließlich musste ich die Nacht über auf dem Kommissariat bleiben und wusste nicht warum. Mein Motorrad und mein Auto wurden zurück behalten und wir beide mussten Strafe zahlen“.


     


    Es ist nicht der erste Fall polizeilicher Willkür im Bundesstaat Pernambuco. Jüngst wurden drei Vertreter Xukuru aus der Gemeinde Pesqueira verhaftet. Sie wurden beschuldigt, im August 2007 an einem Mord beteiligt gewesen zu sein, obwohl es dafür keine Beweise gibt.


     


    „Ich weiß, dass die Militärpolizei von Pernambuco in Cabrobó ohne Kontrolle ist und die Bürger kriminalisiert. Die für diese Diskriminierung verantwortlichen Polizisten sagen, dass es auf der Insel Nossa Senhora da Assunção, wo die Aldeia Jatobazeiro liegt, keine Indios gibt“, sagte Yssô.


     


    Ailson, der auch indigener Vertreter im Nationalen Gesundheitsrat ist, verwies noch auf einen anderen polizeilichen Willkürakt. Im Jahr 2005 wurden zwei Indios Truká, Denilson und sein Sohn, von vier Polizisten ermordet.


     


    Landsituation 2007: vier von 20 deklaratorischen Erlässen aufgehoben


     


    Nachdem während der ersten Amtszeit von Präsident Lula (2003-2006) die Gebietsregelungen nahezu eingestellt wurden, erfolgte 2007 die Deklaration von 20 indigenen Gebieten. Aufgrund des Drucks antiindigener Kreise auf Kongress und Justiz wurde die Wirksamkeit von vier deklaratorischen Erlässen wieder aufgehoben.


     


    Während der Amtszeit von Ex-Justizminister Márcio Thomaz Bastos führte politischer Druck auf regionaler Ebene, vor allem seitens der Gouverneure Blairo Maggi (Mato Grosso – MT) Luiz Henrique (Santa Catarina – SC) und des Ex-Gouverneurs Zeca (Mato Grosso do Sul – MS) zum Stillstand bei den administrativen Verfahren. Zwischen 2003 und 2006 wurden in Mato Grosso do Sul zwei Gebiete, in Santa Catarina ein Gebiet und in Mato Grosso kein Gebiet deklariert.


     


    Im April 2007 wurden in Santa Catarina vier Gebiete deklariert. Angehalten durch die Regierung des Bundesstaates und durch einige Bürgermeister haben nichtindigene Landbesetzer bei Gericht Einspruch eingelegt und erwirkten die Aufhebung der Erlässe, die der Justizminister für die indigenen Gebiete Toldo Pinhal, Guarani de Araca´y, Xapecó und Toldo Imbu ausstellte. Derzeit sind diese Verfahren aufgehoben und warten auf die Behandlung der vom Bund und der Bundesstaatsanwaltschaft erhobenen Berufung.


     


    Im Kongress


    Antiindigene Kreise wenden oft die Taktik an, im Nationalkongress Projekte für legislative Dekrete einzubringen, mit denen die Wirksamkeit veröffentlichter Erlässe außer Kraft gesetzt wird. Aus rechtlicher Sicht ist dieses Vorgehen verfassungswidrig. Die antiindigene Fraktion aus Roraima hat auf diese Weise versucht, die Homologation der Demarkierung der indigenen Gebiete Yanomami und Raposa Serra do Sol aufzuheben.


     


    Der Abgeordnete Valdir Colatto (PMDB/SC) brachte vier Projekte für legislative Dekrete ein, der Abgeordnete Waldir Neves (PSDB-MS) eines um den Erlass für das einzige in Mato Grosso do Sul 2007 deklarierte Gebiet Cachoeirinha vom Volk Terena aufzuheben.


     


    Obwohl diese Dekrete noch nicht beschlossen sind, hat die Stimmung gegen die Demarkierung von indigenen Gebieten zugenommen. Die Verabschiedung dieser Projekte wäre katastrophal und würde weitere Hindernisse für die Demarkierungen schaffen.


     


    Auch wenn Justizminister Tarso Genro die deklaratorischen Erlässe unterzeichnet hat sind weitere politische Verfügungen für die Demarkierung erforderlich. Von 850 zu demarkierenden Gebieten ist das Verfahren bei lediglich 378 abgeschlossen. Um ihrer Verpflichtung gerecht zu werden muss die FUNAI Technikergruppen für die Identifikation indigener Gebiete einsetzen.


     


    Brasília, 7. Februar 2008


    Cimi – Indianermissionsrat


     

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  • 08/02/2008

    Info-Brief 801: Invasoren bedrohen Bororo im Gebiet Jarudore

    Die Bororo im Gebiet Jarudore in der Gemeinde Poxoréu (Mato Grosso) sind über die erneuten Drohungen seitens der Invasoren besorgt und warten, dass sich die FUNAI mit der Bundespolizei um eine Lösung der Situation bemüht.


     


    In den letzten zwei Wochen sind die Bedrohungen gestiegen und von den 28 Personen haben 20 das Gebiet bereits verlassen, berichtete Maria Aparecida Toroekure und meint, dass die Verbrechen nur aufgrund der Straffreiheit möglich sind. „Es passiert nichts, wenn sie einen Bororo ermorden oder eines ihrer Fahrzeuge zerstören“, so die Kazikin und verweist auf die Ermordung von Elenilson Batare im März 2007 und auf das Attentat gegen ihren Schwiegersohn im Dezember 2006 hin.


