• 12/08/2009

    Info-Brief 869: Indios protestieren gegen geplante Veränderungen im indigenen Gesundheitswesen

    Nach der Besetzung des Büros der Nationalen Gesundheitsstiftung (FUNASA) in Manaus haben rund 40 indigene Vertreter Karajá den Sondersanitätsbezirk (DSEI) in São Félix do Araguaia (MT) besetzt. Diese Aktionen sind ein Protest gegen die FUNASA, die landesweit Ausschreibungen für die Vergabe der indigenen Gesundheitsbetreuung durchführt. Bisher haben sich indigene Verbände um den Gesundheitsdienst vor Ort gekümmert und das soll geändert werden.


     


    Die Indios hoffen noch heute auf ein Gespräch mit den Koordinatoren der FUNASA, da es bisher keinen Dialog gab. Seit 2003 tragen indigene Verbände die Betreuung, aber wenn andere Einrichtungen die Arbeit übernehmen, könnte sich die gesundheitliche Situation der Indios verschlechtern. „Wenn die FUNASA andere Organisationen verpflichtet, befürchten wir, dass sie uns nicht versorgen, sondern nur das Geld kassieren, das sie dafür erhalten“, sagte der Vertreter João Werreria Karajá.


     


    Einem Gerücht zufolge, soll heute ein Mandat zur Reintegration von Besitz vollstreckt werden. „Wir sind friedlich hier, aber wenn wir von hier weg müssen, ohne dass unsere Forderungen gehört werden, kommen wir zurück, mit mehr Indios und anderen Absichten“, kündigen die Indios an. Derzeit trägt der Verband der Indigenen Völker Tapirapé (APOITE) die Verantwortung für den Gesundheitsdienst. Der Vertrag endet allerdings im Juli. Zuvor war der Verband Inymahandu der Karajá dafür zuständig.


     


    Manaus


    Seit 6. Juni 2009 haben mehr als 500 Indios von 13 Völkern aus allen Teilen von Amazonas ein Lager in Manaus aufgeschlagen und protestieren gegen die Mängel im indigenen Gesundheitswesen. In allen Gemeinden der Region erkranken Indios und sterben ohne entsprechende Behandlung beklagen die indigenen Vertreter. Es gibt keine Medikamente, keinen Treibstoff für die Fahrzeuge des Krankentransports und viele andere Mängel. Bei der Versammlung am 23. Juni 2009 in Brasília mit Vertretern der Indios, der FUNASA, der FUNAI und dem Sekretariat für Umwelt und nachhaltige Entwicklung von Amazonas wurde die Aufhebung der Besetzung vereinbart.


     


    Ein Teil der indigenen Forderungen wurden erfüllt. Die Indios wollten vor allem personelle Veränderungen. Ausgetauscht werden sollten der Regionale Koordinator der FUNASA, Pedro Paulo de Siqueira Coutinho, seine Stellvertreterin, Sílvia Evangelista Pimenta, sowie der Leiter des Sondersanitätsbezirks Manaus, Radamésio Velasques de Abreu. Laut Aussendung der FUNASA wurden die drei entlassen.


     


    Dekret


    Während die Indios protestieren wird die indigene Gesundheitsbehörde von der Regierung gestärkt, obwohl die Indios beim VI. Lager Terra Livre den Wechsel der FUNASA in das Sondersekretariat für Indigene Gesundheit forderten und Medien seit Monaten über Probleme des Organs berichten. Ein Beispiel ist das Dekret 6.878 vom 18.6.2009 mit dem das Dekret 4.727 vom 9.6.2003 geändert und ergänzt wurde, das die Ämter und Funktionen der FUNASA und andere Maßnahmen regelt. Durch das neue Dekret können Änderungen noch leichter vorgenommen werden.


     


    Roberto Liebgott, Vize-Präsident des CIMI, will zuständige Kontrollorgane einschalten, etwa „die Bundesstaatsanwaltschaft oder die Staatsanwaltschaft für Arbeit hinsichtlich der Untätigkeit und der Nachlässigkeit von Mitarbeitern und Einrichtungen deren Aufgabe es ist, für die Gesundheitsbetreuung zu sorgen“.


     


    Brasília, 25. Juni 2009


    CIMI – Indianermissionsrat

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  • 12/08/2009

    Info-Brief 868: VIII. Versammlung der Indigenen Völker der Region Guajará Mirim und Nova Mamoré fordert Änderungen im Gesundheitswesen

    Gesundheit war das Hauptthema der VIII. Versammlung der Indigenen Völker der Region Guajará Mirim und  Nova Mamoré (Rondônia) vom 15.-18. Juni 2009 mit 70 Delegierten aus 24 Aldeias.


     


    Diese Region hat mit mehr als 5.000 Indios die höchste indigene Bevölkerung von Rondônia. Sie leidet vor allem unter den Missständen im Gesundheitswesen. Schwierig ist die Lage zudem für die Gemeinschaften entlang der Flüsse, die mehr als 300 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt sind.


     


    „Die gesundheitliche Situation ist sehr schlimm. Es gibt keinen Transport, sodass viele in den Aldeias ohne Behandlung sterben“, sagte der Koordinator der Organisation Oro Wari, Milton Oro Nao. Das Geld, das für Gesundheitsbetreuung vorgesehen sei, müsste für die Betreuung verwendet werden. „Wir fordern einen Gesundheitsdistrikt in Guajará Mirim. Unser Budget geht immer in die Hauptstadt Porto Velho und nicht in die Aldeias, wie es sein sollte“, so der Vertreter. Ein Gesundheitsdistrikt in Guajará Mirim würde auch mehr finanzielle Transparenz mit sich bringen.


     


    Die größten Mängel im Gesundheitswesen in der Region: fehlende oder schlechte Ausbildung von Indigenen Gesundheitsbetreuern, fehlende Transportmittel für Personal und Kranke, fehlende Kommunikationsmedien, fehlende Medikamente, fehlende Ärzte. (Es steht nur ein Arzt im Ausmaß von 20 Stunden pro Woche zur Verfügung obwohl im Budget zwei Ärzte für 40 Wochenstunden vorgesehen sind.)


     


    Betreuung durch die FUNAI


     Seit 2006 fordert die indigene Bewegung, dass die lokale Administration der FUNAI verbessert wird. Neben einer mangelhaften Betreuung diskriminiere die FUNAI einzelne Aldeias und schüre dadurch Konflikte. Aus diesem Grund besetzten die Indios im Januar 2009 das Büro der FUNAI und forderten die Abberufung der Verantwortlichen.


     


    Die FUNAI in Brasília versprach die Nominierung eines Indios, der von den Indios gewählt wurde und erbat dafür eine Frist von 20 Tagen, die längst verstrichen ist.


     


    Mangelhaft ist auch das Bildungswesen in der Region. In den Aldeias gibt es keine Einrichtungen für eine mittlere Ausbildung. Die Schüler müssen alle in die Städte. Vor vier Jahren haben die indigenen Lehrer das Projekt  Açaí/Indigenes Magisterium abgeschlossen und warten nun auf eine Möglichkeit für den nächsten Bildungsweg.


     


    Die Delegierten vereinbarten, gemeinsam mit der Bevölkerung aller Aldeias der Region die Mobilisierung für ihre Anliegen und Forderungen zu verstärken.


     


    (Informationen von CIMI – Team  Guajará-Mirim-RO)


     


    Brasília, 18. Juni 2009


    CIMI – Indianermissionsrat

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  • 12/08/2009

    Info-Brief 867: Beziehung der indigenen Völker zu ihrem Land wichtig für klimatisches Gleichgewicht des Planeten

    Die Bedeutung der indigenen Gebiete und das traditionelle Wissen der Völker um das klimatische Gleichgewicht waren Thema des Internationalen Symposions Klimawandel und Soziale Gerechtigkeit vom 8. – 10. Juni in Brasília, an dem Wissenschaftler, Vertreter von Sozialen Bewegungen und vom Klimawandel Betroffene.


     


    Die Sichtweise der traditionellen Gemeinschaften hinsichtlich der Bewahrung des Planeten stand im Mittelpunkt des ersten Tages. Vertreter von Quilombolas, Fischer und Indios sprachen über die Beziehung zwischen ihrer Lebensweise und der ökologischen Nachhaltigkeit. „Unvorstellbar, ein Candomblé auf einer kahlen Fläche, ohne Bäume, Vögel, Wasser in der Umgebung. Für die Pflege unserer Tradition sind diese Elemente notwendig“, sagte Tata Ngunz’tala.


     


    Die Vertreterin der Koordination der Indigenen Organisation vom brasilianischen Amazonien (COIAB),  Valeria Paye vom Volk Katxuyana verwies auf die Bedeutung der indigenen Gebiete im Kontext der globalen Erderwärmung. Der Klimawandel sei bereits spürbar, vor allem für die Indios und andere traditionelle Gemeinschaften. Aber gerade diese Gruppen bemühen sich um eine Bewahrung der Umwelt. „Unsere Grußeltern haben uns gelehrt, das Leben aller zu respektieren, der Vögel, des Landes, … Unsere Territorien sind in Brasilien am besten bewahrt, umgeben von zerstörten Gebieten“, sagte Valeria.


     


    Der Schutz der Umwelt komme allen zugute, nicht nur den Indios. Die Gefährdung der Gebiete dieser Völker durch große Projekte der Infrastruktur, die zum Vorteil weniger sind, haben negative Auswirkungen für die Umwelt. „Die Regulierung des São Francisco (PE), die Wasserkraftwerke Belo Monte (PA), Santo Antônio und Jirau (RO) betreffen Indios, Flüsse und Tiere und nützen großen Unternehmen und Produzenten“, beklagte die indigene Vertreterin.


     


    Sie kritisierte auch die Verabschiedung einer Provisorischen Maßnahme über die Regulierung von Gebieten in Amazonien im Nationalkongress. „Der Kongress zeigt keinen Respekt gegenüber dem Planten. Es wird alles zerstört und das Klima verschlechtert sich für alle“.


     


    Für den Theologen Luiz Carlos Susin müssen andere Prioritäten festgelegt werden. „Warum darf das Land nicht den Indios gehören sondern nur einigen wenigen Fazendeiros? Warum steht die wirtschaftliche Bilanz immer an oberster Stelle ohne Rücksicht auf soziale Folgen?“ Ethisches Handeln sei auch hinsichtlich der Umwelt erforderlich, bekräftigten viele Teilnehmer.


     


    Überflutungen und Trockenheit in Brasilien 


    Der Professor von der Abteilung für atmosphärische Studien der Universität São Paulo, Tércio Ambrizzi, sprach über den Anstieg von Temperatur, Meeresspiegel und der Konzentration von Abgasen in Brasilien. „Wenn die Werte wie bisher ansteigen, werden die Auswirkungen vor allem für die Landwirtschaft spürbar. Zudem sind häufiger Überschwemmungen und Trockenperioden zu erwarten“. Im Norden und Nordosten sei das Desaster ganz offensichtlich und dennoch werden keine Maßnahmen ergriffen, kritisierte der Wissenschaftler.


     


    Die Teilnehmer erarbeiteten Handlungsvorschläge, um dem Klimawandel zu begegnen. Das Symposion wurde von der Brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB), vom deutschen Hilfswerk MISEREOR und anderen Organisationen unterstützt. Die CNBB werde die Diskussionen fortsetzen und Informationen über dieses Thema verbreiten, versicherte Dom Guilherme, Bischof der Diözese Ipameni (Goiás) und Mitglied der Bischöflichen Pastoralkommission Gerechtigkeit und Frieden.


     


    Organisationen übergeben Protestbrief an Botschafter von Peru


     


    Heute, 10. Juni 2009, Vertreter von pastoralen und sozialen Bewegungen übergaben an den Botschafter von Peru in Brasilien, Hugo de Zela, einen Protestbrief, in dem sie die Ermordung von mindestens 30 Indios in Bágua am 5. und 6. Juni 2009 verurteilen. Die Indios starben bei einem Zusammenstoß mit der Polizei, die den Protest der Indios gegen den Freien Handelsvertrag unterdrückte. Der Konflikt kostete mindestens 60 Menschen das Leben.


     


    Wochenlang übten die Indios Kritik am Vertrag für den Freien Handel, der von Peru und den USA unterzeichnet wurde, den der Vertrag erlaubt die Ausbeutung von natürlichen Ressourcen in indigenen Gebieten. Die Indios legten Einspruch hinsichtlich der Entscheidung der Regierung von Präsident Alan Garcia ein, da sie vor dem Vertragsabschluss nicht konsultiert wurden, wie die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation festlegt.


     


    Die Verfasser des Protestbriefes fordern, dass die Verantwortlichen für die Toten beim Zusammenstoß gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden und der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte der Organisation Amerikanischer Staaten entsprechende Maßnahmen ergreift.


     


    Der Botschafter bestätigte, dass die peruanische Regierung die Verantwortung für die Toten übernehme, aber es handelte sich um eine Auseinandersetzung mit vielen Opfern auf beiden Seiten. Laut Zela übermittelte ein peruanischer Vertreter am 9. Juni 2009 einen offiziellen Bericht an die Organisation Amerikanischer Staaten.