     


    Ein FUNAI-Mitarbeiter versprach, am 30.01. ins Gebiet kommen und mit der Bundespolizei verhandeln zu wollen. Aparecida befürchtet aber, dass wieder nichts geschieht. „Bevor sie unseren LKW in Brand steckten, haben wir die FUNAI drei Mal über die Drohungen informiert“.


     


    Das Gebiet Jarudore ist seit 1945 in der Größe von 4.070 ha demarkiert, wird aber von Invasoren beansprucht. Im Juni 2006 haben die Bororo ein Stück ihres Landes besetzt um die FUNAI und die Justiz unter Druck zu setzen, damit die Invasoren abgezogen werden. Seither reagieren diese mit Drohungen und Aggressionen. Die Kazikin lässt sich aber nicht einschüchtern: „Ich verlasse das Gebiet, erst wenn ich tot bin. Dieses Gebiet ist registriert. Wir haben das Recht, hier zu sein“.


     


    Einige Bororos aus der Aldeia Sangradouro unterstützen die Gemeinschat in Jarudore.


     


    Maxakali fordern bessere Gesundheitsbetreuung


     


    Seit Anfang Januar 2008 sind viele Indios der 65 Familien Maxakali in der Aldeia Verde in der Gemeinde Ladainha (Minas Gerais) infolge mangelhafter sanitärer Einrichtungen schwer krank. Die Gemeinschaft und indigene Organisationen werden bei Gericht Maßnahmen zur Verbesserung der Situation fordern. In der Aldeia gibt es keine Kanalisation und es fehlen unter anderem Medikamente.


     


    Seit Januar 2007 leben die Familien Maxakali in diesem Gebiet, das die FUNAI für sie gekauft hat. Größtes Problem ist hier die Wasserversorgung. Auf den Hügeln gibt es zwar einige Quellen, aber das Wasser wird nicht bis zu den Familien geleitet und die Qualität des aufgestauten Wassers ist sehr schlecht. Die Pumpen, die das Wasser aus dem artesischen Brunnen der Aldeia weiterleiten sollten, sind seit einiger Zeit kaputt.


     


    Im Januar war fast die ganze Gemeinschaft krank. Viele litten unter Kopf- und Buschschmerzen, Erbrechen, Fieber, Übelkeit, Nasenbluten oder Erschöpfung. „In der Aldeia lagen alle krank danieder. Sogar die Kinder hatten keine Lust zum Spielen“ sagte Gilce Freire, vom CIMI-Team in der Region, der vor zehn Tagen bei den Indios war. Laut einer Presseinformation der Nationaler Gesundheitsstiftung vom 31.1.2008 handle es sich um einen Virus, der bereits behandelt werde.


     


     


     


    Am 16.1.2008 versammelten sich Vertreter Maxakali mit dem Koordinator des Indigenen Sanitätsdistrikts von Valadares und forderten einen Arzt für den Bereich, in dem es bisher nur zwei Krankenpfleger gibt.


     


    Die Gemeinschaft Maxakali von der Aldeia Verde, der Regionale Verband Mucuri der Kleinbauern, der CIMI, die Bundesuniversität von Vale do Vale do Jequitinhonha haben die Bundesstaatsanwaltschaft informiert. Sie fordern einen Arzt, Sanierungen sowie ein Vorsorgeprogramm seitens der FUNASA, um künftige Erkrankungen zu verhindern.


     


    Brasília, 31.1.2008


    Cimi – Indianermissionsrat

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  • 07/02/2008

    Informe nº 802: – Liderança do povo Truká denuncia agressões e abusos praticados por policiais

    Ailson dos Santos – Yssô, do povo Truká, denunciou através de carta divulgada ontem (6/2) agressões sofridas por ele e seu filho, de 16 anos, praticadas por policiais militares de Cabrobó (Pernambuco). Ele conta que seu filho foi detido e espancado por três policiais à paisana, na aldeia Jatobazeiro, onde reside, sob acusação de estar conduzindo uma motocicleta sem habilitação.


     


    Logo depois, segundo o relato, o próprio Ailson foi abordado por três viaturas policiais e levado à delegacia. “Fui acusado de estar embriagado, mas eu não estava bebendo. Fui acusado e multado com alegação do meu carro ter atropelado um policial, mas não saí com o carro. Fui acusado de ter super lotação no meu carro, mas o carro não saiu do lugar. Enfim, dormi na delegacia sem saber o porquê. Só sei que a minha motocicleta e meu carro foram presos e cada um ficou com duas multas”.


     


    Este não é um caso isolado de indígenas que sofrem com a perseguição policial no estado de Pernambuco. A recente prisão de três lideranças do povo Xukuru, que vive no município de Pesqueira, acusados de participar de um assassinato em agosto de 2007 – sem que haja provas – exemplifica esta situação.


     


    “Sei que a Polícia Militar de Pernambuco em Cabrobó está sem controle, criminalizando os cidadãos. Os policiais responsáveis por tal discriminação dizem que na Ilha [Nossa Senhora da Assunção, onde fica a aldeia Jatobazeiro] não têm índios”, descreve Yssô.


     


    Ailson, que é representante indígena no Conselho Nacional de Saúde, ainda lembrou na carta outro caso de ação da Polícia Militar na aldeia Jatobazeiro. Em 2005, dois indígenas Truká (Denilson e seu filho) foram assassinados por quatro policiais.