     


     


    Brasília, 10. Juni 2009


    CIMI – Indianermissionsrat

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  • 12/08/2009

    Info-Brief 866: Kazike Xukuru vor Aussage des Zeugen der Verteidigung verurteilt

    Kazike Xukuru vor Aussage des Zeugen der Verteidigung verurteilt


     


    Die Bundesjustiz in Pernambuco verurteilte den Kaziken Marcos Luidson vom Volk Xukuru zu zehn Jahren und vier Monaten Haft für einen Vorfall im Kontext eines Landkonfliktes im Gebiet Xukuru im Jahr 2003. Das Urteil wurde am 21.5.2009 gefällt, obwohl der Bundesabgeordnete Fernando Ferro (PT-PE) als Zeuge der Verteidigung von Marco erste heute, 28.5., in Brasília aussagte.


     


    Neben dem Kaziken wurden auch die Indios Paulo Ferreira Leite, Armando Bezerra Coelho, Rinaldo Feitosa Vieira und Ronaldo Jorge de Melo zu Strafen bis zu zehn Jahren und acht Monaten verurteilt. Weitere 26 Xukuru wurden bereits im Januar 2009 aufgrund der gleichen Straftat verurteilt. Die Anwälte der Indios legten gegen die Entscheidung beim Regionalen Bundesgericht der 5. Region in Recife Berufung ein. Bis zum Verfahren dieses Gerichts sind die Indios auf freiem Fuß. Weiter im Gefängnis ist Rinaldo Vieira, seit 2008 inhaftiert. Ohne jeglichen Beweis wird er beschuldigt, in einen Mord verwickelt gewesen zu sein.


     


    Marcos Xukuru war über das Urteil nicht überrascht. Er habe diese Entscheidung erwartet. Die Gemeinschaft werde demonstrieren, denn der Spruch betreffe nicht nur ihn und die Verurteilten sondern alle Xukuru. Sie sollen bestraft werden, indem man ihre Vertreter kriminalisiert, kritisierte Marcos.


     


    Derzeit läuft gegen mindestens 43 Xukuru ein Verfahren. Politisch und wirtschaftlich Mächtige in der Region versuchen durch die Kriminalisierung indigener Vertreter die Strukturen der Xukuru zu zerschlagen. Über diese Vorgangsweise wurde im März 2009 die Organisation der Amerikanischen Staaten informiert. 


     


    Zweifelhaftes Verfahren


    Am 7. Februar 2003 hat José Lourival Frazão (Louro Frazão), zwei indigene Jugendliche getötet: Josenilson José dos Santos (Nilsinho) und José Adenilson Barbosa da Silva (Nilson). Der Anschlag galt eigentlich dem Kaziken, Marcos Xukuru, der flüchten konnte. Bestürzt über das Verbrechen gingen die Xukuru gegen die Invasoren des indigenen Gebietes und ihre Verbündeten vor.


     


    Anthropologen und Vertreter von Menschenrechtsorganisationen stellten die Untersuchungen und das Gerichtsverfahren in Frage. Bei den Taterhebungen wurde Kazike Marcos als Angreifer und nicht als Opfer betrachtet. Unbeachtet blieben auch Hintergrund und Kontext des Attentates. Die Verteidiger kritisieren die Beschränkung des Rechts auf Verteidigung, das Strafmaß und Prozessführung. Das Urteil wurde vor der Anhörung von zwei wichtigen Zeugen verkündet. Die beiden, der Bundesabgeordnete, Fernando Ferro, und der stellvertretende Generalanwalt der Republik, Raquel Dodge, waren einen Tag nach dem Anschlag in der Aldeia und ihre Aussage wäre für die Verteidigung sehr wichtig gewesen.


     


    Unterstützung


    In einer Aussendung beklagte Dom Francisco Biasin, Bischof von Pesqueira, in dessen Diözesangebiet das indigene Gebiet liegt, die Verurteilung des Kaziken Xukuru, die Haft von Rinaldo Feitosa und die Kriminalisierung der Indios: „Wie ist es möglich, das Recht auf Verteidigung nicht einzuschränken, wenn ein Vertreter ohne vorherige Zeugenanhörung verurteilt wird? Wie ist es möglich, einen Beschuldigten ohne Beweise festzunehmen, lediglich mit dem Vorwand, es handle sich um eine „gefährliche“ Person? Die Kriminalisierung zerstöre laut Auffassung des Bischofs das Selbstbewusstsein des Volkes und schwäche den Einsatz der Xukuru


     


    Auch der Fraktionschef der PT in der Legislative von Pernambuco, Isaltino Nascimento, kritisierte das Urteil. Laut des Abgeordneten konnte Marcos aufgrund der Verletzungen infolge des Attentats am Konflikt im indigenen Gebiet nicht beteiligt gewesen sein.


     


    Am 5. Juni 2009 findet in Recife eine Demonstration gegen die Kriminalisierung  der Xukuru statt.


     


    Justiz räumt der Gemeinschaft Guarani Kaiowa 90 Tage ein, um im zurück gewonnenen Gebiet zu bleiben


     


    Gestern, 27.5.2009, hat die Präsidentin des Regionalen Bundesgerichts der 3. Region (TRF3), Marli Ferreira festgelegt, dass die 40 Familien Guarani Kaiowa 90 Tage in jenem Territorium bleiben können, dass sie in der Nähe der Gemeinde Rio Brilhante, Mato Grosso do Sul, zurück gewonnen haben. Während dieser Zeit soll die FUNAI erheben, ob es sich um traditionell indigenes Gebiet handelt.


     


    Vor mehr als einem Jahr haben die Indios eine Parzelle von 450 Hektar, die sie als ihr traditionelles Land betrachten, auf der Fazenda Santo Antônio da Nova Esperança zurück gewonnen. Im Dezember 2008 verfügte die Bundesjustiz von Dourados die Reintegration von Besitz. Gleichzeitig legte das TRF3 eine Frist von 120 Tagen fest, damit die FUNAI entsprechende Erhebungen vornimmt. Die Frist wurde nicht eingehalten und die Indios befürchteten jederzeit ihren Abzug.


     


    In der  gestern veröffentlichten Entscheidung unterstrich Marli Ferreira, dass die FUNAI das Gericht nicht überzeugen konnte, sich um eine Lösung der Frage bemüht zu haben. Im März 2009 wurde lediglich ein Anthropologe für die Erhebungen beauftragt. Laut Direktion der FUNAI haben Fazendeiros verhindert, dass Techniker der FUNAI die Arbeit im Gebiet aufnehmen. Auch die Verteilung von Lebensmittelkörben an die Familien wurde verhindert.


     


    Das Gericht legte fest, dass die Bundespolizei  den Mitarbeitern der FUNAI Schutz biete. Zudem muss die FUNAI alle 15 Tage einen Bericht über den Fortgang der Erhebungen vorlegen.