     


    ***


     


    Balanço de terras 2007: das 20 terras declaradas, três estão com efeito suspenso


    Após o longo período de paralisia do primeiro governo Lula (2003 – 2006), em 2007, 20 terras foram declaradas como indígenas. Entretanto, outras manobras e pressões dos setores antiindígenas na Justiça e no Congresso ganharam força no ano passado e conseguiram suspender o efeito de quatro portarias declaratórias.


     


    Durante a gestão do ex-ministro da Justiça Márcio Thomaz Bastos, os procedimentos administrativos de demarcação de terras indígenas pararam devido às pressões políticas regionais, principalmente dos governadores Blairo Maggi (Mato Grosso – MT) Luiz Henrique (Santa Catarina – SC) e do ex-governador Zeca do PT (Mato Grosso do Sul – MS). Eles exigiram a suspensão das demarcações naqueles estados. Entre 2003 e 2006, apenas duas terras foram declaradas no MS, uma em SC e nenhuma no MT.


     


    Em abril de 2007, quatro terras indígenas foram declaradas em Santa Catarina, porém orientados pelo governo estadual e por alguns prefeitos, os ocupantes não-indígenas entraram com ações na Justiça Federal e conseguiram a suspensão dos efeitos das portarias expedidas pelo Ministério da Justiça das terras indígenas Toldo Pinhal, Guarani de Araca´y e Xapecó.  Atualmente, todos esses processos estão suspensos, aguardando o julgamento de ação interposta pela União e pelo Ministério Público Federal.


     


    A portarida de Toldo Imbu também estava com os efeitos suspensos, mas uma decisão do Tribunal Regional Federal 4 Regiçao, do dia 30 de novembro 2007, restabeleceu os efeitos da portaria.


     

    No Congresso

    Outra tática que está sendo muito usada pelos antiindígenas é encaminhar ao Congresso Nacional propostas de projetos de decretos legislativos (PDCs) que sustem os efeitos das portarias publicadas. Do ponto de vista jurídico, todos esses PDCs propostos pela bancada ruralista são inconstitucionais. Esta tática já havia sido utilizada pela bancada antiindígena de Roraima para anular a homologação da demarcação das terras indígenas Yanomami e Raposa Serra do Sol.


     


    O deputado Valdir Colatto (PMDB/SC) apresentou quatro PDC’s para tentar anular as portarias que declaram as terras indígenas naquele Estado. O deputado Waldir Neves (PSDB-MS) apresentou um PDC para sustar a única portaria declarando terra indígena no Mato Grosso do Sul, assinada em 2007 – da terra Cachoeirinha do povo Terena.


     


    Mesmo que estes decretos não sejam aprovados, as propostas têm criado uma “onda” no Congresso desfavorável à demarcação de terras indígenas. O resultado pode ser desastroso, com a aprovação de leis que criem mais barreiras para demarcações.


     


    Apesar do ministro da Justiça Tarso Genro ter destrancado as portarias declaratórias, é preciso muita disposição política para realizar as demarcações que ainda precisam ser feitas: das 850 terras a serem demarcadas, apenas 378 tiveram seus processos concluídos. Para cumprir sua obrigação, a Fundação Nacional do Índio deve agora retomar as suas funções e constituir os Grupos Técnicos responsáveis por identificar as terras indígenas.


     


     


    Brasília, 7 de fevereiro de 2008.


    Cimi – Conselho Indigenista Missionário


    www.cimi.org.br

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  • 07/02/2008

    Povo Miguelem perde último falante de sua língua

     


     


    No dia 19 de janeiro, faleceu, o ancião Antônio Marcirilo Maciel Miguelem, 82 anos – o último falante da língua miguelem, que pertence à  família isolada txapakura. O povo miguelem se auto-denomina “wanyam”. Ele estava internado em Guajará-Mirim, Rondônia.


     


    Nos dois últimos anos, Marcirilo sofreu diversas fraturas e infecções, sendo internado diversas vezes. Ele já não podia andar e seu estado de saúde piorou em agosto de 2007, quando perdeu o filho João, vítima de um acidente.


     


    O físico muito alterado contrastava com a lucidez e a garra de um guerreiro que não se entregava. Até o fim sonhou com a volta à sua terra e incentivava seus parentes a lutarem por ela. 


     


    Marcirilo incomodava os fazendeiros que grilaram a margem direita do rio São Miguel. Desde 2000, ele afirmava que as malocas ficavam nas duas margens do rio e que ele nasceu na maloca ocupada hoje pela fazenda “Soberana” , ao lado do povoado de Porto Murtinho.


     


    Fazendeiros do rio São Miguel por duas vezes procuraram Marcirilo para convencê-lo a negar a presença ancestral dos miguelem na margem direita do rio. Em troca, prometiam apoio na retomada da área na margem esquerda, dentro da Reserva Biológica do Guaporé, de onde os miguelem foram expulsos em 1984, quando o Instituto do Meio Ambiente (IBAMA) criou a Reserva. Marcirilo ficava indignado com os fazendeiros.


     


    Em dezembro de 2000, Marcirilo percorreu mais de 1000 km com a equipe do CIMI-RO para ir ao encontro de seu irmão Sebastião em Porto Murtinho. Esse encontro abriu o caminho para o povo miguelem que daí em diante não parou mais de lutar para conquistar os seus direitos negados. Conseguiram vitórias na saúde e na educação. Hoje são atendidos pela Fundação Nacional de Saúde (Funsa) e têm dois professores indígenas contratados pelo Estado. Entretanto, por conta da demora no processo de demarcação, Marcirilo e Sebastião partiram antes de realizar o sonho de ter a terra homologada.