     


    Karawane der Solidarität


    Am 26. und 27. Mai verbrachten Vertreter  von Menschenrechtsorganisationen mit der Gemeinschaft von Laranjeira Nhanderu, um ihre Vertreibung zu verhindern. Die Gruppe konnte nicht bis in die Aldeia, denn Fazendeiros versperrten den Zugang. Aufgrund dieser Barrikade, die vor über einem Monat errichtet wurde, ist eine entsprechende gesundheitliche Betreuung der Indios nicht möglich. Ein 12-jähriges Kind starb in den letzten Tagen und die Kinder müssen täglich 3 Kilometer zurücklegen, um den Schulbus zu erreichen.


    Brasília, 28. Mai 2009


    CIMI – Indianermissionsrat

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  • 12/08/2009

    Info-Brief 865: Versammlung Xukuru thematisiert Verbrechen gegen Indios

    Mehr als 500 Personen nahmen vom 17.-20. Mai 2009 an der IX. Versammlung des Volkes Xukuru in der Aldeia Capim de Planta, Pernambuco teil, die das Thema hatte:


     


    „Die Organisation stärken, um den Verbrechen zu begegnen“. Gekommen waren Vertreter aus 23 Aldeias der Xukuru, Vertreter Truká, Kambiwá, Kapinawá, Pankararu von Pernambuco, Potiguara von Paraíba und Anacé von Ceará neben nichtindigenen Verbündeten von Universitäten, Forschungseinrichtungen und anderen Organisationen. „Beeindruckt haben mich die vielen Verbündeten, die sich gemeinsam mit den Indios um eine Lösung der Probleme der Xukuru und aller indigenen Völker in Brasilien bemühten“, sagte Eden Magalhães, Sekretär des Indianermissionsrates – CIMI, der am Treffen teilgenommen hat.


     


    Am ersten Tag der Versammlung gab es eine Podiumsdiskussion über den Einsatz der Gemeinschaft und die Kriminalisierung. Indios, Vertreter des CIMI und Anwälte gaben eine historische Zusammenfassung über die Verfolgungen und deren Ursachen. Der Rechtsreferent des CIMI, Paulo Machado Guimarães, unterstrich die Bedeutung der Artikulation der Völker: „Die Herausforderung ist, sich zu artikulieren um den Sieg zu garantieren. Wenn sie nicht gemeinsam vorgehen, wird es nicht gelingen, den Herausforderungen zu begegnen. Obwohl die Territorien demarkiert sind, gibt es weiter Probleme“. Dona Zenilda, Vertreterin Xukuru sprach über die Empfindungen ihres Volkes. Wir werden unsere Vorschläge mit Freuden diskutieren, denn die Unterstützung, die wir hier spüren hilft uns. Wir bleiben hartnäckig, wir werden von vielen ermutigt, weiter zu machen. Wir führen unseren Einsatz weiter, denn unsere Kinder und Jugendlichen müssen in diesem Land leben können und hier ihre Riten und Bräuche pflegen“, so die Vertreterin. „Wir haben niemandes Blut vergossen sondern unser Blut wurde vergossen. Wer sich einsetzt wird nicht mit verschränkten Armen sterben“.


     


    Nach diesen Bekundungen wurde in Gruppen das Thema Kriminalisierung im Kontext von Gesundheit, Bildung, Vertreter und Verbündete diskutiert. Jede Gruppe erarbeitete Vorschläge und plante Aktivitäten, die bereits ab Juni beginnen sollen, etwa das Forum zur Unterstützung der Indigenen Völker in Pernambuco, das öffentliche Debatten, Seminare, TV-Diskussionen organisieren wird, um über die Situation der Xukuru zu informieren.


     


    In einem gemeinsamen Brief brachten die Teilnehmer ihre Sorgen zum Ausdruck und unterstrichen die Bedeutung von Bündnissen. „Wir sind bestürzt und wollen ein Ende dieser Situation. Wir fordern, dass unser Volk in Frieden leben kann! Wir werden nicht länger schweigen. Wir verurteilen diese grausamen Machenschaften gegen unser Volk vor der Öffentlichkeit in Pernambuco, Brasilien und der Welt. Obwohl wir wissen, dass die Gegner unseres Volkes politische und wirtschaftliche Macht in unserem Land haben, fürchten wir uns nicht, denn wir sind nicht allein. Wir wissen um die Kraft durch Tamain und Tupã, wir erhalten Unterstützung durch unsere Verbündeten, die auch die teuflischen und grausamen Machenschaften gegen das Volk Xukuru kennen“, heißt es im Brief.


     


    Obwohl die Xukuru fast ihr ganzes traditionelles Gebiet in der Hand haben, werden sie weiter verfolgt und ihre Vertreter kriminalisiert, um den Einsatz des Volkes zu schwächen. Nach den Ermordungen von indigenen Vertretern leiden wir jetzt unter der Kriminalisierung. Derzeit laufen Verfahren gegen 43 Personen. Von ihnen wurden 26 verurteilt, zwei sind in Untersuchungshaft und die anderen warten auf den Beginn des Prozesses.


     


     


    Brasília, 20. Mai 2009


    CIMI – Indianermissionsrat

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  • 12/08/2009

    Audiência no Senado Federal debate repressão contra atingidos por barragens

    Acontece nesta quarta-feira (12), no Senado Federal, em Brasília, uma audiência pública para debater “o conflito entre as populações atingidas pela construção da Usina Hidrelétrica de Tucuruí e os órgãos federais responsáveis pelo gerenciamento da política energética, ambiental e fundiária”. A audiência foi agendada pela Comissão de Direitos Humanos e Legislação Participativa (CDH), diante de denúncias referentes à intensificação da repressão contra os trabalhadores e trabalhadoras que lutam para garantir seus direitos naquela região.


     


    Construída entre 1976 e 1984, a hidrelétrica, de acordo com a Eletronorte, é a principal geradora de energia do eixo Norte-Nordeste. No entanto, depois de 25 anos, inúmeros problemas sociais persistem, o que levou centenas de agricultores a protestarem em abril passado. A manifestação foi reprimida e 18 atingidos por barragens foram presos. Quatro destes permaneceram presos durante 44 dias, com a alegação de que eram as lideranças do grupo, o que reforça a denúncia de movimentos sociais de que as prisões foram de ordem política.


     


    Em julho de 2007 a Comissão Especial do Conselho de Defesa dos Direitos da Pessoa Humana (CDDPH), ligada ao Ministério da Justiça, visitou Tucuruí e constatou que na implementação da barragem foram violados onze direitos humanos, entre eles o direito à dignidade da pessoa humana, “na medida em que, no seu conjunto, as violações de direitos humanos ocorridas impossibilitaram a reestruturação da vida individual e coletiva, com graves impactos sobre a identidade, a estima e as perspectivas de futuro”, conforme consta no relatório.


     


    O próprio presidente Lula reconhece a dívida que o Estado brasileiro tem com os atingidos por barragens. “Durante muito tempo se construiu hidrelétricas, se prometia dar casas, e não veio as casas e não veio as terras”, admitiu o presidente, durante o lançamento do Plano Safra da Agricultura Familiar, em julho.