     


    Na véspera de sua internação, Marcirilo não dormiu tentando lembrar a palavra “periquito” na sua lingua materna. No dia seguinte, perguntou, falando com dificuldade, ao Gil (da equipe do Cimi): “Lembrou do periquito?”. Gil repondeu: “towin!”. O rosto do Marcirilo por uns instantes se iluminou e ele repetiu sorrindo: ” towin, towin, é isso mesmo!”. Em seguida, foi levado para o hospital.


     


    Equipe Cimi-Guajará-Mirim


    Guajará-Mirim, 23 de janeiro de 2008

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  • 07/02/2008

    Libertações de trabalhadores indígenas em canaviais em 2007



    Por Iberê Thenório


    Mais da metade dos resgatados de condições análogas à escravidão em 2007 trabalhava no cultivo de cana. Foram 2.947 pessoas retiradas dessa situação em apenas quatro usinas. As fiscalizações nessas propriedades lideram a lista das maiores libertações do ano recordista em número de libertações: 5.877 trabalhadores em 197 fazendas.


    Lidera o triste ranking de maiores libertações de 2007 – e também da história do grupo móvel de fiscalização – a fazenda e usina Pagrisa, localizada em Ulianópolis (PA), que foi flagrada submetendo 1.064 pessoas à escravidão.


     


    O segundo maior resgate ocorreu na fazenda Debrasa, unidade da Companhia Brasileira de Açúcar e Álcool (CBAA) em Brasilândia (MS), onde 1.011 indígenas estavam alojados em condições precárias. No início da fiscalização, o MTE havia divulgado que o número de resgatados era de 831, mas no decorrer da operação foram encontrados mais trabalhadores na mesma situação (veja a nota publicada pela CBAA sobre a fiscalização).


     


    Dados do MTE não seguem a distinção entre trabalho análogo ao de escravo e degradante, pois o órgão classifica a infração de acordo com o artigo 149 do Código Penal, em que o trabalho degradante é considerado uma forma de trabalho escravo.


     


    Foi também no Mato Grosso do Sul, no município de Iguatemi, que se deu a terceira maior libertação do ano, na Destilaria Centro Oeste Iguatemi Ltda (Dcoil) quando 498 pessoas foram resgatadas. Um terço desse grupo era de indígenas.


     


    A quarta usina é a Coruripe de Açúcar e Álcool, que fica em Iturama (MG). Ela tinha peões terceirizados que trabalhavam em condições degradantes nas plantações de cana. O MTE, porém, considerou a terceirização ilegal e responsabiliza a empresa pela situação encontrada.


     


    Sem emprego

    Para o Coordenador do Conselho Indigenista Missionário (Cimi) no Mato Grosso do Sul, Egon Heck, as condições em que foram encontrados os trabalhadores indígenas nas duas fazendas do estado não fogem muito da situação dos outros cerca de dez mil que trabalham no cultivo da cana.


     


    “Há algumas condições que são melhores, mas o esquema do índio trabalhar por produção, de ter que colher 12 toneladas de cana por dia, invalidando a pessoa para o trabalho em 10 ou 12 anos, já é um trabalho desumano”, afirma.


     


    Com dificuldades para arrumar emprego, muitos índios da região não vêem outra alternativa que não seja a cana. “O trabalho que faziam anteriormente, na agricultura, de derrubada nas fazendas, de coleta de erva-mate, desapareceram”, explica Egon.


     


    Expansão agrícola

    Três dos quatro maiores resgates de trabalhadores ocorreram na área de expansão da cana-de-açúcar, em municípios que fazem fronteira ou estão próximos ao estado de São Paulo.


     


    “A SIT [Secretaria de Inspeção do Trabalho] já emitiu uma notificação preventiva para todas as usinas de álcool, dizendo o que elas têm que cumprir para que não encontremos mais trabalho degradante ou escravo. Ninguém poderá dizer que foi pego de surpresa neste ano.”, avisa Marcelo Campos, coordenador nacional dos grupos móveis de fiscalização, confirmando informação dada pela secretária Ruth Vilela em matéria sobre as expectativas de 2008.


     


    O chefe dos grupos móveis também relata que, no final de 2007, houve uma reunião com as Superintendências Regionais do Trabalho (SRTs – antigas Delegacias Regionais do Trabalho) com o objetivo de definir parâmetros comuns para a fiscalização de trabalho escravo e degradante.


     


    De acordo com Marcelo, algumas SRTs, como a do interior paulista, agiam de forma diferente do grupo móvel nacional, em que o padrão de conduta em flagrantes de trabalho degradante é rescindir o contrato do empregador com os trabalhadores, oferecendo-lhes inclusive seguro-desemprego. “No método que São Paulo vinha utilizando, eles não concluíam pela retirada dos trabalhadores”.


     


    Com a uniformidade de tratamento desses casos, a tendência é um crescimento nas estatísticas de trabalho análogo ao de escravo no estado de São Paulo, pois em muitos casos o tratamento dispensado às pessoas que trabalham nos canaviais paulistas não é tão diferente do que recebiam os resgatados em Minas Gerais ou no Mato Grosso do Sul.


     


    Denúncias

    Apesar do número de libertados ter aumentado, estatísticas de 2007 divulgadas pela Comissão Pastoral da Terra (CPT) revelam que as denúncias de trabalho escravo têm se mantido estáveis. Foram 264 no ano passado, 265 no ano anterior e 278 em 2005.