     


    Para debater o assunto, estão convidados para a Audiência Pública o ministro de Minas e Energia, Edison Lobão; o presidente do Instituto Nacional de Colonização e Reforma Agrária (Incra), Rolf Hackbart; o presidente da Eletronorte, Jorge Nassar Palmeira; o representante da colônia de Pescadores Z32 de Tucuruí, Oneido Monteiro de Carvalho; o representante do Sindicato dos Trabalhadores Rurais de Tucuruí, Antonio Wilson Alves de Moura e; o representante do Movimento dos Atingidos por Barragens (MAB), Rogério Hohn.


     


    Os atingidos por barragens e demais movimentos que estão participando do acampamento nacional da Via Campesina em Brasília, também irão participar da audiência.


     


    Serviço: Audiência Pública ocorre no dia12 de agosto, às 9 horas, no plenário nº 02


    da Ala Senador Nilo Coelho.

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  • 11/08/2009

    Mais de três mil camponeses ocupam Ministério da Fazenda para cobrar reforma agrária

    Mais de três mil trabalhadores rurais ocuparam, nesta terça-feira (11), o Ministério da Fazenda, na Esplanada dos Ministérios, em Brasília (DF). O objetivo é pressionar o governo Lula para liberar as verbas prometidas para a reforma agrária. Em outros 12 estados brasileiros, também aconteceram protestos pela mesma causa.

    Trabalhadores rurais de Belém (PA), Curitiba (PR), Cuiabá (MT), Fortaleza (CE), Salvador (BA) e Petrolina (PE) ocuparam sedes estaduais do Ministério da Fazenda e do Instituto Nacional de Colonização e Reforma Agrária (Incra).

    Segundo a integrante da direção nacional do Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra (MST), Marina dos Santos, a ocupação em Brasília continuará até que o governo se manifeste.

    “Nós entramos cerca de 9h da manhã, continuamos acampados dentro e fora do Ministério e pretendemos ficar aqui até que haja uma resolução por parte do governo federal de quando vai nos atender. A orientação é que os estados que estão mobilizados também permaneçam protestando e reivindicando a reforma agrária no Brasil até que nós tenhamos esse retorno.”

    O MST quer que, além do Ministério de Desenvolvimento Agrário, os ministérios da Fazenda, do Planejamento Econômico, a Casa Civil e o Incra resolvam, em conjunto, a questão. Os manifestantes exigem políticas efetivas como a liberação de R$    800 milhões para a reforma agrária.

    Parte das 90 mil famílias que esperam para ser assentadas este ano vive na beira de estradas. O governo Lula cumpriu menos de 30% da meta prometida, que consistia no assentamento de 550 mil famílias.

    De São Paulo, da Radioagência NP, Aline Scarso.


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  • 11/08/2009

    Dignidade na Estrada – por Egon Heck

    Valdirene pede para todos os marchantes estenderem a mão. “Esse é o nosso gesto de compromisso com esses nossos irmãos indígenas, que há pouco aqui se apresentaram. Eles estão aqui, conosco, talvez um tanto desfigurados, pela história de violência desses quinhentos anos. Eles eram milhões. Foram massacrados. Mas hoje estão aqui, a lutar a exigir seus direitos. E nós que somos lutadores de uma nova sociedade temos um compromisso muito grande com esses nossos irmãos indígenas. Principalmente porque nossa luta é comum pela terra. Mas eles mais do que ninguém tem direito a terem o quanto antes suas terras reconhecidas. E nisso nós temos que ser solidários com eles. Lutar e dar todo a apoio a eles”. Emocionada ela foi dizendo”somos todos índios, precisamos estar ao lado deles…” Fortes aplausos.Ela ainda lembrou dos muitos companheiros sem terra e lutadores da transformação da sociedade, que tombaram e que certamente estão dando força à marcha. Assim foi encerrada a noite cultural da marcha em Anhanduí.


     


    A apresentação antes da fala de encerramento foi dos Kaiowá Guarani. Apresentaram algumas danças rituais e foram entusiasticamente aplaudidos, tendo sido solicitado mais apresentações. Eles atenderam com mais uma dança. Foi um dos momentos fortes de entrosamento, de conhecimento, de valorização, de solidariedade e compromisso. Já na parte da manhã a questão indígena, e mais especificamente a demarcação de suas terras é um dos doze itens da pauta da Marcha da Terra no Mato Grosso do Sul.


     


    Às quatro da manhã hora de despertar. Uma noite fria tirou o sono de alguns. Porém o calor humano, pois mais de 300 pessoas estavam dormindo num grande barracão da Associação dos Trabalhadores, evitou que o frio fosse mais doído. A lua repartia com as estrelas o espaço celeste. Quanto a marcha partiu parecia uma grande procissão de fumantes. Todos soltavam o ar que tomava forma visível ao contato com o frio. Pontualmente às 5 horas deixamos Anhandui, para logo entrar novamente na BR 163. Grande agitação de caminhões e carros. Muitos camioneiros expressavam seu gesto de solidariedade à marcha através de longas buzinadas. São bom número de camioneiros que também se sentem igualmente explorados pelos sistema e seus patrões e que sonham com dias melhores, de justiça e liberdade. Uns, gentilmente reduzem a velocidade para não impactar os caminhantes. Porém tem outros, que com muito desdém, desaprovam a caminhada.


     


    No asfalto a marcha avança com muita dignidade. A grande maioria com chinelos de dedos nos pés, força, consciência e dignidade no coração e na mente. É gente humilde, talvez até muitos sejam privados de grandes conhecimentos escolares. Tem apenas a sabedoria da vida e da luta.  Mas estão aí com muita dignidade. “Não somos sem defeitos, e somos humanos e limitados como qualquer outra pessoa, porém o que temos é um grande sonho, uma forte razão para lutar e viver. Isso nos torna dignos, isso nos faz vibrar e lutar,” disse Valdirene na sua fala na noite anterior.


     


    Na mesma apresentação foi também lido um “manifesto Kaiowá Guarani em Marcha”. No documento expressam as razões de estarem marchando com outros companheiros(as) sem terra e quilombolas.



     


    Por que marchamos?


     


    Dia de descanso, pois muitos estavam “esgualepados”, mas principalmente momento de socializar a reflexão sobre a realidade atual e as razões da marcha. Foram debatidos os13 pontos que constam num folheto sobre a V Marcha Estadual – Terra Trabalho e Soberania. Os treze pontos pelos quais estamos marchando, são basicamente a questão da terra para os acampados sem terra, povos indígenas e quilombolas e política agrária que garanta condições dignas de vida ao agricultor familiar. Além disso são elencadas várias reivindicações concretas, que certamente serão razão de negociações com os órgãos públicos quando a marcha chegar em Campo Grande.


     


    Na reflexão sobre “A reforma agrária como saída para a crise” reforçam o entendimento de que “a reforma agrária é uma forma de combater a concentração da propriedade da terra nas mãos de poucos. Defendemos a distribuição da terra que é um bem de todos…” No texto é citado um dos grandes desafios e exemplos de enganação como a implantação da usina sucroalcooleira de Rio  Brilhante. Foram prometidos centenas de empregos, porém o trabalho é todo mecanizado, aumentando ainda mais o êxodo rural e a miséria nas periferias das cidades


     


    “A terra que é um bem da natureza e está diretamente ligada com a soberania de um país virou mercadoria, diversas empresas estrangeiras, como as usinas, estão se apropriando de imensas quantidades de terra para fazer especulação sem nenhum compromisso com o meio ambiente e o País…”


     


    A marcha, apesar dos pequenos problemas normais, e um certo baque físico pela distância já percorrida, continua, firme, animada e com muita disposição de chegar em Campo Grande e se unir aos demais marchantes, da região do pantanal e dos bairros.


     


    Egon Heck


    Cimi MS


    Do Km 443 da BR 163 – na marcha pela terra e pela vida

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  • 11/08/2009

    Os Tupinambá de Olivença reivindicam segurança para o povo durante demarcação de seu território


    A Comissão de Caciques do povo Tupinambá de Olivença, do sul da Bahia, está em Brasília para tratar da segurança do povo durante o processo de demarcação de sua terra. Hoje, 12 de agosto, pela manhã, eles participaram de Audiência Pública na Câmara dos Deputados sobre a demarcação de seu território.

     


    Segundo um dos caciques do povo, Ramon Souza Santos, depois da publicação do relatório de identificação da terra no dia 17 de abril de 2009, os Tupinambá passaram a sofrer todo tipo de ameaças e agressões das elites políticas e econômicas de sul da Bahia. Os cerca de 3 mil Tupinambá de Olivença vivem distribuídos pelos 47.376 hectares identificados.


     


    Os indígenas vieram a Brasília para pedir cumprimento do processo de demarcação e proteção à integridade física das lideranças do povo. “Antes de reivindicarmos nosso território, éramos bem aceitos pelas empresas e fazendas da região. Muitos índios até trabalham para as pessoas que não querem que nossa área seja demarcada. Depois do relatório, começaram a ameaçar e também a tentar comprar os parentes para dizer que não são Tupinambá. Dizem que vão tirar o emprego, que para a maioria das pessoas não tem nenhum direito trabalhista.”, explica o cacique Ramon Santos.


     


    Proteção contra violência


    Ontem (11/8), a Comissão de Caciques esteve em reunião com o Procurador Geral da Fundação Nacional do Índio (Funai), Antônio Salmeirão. Na oportunidade, as lideranças reivindicaram que a Funai dê melhor assistência jurídica para os povos da região de Ilhéus. Os Tupinambá destacaram que enfrentam graves problemas, como os processos relacionados às violências que o povo vem sofrendo, praticadas, principalmente, pela Polícia Federal.


     


    O Ministério da Justiça trocou, recentemente, o superintendente da PF em Salvador. Com isso, esperava-se que a ação da PF em relação aos indígenas melhorasse. No entanto, o delegado da PF de lhéus não foi substituído e por isso os indígenas continuam recebendo inúmeras intimações policiais, além de verem as violências policiais contra seus parentes permanecerem impunes.


     


    Na reunião, Salmeirão ressaltou que em outubro será instalada a Procuradoria Seccional Federal em Ilhéus. Com mais procuradores para lidar com a questão indígena na região, espera-se que o Estado garanta a assistência jurídica adequada.


     




    Na segunda-feira (10/8), os indígenas estiveram em reunião no Ministério Público Federal, com a Sub-procuradora geral da República Débora Duprat. Os Tupinambá pediram ao MPF ações para garantir a proteção do povo diante das ameaças contra os indígenas.


    Também participaram das reuniões a cacique Ilsa Rodrigues e o vice-cacique Reginaldo do povo Pataxó Hã Hã Hãe, do sul da Bahia, que expuseram as agressões que o povo sofre.

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  • 11/08/2009

    Conjuntura indigenista – Roberto Liebgott – Vice-presidente do Cimi

    Ao analisar a política indigenista do governo do presidente Lula, que vigora desde o início de seu primeiro mandato, impressiona a falta de conexão existente entre os órgãos federais responsáveis pelas ações e serviços prestados às populações indígenas. No entanto, esta desconexão deve ser entendida dentro de uma lógica de governo que estabelece um projeto claro para as elites econômicas e ações paliativas e assistencialistas para os demais segmentos sociais, dentre eles os povos indígenas.


     


    Ao fazer uma retrospectiva dos quase sete anos do governo Lula, a nossa memória logo retoma as expectativas que existiam entre os diversos segmentos sociais, em função das possíveis novidades positivas a partir da eleição de um cidadão comum, principalmente no tocante a estruturação de políticas públicas direcionadas para os mais pobres. Ou seja, haveria a reforma agrária, geração de empregos e renda, melhorias nas condições de educação, saúde, habitação e saneamento básico. E no que se referia aos povos indígenas o que mais se esperava era a estruturação de uma política que definitivamente assegurasse a demarcação e garantia de todas as terras, assistência diferenciada, incentivo às atividades produtivas e de preservação ao meio ambiente, recuperação das áreas degradadas e respeito à alteridade dos povos e culturas. Os 241 povos indígenas acreditaram que participariam efetivamente nas discussões, definições e elaboração das políticas a eles destinadas. É importante ressaltar que as expectativas não foram geradas por ingenuidade e/ou imaginação de que o governo seria bom, democrático e popular. Ao longo de décadas se construiu as bases para o governo que se iniciava, bem como tinham sido firmados compromissos com os segmentos mais pobres, pois as prioridades seriam as suas necessidades e demandas.


     


    Passados alguns meses do novo governo se percebeu que: aos setores excluídos, estava sendo destinado o programa Fome Zero, uma extensão dos programas de combate à fome de iniciativas populistas do presidente anterior; aos movimentos de luta se destinariam apoios pontuais, através de convênios e financiamentos para eventos, congressos, seminários e até algumas mobilizações; aos povos indígenas houve a promessa de que seria criado um Conselho Nacional de Política Indigenista, que teria a incumbência de pensar a nova política a ser adotada no Brasil (indigenistas e o movimento dos povos indígenas empenharam-se para que essa proposta se concretizasse); aos setores da macroeconomia e da política houve a destinação de volumosas cifras orçamentárias para fortalecer o agronegócio, os canavieiros e usineiros, os plantadores de eucalipto e empresas de celulose, os plantadores de soja (e para estes também houve a liberação dos produtos transgênicos), as empresas que exploram a energia elétrica.  E ainda, o governo Lula ampliou a participação privada na maior e mais importante empresa dos brasileiros – a Petrobrás.