     


    De acordo com Xavier Plassat, coordenador da campanha nacional da CPT contra o trabalho escravo, há estabilidade nos números, mas o perfil das denúncias têm mudado, principalmente na Região Norte. “Se você fizer um cálculo do número de trabalhadores por denúncia, vai ver que no Norte são 20 ou 25 pessoas. São casos relativamente pequenos se compararmos com o passado, quando havia centenas de pessoas libertadas nas fiscalizações da região”, afirma.


     


    Números estaduais

    As duas libertações ocorridas no Mato Grosso do Sul fizeram com que o estado subisse na lista de unidades da federação que têm mais problemas com trabalho escravo. Hoje, ele é o sexto estado com maior número de libertações, precedido pelo Tocantins, Bahia, Maranhão, Mato Grosso e Pará.


     


    Outra mudança observada em 2007 foi no estado vizinho do Mato Grosso, onde apenas 112 pessoas foram libertadas durante o ano. O número é o menor desde 1995, quando o grupo móvel começou suas fiscalizações.


     


    Para Xavier, isso não representa a realidade vivida pelo estado. “A situação do Mato Grosso é muito pior do que isso. Houve poucas denúncias no estado, e lá há pouca capilaridade do movimento social, além de existirem estratégias do empregador para inibir as denúncias.”, explica.


     

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  • 07/02/2008

    Mato Grosso na Lista Suja

     


    Como se não bastassem os dados sobre desmatamento, referentes também ao cultivo de soja – segundo Douglas Morton, da Universidade de Maryland (EUA) – e ao alto índice de violência, o estado do Mato Grosso tem mais um motivo para se envergonhar: o fato de constar na “Lista Suja” do Ministério do Trabalho. Nesta lista, que é atualizada a cada seis meses, constam os empregadores que foram flagrados pelo Grupo Móvel de Fiscalização utilizando-se de trabalho escravo em propriedades ou empresas ou ainda aqueles que, depois de notificados, não indenizaram os trabalhadores.


     


    Dezesseis empresas ou proprietários localizados em 14 municípios de Mato Grosso são citados por estarem se utilizando de trabalho escravo ou “degradante”, numa lista nacional em que se encontram 184 nomes. Destaque para Confresa e Poconé em número de trabalhadores libertos, embora os nove libertados em Nova Ubiratã não diminua em nada a gravidade da situação. Segundo a CPT, Comissão Pastoral da Terra, Mato Grosso é o segundo em número de trabalhadores libertos.


     


    Em dias que falar em desmatamento deixa o governo e os secretários de Meio Ambiente se mexendo na cadeira, não podemos esquecer que o trabalho escravo está intimamente ligado ao desmatamento na Amazônia, como revelam as informações de Leonardo Sakamoto da ONG Repórter Brasil. As ações do Grupo Móvel de Fiscalização do governo federal encontraram a grande maioria destes trabalhadores privados de um trabalho digno principalmente em atividades agropecuárias, seguidas pelo cultivo canavieiro. Segundo a ONG Amigos da Terra, o efetivo bovino alcançou índices recordes na Amazônia, chegando à proporção de 9,31 cabeça/habitante em Mato Groso. E a mata vai dando lugar ao capim.


     


    Certamente, isto não libera a responsabilidade dos empresários da soja e algodão que, apesar da grande tecnologia disponível, estão entre os três primeiros setores citados na lista. Disso bem sabem os 41 trabalhadores que recentemente foram resgatados no município de Tapurah, usados na lavoura de soja na fazenda Vale do Rio Verde. Classificados com trabalho degradante, uma modalidade de trabalho escravo, estes trabalhadores ficavam expostos ao agrotóxico, sem condições mínimas de higiene nos alojamentos e tratados diferentemente de outros trabalhadores da fazenda.


     


    A fazenda Vale do Rio Verde é responsável por 5% da produção de algodão no estado e, segundo a mesma Repórter Brasil, é reincidente no Artigo 149 da Constituição, que versa sobre trabalho escravo e degradante. Foi flagrada cometendo este crime em 2001 e esteve na Lista Suja de julho de 2005 a julho de 2007. Esta fazenda está arrendada para o Grupo Bom Futuro, que tem como diretor-presidente Eraí Maggi, primo do governador Blairo Maggi.


     


    Para aumentar nossa preocupação foram encontradas na Gleba Rio Ferro, em Feliz Natal, vinte pessoas em regime de trabalho escravo. Algumas famílias de trabalhadores moravam no local: quatro crianças e quatro mulheres, que cozinhavam para o grupo. O dono da terra é ninguém menos que o ex-prefeito de Vera (MT), Dorley Rodrigues Freire. Nesta propriedade foi encontrado o Torton, mais conhecido como “agente laranja” (mistura de dois herbicidas), que era manipulado pelos trabalhadores sem a mínima segurança.


     


    Certamente temos que combater o desmatamento no Mato Grosso, na Amazônia e em qualquer lugar em que este ocorra de forma indiscriminada e criminosa como temos observado. Aqueles, não poucos, proprietários que vem desmatando muito mais do que os 20% permitidos na Amazônia devem sofrer as punições já previstas pelo “simples” fato de estarem cometendo crime! E para este fato não existem argumentos.


     


    Não obstante, as ações necessariamente têm que ser conjuntas, reforçando os Grupos Móveis de Fiscalização para combater o trabalho escravo dando-lhes cada vez mais condições de trabalho; bloqueando qualquer crédito subsidiado para proprietários que desmatam ilegalmente; investindo cada vez mais nas tecnologias de imagens de satélite e em ações por terra, antes que seja mais tarde do que já é.