     


    Portanto, o governo que os mais pobres e humildes desejaram se tornou meramente assistencialista, promoveu a desmobilização dos movimentos sociais, cooptou o sindicalismo, se tornou negligente no que tange aos povos indígenas. Na outra ponta, estruturou uma política predominantemente voltada ao mercado capitalista, tornando-se o maior e mais importante financiador dos empreendimentos transnacionais que exploram todas as nossas riquezas. E tudo feito com muito marketing pelos grandes meios de comunicação, que, em troca, ganham boas e vantajosas concessões e apoios financeiros, bem como, com o entrelaçamento dos três poderes da República – Executivo, Legislativo e Judiciário. Aliado ao grande mercado, promovido pela mídia e protegido pelos poderes republicanos o atual governo se mantém com grandes índices de popularidade entre os mais pobres, embora governe desconectado dos compromissos que havia estabelecido com aqueles sujeitos que tornaram possível a construção de um partido forte, como era o PT, e que possibilitou a eleição de Lula.


     


    Pode-se afirmar com muita tranqüilidade que o atual governo é ambíguo no que se refere às políticas aos setores menos favorecidos e de grandes convicções para os grandes grupos da economia e da política, a quem são destinados favores, concessões e planejamento estratégico para os investimentos. O exemplo evidente dessa lógica pode ser vislumbrado através do Plano de Aceleração do Crescimento (PAC).


     


    O presidente Lula estabeleceu um divisor entre ação governamental planejada, que está direcionada para as elites, e políticas compensatórias de governo – voltadas aos pobres e aos setores e movimentos sociais com capacidade de mobilização popular. Se de um lado, existem integração e coordenação das políticas, do outro há ações pontuais e paliativas exercidas sem conexão. E neste contexto se insere a política indigenista desde 2003.


     


    Conselho Nacional de Política Indigenista: o governo deveria, depois de discutir com o movimento indígena e as entidades indigenistas, propor ao Congresso Nacional um projeto de lei criando e regulando o referido Conselho, que deveria ter caráter deliberativo no que tange as políticas a serem desenvolvidas para as populações indígenas. A proposta das entidades e indígenas caiu no vazio por mais de quatro anos. Somente em 2007, depois de inúmeras mobilizações dos povos indígenas, de modo especial dos Acampamentos Terra Livre, foi criada uma Comissão Nacional de Política (CNPI), de cunho meramente consultivo e sem poder de deliberação. Um ano depois de ter sido criada, os membros da CNPI apresentaram uma proposta de lei ao governo propondo a criação do Conselho. O projeto tramita desde então no Congresso Nacional.  A CNPI conseguiu ao longo destes mais de dois anos discutir temas relativos às demarcações de terras, políticas de assistência, de meio ambiente e desenvolveu um estudo sobre as propostas de Estatuto dos Povos Indígenas que tramitam no Congresso Nacional desde 1991. Depois dos estudos, a CNPI propôs um projeto substitutivo para ser discutido pelos parlamentares. A nova versão de Estatuto foi apresentada ao ministro da Justiça, Tarso Genro, que o encaminhou à Câmara dos Deputados.


     


    Fundação Nacional do Índio (Funai): órgão do governo brasileiro, vinculado ao Ministério da Justiça e responsável pela execução da política indigenista oficial. A Funai tem, enquanto atribuição definida, a responsabilidade pelas questões fundiárias relativas aos povos indígenas. A ela compete demarcar as terras, fiscalizá-las, protegê-las. A Fundação possui uma sede em Brasília e em praticamente todas as regiões é representado por Administrações Regionais e conta com servidores, na maioria dos casos, de carreira (concursados), para o desenvolvimento das ações nas comunidades indígenas. Fazem parte também desta estrutura alguns postos do órgão situados em aldeias ou em alguns centros urbanos. Vale destacar que, apesar de sua grande estrutura física, o órgão é carente de agentes capacitados para trabalhar com os povos indígenas, pois a concepção indigenista que norteia as ações é desatualizada e tem suas raízes na política de integração e na idéia de que os índios são incapazes. A maioria dos servidores da Funai estão próximos da aposentadoria, além disso, os pouquíssimos concursos públicos abertos nos últimos anos não conseguiram efetivar a renovação e ampliação do quadro de profissionais. No que tange aos recursos orçamentários, que deveriam ser aplicados na demarcação de terras, estes estão sendo diminuídos a cada ano e, mesmo assim, são mal aplicados por falta de planejamento, por omissão e negligência. O órgão, que deveria articular e coordenar as ações no âmbito da política indigenista, é uma espécie de corpo estranho dentro da estrutura de governo. Ou seja, quando há vontade e interesse em agir para assegurar os direitos indígenas os servidores sofrem pressões oriundas do próprio governo, a fim de que não cumpram suas obrigações e quando há determinação em cumpri-las sofrem pressões externas, dos setores antiindígenas. Exemplos disso são as manifestações políticas de representantes de grupos econômicos em Mato Grosso do Sul, Santa Catarina, Rio Grande do Sul e outros estados onde existem decisões da Funai em proceder a demarcação das terras indígenas.


     


    Políticas de assistência: no que se refere às políticas destinadas aos povos indígenas, de modo especial em saúde, educação, atividades produtivas, foi instalada uma grande confusão. As ações e serviços nestas áreas há muitos anos estão pulverizadas dentro dos ministérios da Saúde e da Educação. Existem ainda outras ações dispersas de responsabilidade dos ministérios do Meio Ambiente, da Cultura e do Desenvolvimento Agrário.


     


    Para piorar este quadro de desarticulação das políticas públicas voltadas para os povos indígenas, existe ainda a ingerência, sempre direta, da Casa Civil da Presidência da República, atuando junto a Funai e ministérios para que os direitos indígenas não sejam entraves aos projetos de crescimento, especialmente aqueles previstos no PAC.


     


    Em meio a tudo isto, localiza-se a CNPI, que tenta acompanhar o que acontece no seu entorno. No entanto, seus membros tomam conhecimento das decisões de ministérios ou de representantes dos órgãos da administração pública quase sempre tardiamente, ou seja, depois de sua implantação.  A CNPI se constitui numa espécie de bombeiro que tenta apagar os estragos deixados pela falta de coordenação das políticas destinadas aos povos indígenas.