    O que precisamos, talvez antes de tudo, é debelar esta idéia de que as ilegalidades fazem parte do processo de desenvolvimento do país. Este “jeitinho permitido” para que o país “cresça” gerando mais divisas para que possa depois “dividir o bolo”.


     


    Quem sabe alguns passos maiores sejam dados quando o governador Blairo Maggi puser, enfim, em prática seu compromisso assumido em 2006 de combater o trabalho escravo no estado.


     


    Há outro lado

    Na outra ponta, a de incentivo à preservação, estão as comunidades indígenas e suas seculares formas de preservação ambiental. Numa observação, mesmo que superficial no mapa ambiental de Mato Grosso poderemos notar que as áreas preservadas, com mata nativa e com o mínimo de alteração, coincidem com as terras indígenas. Estas nem de longe se comparam com os “desertos verdes” de soja e seus banhos de agrotóxico.


     


    Não se trata de apologia a nenhuma forma de indenização por esta prática, estes povos nunca precisaram receber nada para cuidar de seus territórios, de seus rios, de sua terra. O que precisamos garantir é que seus territórios demarcados sejam respeitados e que aqueles ainda em trâmite jurídico, embalados na lentidão judicial e nos recursos, sejam enfim reconhecidos, demarcados e entregues definitivamente àqueles que já vêm garantindo o futuro dos recursos naturais da forma mais sustentável.


     


    Bom seria se os grandes devastadores da Amazônia, latifundiários auto-batizados de “empresários do agronegócio” pudessem, ao contrário de tentar assediá-los, aprender com os povos indígenas.


     


    Gilberto Vieira – Cimi/MT

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  • 01/02/2008

    Mato Grosso do Sul, estado campeão de desrespeito aos direitos indígenas

    “A Justiça Federal do Mato Grosso do Sul determinou o confisco de 85 fazendas de pessoas acusadas de lavar dinheiro proveniente de atividades como o tráfico de drogas e a corrupção. Juntas, as áreas somam 368 mil hectares – o equivalente ao território de Rio Brilhante, um dos principais municípios produtores de grãos do sul do MS. No ano passado todas as desapropriações feitas pelo programa de reforma agrária do governo federal somaram 204 mil hectares”. (campograndenews, 8/01/08).


     


    “O Conselho Missionário Indigenista – Cimi (sic), um braço da Igreja Católica que deveria funcionar como suporte para as questões indígenas do Brasil, mas que nos últimos anos acabou perdendo o foco e se especializou em desvirtuar a verdade em nome de uma causa que deveria ser nobre, acaba de colocar o Mato Grosso do Sul em situação vexatória perante o resto do país”.


    (Jornal O Progesso, de Dourados, 9/01/08).


     


    Mato Grosso do Sul acaba de receber mais um título nacional. Tem o município mais violento do país, Coronel Sapucaia, na fronteira com o Paraguai, a quase 400 km de Campo Grande. Há instantes, na principal TV local, o delegado da cidade tentou justificar o título dizendo que existem indícios de que alguns assassinatos poderiam ter sido cometidos do lado paraguaio, na cidade limítrofe de Capitan Bado. Para o prefeito da cidade, Ney Kuasne, o mapa da violência “é coisa de quem, de alguma forma, quer prejudicar a cidade”. (Correio do Estado, 31/01/08).


     


    Manchetes estampadas nos jornais e charges que retratam a situação explicam que “em alguns casos, os crimes assustam pela crueldade e frieza dos executores, normalmente pistoleiros profissionais contratados por pessoas de maior poder aquisitivo”. (Correio do Estado, 30/01/08).


     


    Os títulos e suas causas


    Justificativas à parte, esse título, soma-se a outros já revelados neste janeiro. Um deles é de estado onde se praticou o maior índice de violência contra os povos indígenas com 53 assassinatos registrados. Em todo o país o número chegou a 81. O número alarmante fica mais fácil de entender quando observamos outro título conferido ao MS: o de menor índice de terras indígenas por pessoa (com exceção das terras dadas por D. Pedro II aos Kadiwéu, em grande parte invadidas). Aproximadamente 65 mil índios vivem em menos de 60 mil hectares de terra. Aqui também se registrou a maior violência sofrida por uma comunidade em sua luta pelo direito à terra, Kurusu Ambá, que fica exatamente no município mais violento do país.


     


    Poderíamos enumerar na questão indígena outros indicadores que mostram a gravidade da situação. Quase todos suicídios de indígenas registrados durante o ano foram no Mato Grosso do Sul (onde acontecerem mais de 40), mais especificamente entre os Kaiowá Guarani. A grande maioria das mortes por atropelamento também foram entre esse povo. Só em Nhanderu Marangatu, onde a comunidade esteve acampada à beira da estrada por mais de seis meses, após a pavimentação da via dois indígenas morreram atropelados. Isso sem que as autoridades responsáveis tivessem colocado qualquer sinalização, placa ou quebra mola no local. A última morte foi de Tomás Nunes, no dia 18 de dezembro. O rapaz ficou caído no asfalto e o carro que o atropelou sequer parou. “Nos matam como se mata um cachorro!”, desabafou uma liderança.


     


    Certamente o estado também é campeão disparado em indígenas presos. Conforme levantamentos preliminares, é possível que o número chegue perto de duzentos. E quantos não-indígenas estão presos por matarem as lideranças desse povo? Nenhum. Além disso, poderíamos juntar os títulos de estado em que as famílias indígenas mais dependem de cestas básicas. O governo estadual, que chegou a distribuir 11 mil cestas, voltou nesse ano eleitoral a fazer a distribuição. O governo federal, através do programa de Segurança Alimentar, Funasa e Funai faz a distribuição de milhares de cestas a famílias indígenas. 


     


    “O juiz Odilon de Oliveira, da vara especializada em lavagem de dinheiro, afirma que o agronegócio é um dos destinos preferenciais das remessas polpudas do crime organizado. Segundo ele, a compra de fazendas é uma das maneiras mais fáceis de lavar os lucros com atividades ilegais. A partir delas, os criminosos que movimentam grandes somas de capital conseguem esconder a origem do dinheiro sujo em operações fictícias de venda de boi e grãos – estratagema que a Polícia Federal chama de vaca-papel e soja-papel” (campograndenews, 8/01/08).


     


    Kurusu Ambá – comunidade indígena que sofreu mais violências em 2007


    Ali uma comunidade de aproximadamente duzentas pessoas, teve duas de suas lideranças assassinadas – Julite, em 9/01/07, e Ortiz Lopes, em 8/07/07; seis feridos pelas milícias armadas e jagunços e quatro lideranças presas, em 8/01/07.


     


    As lideranças presas foram julgadas pela justiça local em tempo recorde e condenados a 17 anos de prisão, cada um. Não bastasse, decretaram prisão de mais uma liderança. Mentiras, falsas acusações, julgamentos a partir de interesses políticos e econômicos, armações, arbitrariedades, pressões, tudo isso contra uma comunidade jogada à beira da estrada, traumatizada pela violência, vivendo em situação de miséria e dependência.


     


    Apesar de estarem submetidos a uma verdadeira situação de genocídio, os Kaiowá Guarani encontram razões e forças para sua luta pela terra e pela vida. “Vamos vencer!” afirmou uma das lideranças.


     


    Fui com integrantes de entidades e movimentos sociais levar solidariedade à comunidade, neste final de janeiro. Vimos, ouvimos e sentimos de perto o sofrimento, a resistência e a esperança de uma comunidade indígena profundamente golpeada, mas que não perde a dignidade e a vontade de continuar a luta pelo seu sagrado chão. Fomos dizer a eles em alto e bom tom : “Vocês não estão sós! Muita gente no Mato Grosso do Sul, no Brasil e no mundo está do lado de vocês nessa luta por direitos”.


     


    Algumas dezenas de barracos plantados à beira da estrada, no município campeão de violências do país, abrigam a esperança de heróicos lutadores.


     


    Os novos títulos esperados


    Os Kaiowá Guarani estão dispostos a começar reverter essas tristes estatísticas referentes à violência com seu povo. E uma das expectativas maiores é a de que as suas terras comecem a ser identificadas e demarcadas durante esse ano. Já existem um compromisso assumido pelo governo federal neste sentido e a Comissão de Direitos Kaiowá Guarani, através das Aty Guasu (Assembléias) e outras mobilizações estará acompanhando esse processo. Quem sabe esse será o ano em que os povos indígenas poderão ter um outro título que não campeão de violências, mas de terras identificadas e demarcadas.


     


    Quiçá neste ano poderemos comemorar não só uma substancial diminuição das violências, mas uma efetiva caminhada rumo à reconstrução da autonomia dos Kaiowá Guarani, com recuperação da sua economia, principalmente na produção de alimentos. Para essa tarefa toda a sociedade, governos, aliados em todo o país e mundo estamos sendo convocados. O ano da virada!


     


    Egon D. Heck


    Cimi MS


    Campo Grande, 1º de fevereiro de 2008


     

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  • 01/02/2008

    Newsletter n. 801: Invaders threaten Bororo people who live in the Jarudore land again

    The Bororo people who live in the Jarudore land, in the municipality of Poxoréu in the state of Mato Grosso, have been worried because invaders of their lands have been threatening to destroy their village and attack children, adults and elderly people. The community expects the National Foundation for Indigenous People (Funai) to comply with its promise to hold a meeting with the Federal Police in the community to try and solve this problem.


     


    According to Maria Aparecida Toroekure, chief of the indigenous group, the invaders have been threatening them for 20 days already, but on Monday (January 28) they began to act more aggressively. Twenty of the 28 indigenous people who lived in the indigenous area left after these threats.


     


    Aparecida believes that threats like these are made because people believe that they can commit crimes against the Bororo people and get away with it. “They think they can kill a Bororo or set fire to a truck belonging to a Bororo and get away with it,” she stressed. She was referring to the murder of Elenilson Batare in March 2007 and to an incident involving her son-in-law in December 2006.


     


    The manager of the Support Center of the National Foundation for Indigenous People (Funai) in the city of Rondonópolis pledged to visit the area yesterday (January 30) with Federal Police (PF) officers. However, this meeting has not been held until today. According to Aparecida, Funai told her that the meeting might be held tomorrow (February 2). She fears that the authorities will not take any measures. “Before they set fire to the truck, we had reported these threats to Funai three times,” she said.


     


    The Jarudore land was demarcated in 1945 with 4,070 hectares, but it has been occupied by different invaders. In June 2006, Aparecida and other people from the Bororo community reoccupied part of the indigenous land with the aim of pressuring Funai and the court system to speed up the removal of invaders from it.


     


    Since then, they have been threatened and have suffered acts of aggression from some invaders. Aparecida stressed that she does not feel intimidated by this situation: “I will only leave this area after I am dead. This is a legally registered area. We have the right to live here.”


     


    Five people of the Bororo community from the Sangradouro village arrived there today (January 31) and will stay for some days with Aparecida and her family to support the indigenous community.


     


    ***


     


    Suffering health problems, the Maxakali people request doctors and sanitation projects


     


    Since early January 2008, the 65 families of the Maxakali people who live in the Verde village in the municipality of Ladainha, state of Minas Gerais, have been facing serious health problems due to the lack of sanitation facilities in the area. The community and organizations that support the Maxakali people will request a federal court to come up with solutions, because, among other problems, doctors are needed and there are virtually no sewage systems in the village.


     


    These families from the Maxakali people have been living in this area since January 2007, when the National Foundation for Indigenous People (Funai) bought the land to settle the indigenous group in it. There are water springs inside the indigenous area, but they are located up in the hills and there are no rivers flowing through the land to distribute this water. One of the main problems faced by them is their difficult access to water.


     


    Most families have no running water near them and the quality of the impounded water they use is not good. At the headquarters of the village, water is pumped from a well by an electric pump (in precarious conditions) to two tanks connected to a hose which should distribute it to the whole village, but this system is not operational so far.


     


    In January, almost the entire community became sick. People felt abdominal pains, were vomiting, had fever, were fainting, bleeding through the nose, and were feeling weak, among other symptoms. “At the village, everybody was just lying down, feeling exhausted. Not even the children had enough energy to play,” stressed the missionary Gilce Freire, from Cimi’s team in the region, who visited the indigenous area 10 days ago. According to a note issued by the National Health Foundation (Funasa) today (January 31), the indigenous people were affected by a virosis and they are already receiving medical treatment.


     


    On January 16, leaders of the Maxakali people and organizations that support the indigenous community met with the coordinator of the Special Indigenous Sanitary District (DSEI) in the city of Valadares to demand solutions to the situation. They requested the presence of a doctor in the area, because there are only two nurses working there, but they have not received any answer so far.


     


    The Maxakali indigenous community from the Verde Village, the Regional Mucuri Small Farmers’ Association, Cimi, and the Federal University of the Jequitinhonha Valley (Teófilo Otoni campus) will report the situation faced by the indigenous people to the Federal Prosecutor’s Office. Besides requesting the presence of a doctor, they have been stressing that Funasa should urgently implement sanitation projects in the area to avoid intestinal diseases and diseases caused by parasites, among other measures.


     


     


    Brasília, January 31, 2008.


    Cimi – Indianist Missionary Council


           www.cimi.org.br


     

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  • 01/02/2008

    “Il Mondo che ci circonda” n.º 801



















    SOMMARIO







     


    Invasori minacciano nuovamente gli indios Bororo dell’area indigena Jarudore nel MT


     


    Dovuto ai problemi sanitari, il popolo Maxakali chiede medici e investimenti


     


    I Bororo che vivono  nell’area indigena Jarudore, nel municipio di Poxoréu,


    nello stato del Mato Grosso, sono spaventati a causa delle minacce degli invasori che hanno promesso di distruggere il villaggio e attaccare bambini, adulti ed anziani. La comunitá aspetta che la Fundação Nacional do Índio (Funai) compia la promessa di realizzare una riunione con la Polizia Federale nel villaggio, per tentare di risolvere la situazione.


     


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    Per disiscriversi dalla mailing list inviate una mail a:


    [email protected]


     


     


    Dall’inizio di gennaio di quest’anno,


    le 65 famiglie Maxakali che vivono nel Villaggio Verde, nel municipio di Ladainha, nello stato di Minas Gerais, soffrono problemi di salute dovuto anche al fatto della mancanza di acqua


    potabile e fognature. La comunitá


    ed entitá che appoggiano il popolo Maxakali chiederanno alla magistratura che prenda provvedimenti per la soluzione del problema. Nel villaggio manca


    anche l’assistenza medica.



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  • 01/02/2008

    “Il Mondo che ci circonda” n.º 800

     


     

























    SOMMARIO







     


    Popoli Indigeni si preparano per costruire Stati Plurinazionali nell’America Latina


     


    La giovane india Mapuche, arrestata in Cile e in digiuno da 3 mesi e mezzo, corre rischio di vita


     


    I popoli indigeni lotteranno perché


     gli Stati latino americani diventino plurinazionali. Con questo impegno,


    i rappresentanti dei popoli indigeni di


    10 paesi dell’ Abya Yala (America) terminarono il seminario “Popoli


    Indigeni, Costituzioni e Stati Plurinazionali”, realizzato a La Paz,


    in Bolivia, nei giorni 15 e 17 di


    gennaio. Dal 18 al 19, hanno discusso


    a rispetto dell’impatto della proposta dell’integrazione dell’infrastruttura Regionale Sud Americana (IIRSA).


     


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    Nell’ultima settimana, é aumentato l’appoggio internazionale a Patrícia Troncoso, jgiovane india Mapuche


    che digiuna da 3 mesi e mezzo come segno di protesta contro la


    persecuzione politica che lei ed


    altri carcerati del popolo Mapuche soffrono in Cile. Il 15 di gennaio,


    Patrícia é stata ricoverata


    all’ospedale senza che la sua


    famiglia fosse avvisata. Il quadro


    clinico della leader Mapuche é gravíssimo, é in fin di vita.



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    IL MONDO CHE CI CIRCONDA Nº 800

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