     


    Assistência à Saúde Indígena: residem nesta política as mais graves e profundas contradições. Ainda na gestão do presidente Fernando Henrique Cardoso, a política de saúde foi transformada em espaço de negociações com partidos políticos, de modo especial com o PMDB de José Sarney e Renan Calheiros, que na época era base de sustentação do PSDB. Também no período começou a ser implantado o modelo de assistência à saúde baseado na terceirização dos serviços prestados aos povos indígenas. Os convênios eram estabelecidos entre a Fundação Nacional de Saúde (Funasa) com ONGs ou prefeituras. As Coordenações Regionais da Funasa (Core) foram transformadas no núcleo importante do modelo e, dessa forma, em espaços das barganhas com o PMDB. Esta relação perdurou até o ano de 2008 quando, por pressão do movimento indígena, em função da intervenção do Ministério Público do Trabalho e de decisão da Justiça, o modelo de assistência (conforme está estabelecido na lei Arouca e pelas deliberações das Conferências de Saúde Indígena) passou a ser discutido com um pouco de seriedade pelo governo. O novo modelo prevê a criação do Subsistema de Atenção a Saúde Indígena, tendo por base os Distritos Sanitários (DSEIs) e sendo a gestão feita  por uma Secretaria Especial de Saúde Indígena, vinculada ao Ministério da Saúde. Portanto, a Funasa não teria mais atribuições nesta área da assistência. No entanto, enquanto se estabelecia este processo de discussão, funcionários da Funasa, de modo especial àqueles vinculados a saúde indígena, criavam obstáculos de toda ordem e propagavam entre as comunidades indígenas de que nada mudaria na política. Foram adotadas decisões, através de portarias ministeriais, que eram contraditórias, pois algumas determinavam ações no sentido de estruturar o novo modelo e outras fortaleciam a própria Funasa. Vale destacar que durante um longo período a Funasa foi alvo de denúncias por malversação de recursos públicos e por corrupção. O Tribunal de Contas da União realizou uma auditoria em função das referidas denúncias e constatou graves distorções no que tange ao uso dos bens e recursos e na prestação dos serviços.


     


    Educação Escolar Indígena: esta é outra, dentre as políticas, onde se vislumbram muitas contradições. A gestão é de responsabilidade do Ministério da Educação (MEC), que repassa recursos e as atribuições pela educação escolar aos Estados, e estes podem transferi-las aos municípios. Atualmente estão sendo organizada a Conferência de Educação Indígena, que deveria passar por etapas locais (nas aldeias) estaduais e regionais e, posteriormente, suas deliberações submetidas à Conferência Nacional. No entanto, tudo não passa de uma ação pró-forma, ou seja, o Ministério da Educação definiu, mesmo antes de anunciar as conferências, que modelo de política vai adotar. A proposta já foi inclusive oficializada por meio do Decreto nº. 6861, de 27 de maio de 2009. O referido decreto cria os chamados Territórios Etnoeducacionais. Portanto, o MEC está gastando recursos públicos par reunir indígenas, apoiadores, representantes de governos estaduais, municipais para discutir e propor um modelo de política de educação, enquanto seus especialistas já determinaram qual será o modelo de política educacional. Enquanto isso ocorria, a CNPI discutia no projeto de lei de Estatuto dos Povos Indígenas a regulamentação para a educação escolar indígena e que é distinta da definida pelo MEC.


     


    Atividades Produtivas: esta política é inteiramente desconectada da realidade das terras indígenas porque não há uma definição de como trabalhar com as demandas de auto-sustentabilidade dos povos indígenas. A rigor algumas atividades produtivas são apoiadas através de pequenos projetos financeiros. Estes são normalmente direcionados para plantios de frutas, hortaliças, ou criação de animais, como peixes, porcos, galinha, bois e vacas. Existe também indefinição de quem é o ente da federação responsável por esta área. A atribuição seria do Ministério do Desenvolvimento Agrário, no entanto, a Funasa tem atribuições nesta área. A Funai desenvolve algumas atividades e outras são realizadas pela Embrapa e as secretarias estaduais ou estruturas governamentais como a Emater no RS. Mas, os problemas alimentares são tratados de maneira mais constante apenas em encontros promovidos pelo Conselho de Segurança Alimentar (Consea), que, por sua vez, apresenta como alternativa a distribuição de cestas básicas. Ou seja, a busca de soluções para os problemas, que deveriam ser discutidas e buscadas a partir de políticas governamentais integradas, não ocorrem de maneira efetiva, quando muito as questões são tratadas e debatidas por causa da boa vontade de pessoas que atuam na máquina governamental e/ou que são provocadas pelas entidades e os próprios indígenas.


     


    Demarcação das terras: certamente, dentre os temas em análise, este é o que mais causa impacto e onde se desvela toda a inércia do governo. Também se percebe sua opção política de descumprimento dos deveres constitucionais para, exclusivamente, beneficiar setores da economia que se apropriaram ou que se apropriam das terras indígenas, a fim de explorá-las. Os povos indígenas têm o direito constitucional à demarcação de suas terras. Compete a Funai, órgão vinculado ao Ministério da Justiça, proceder administrativamente os estudos antropológicos, arqueológicos, históricos, ambiental entre outros para a identificação e delimitação das terras. Ao ministro da Justiça cabe a análise dos estudos e se houver o entendimento de que foram cumpridas as normas constitucionais e administrativas (Decreto 1775/96 e Portaria 14/96). Se concluir que a terra em discussão é de ocupação indígena o ministro deve se manifestar por meio de uma portaria declaratória, confirmando os limites da terra. Depois disso, o presidente da República deve confirmar em definitivo a demarcação através de decreto homologatório. E por último, caberá a Funai proceder o registro da área no Departamento de Patrimônio da União.


     


    Como se vê, uma demarcação de terra passa por um longo e árduo percurso onde acontecem inúmeras intervenções de pessoas, grupos políticos, segmentos econômicos que não concordam com os direitos indígenas e que têm interesses sobre as terras e os recursos naturais nelas existentes. Estes costumam questionar o governo, pressionar a Funai e exercem todo o tipo de lobby contra as demarcações. Acionam, quando esgotadas as suas pretensões no âmbito do poder Executivo, o poder Judiciário, onde são arrastados, por dezenas de anos, processos contra os direitos dos povos indígenas à posse das terras constitucionalmente asseguradas. Quando o intento de inviabilizar a demarcação de uma terra não é atingido, alguns segmentos apelam para a violência, atacam lideranças, promovem invasão de terras e as depredam. Geralmente nestas ações as vítimas, que são as comunidades e povos, tornam-se réus, e são perseguidas duplamente, pelos invasores e pela justiça que mandam a polícia prender e, não raras vezes, torturar, como ocorreu em Mato Grosso do Sul, Pernambuco e na Bahia. E neste aspecto reside uma outra grave contradição, as polícias que normalmente deveriam estar subordinadas a um comando (estadual no caso da militar e civil e do Ministro da Justiça no caso da Federal) agem violentamente e os comandantes alegam que não sabiam. Estes comandos, e ressalto aqui de modo mais enfático, o federal, não tem força alguma, ou não quer ter. Isso se comprova em diversas ações desproporcionais, com práticas de tortura por agentes federais contra o povo Tupinambá na Bahia em 2008 e 2009, no Espírito Santo no ano de 2007, ou perseguição e criminalização de lideranças como ocorre em Pernambuco contra o Povo Xukuru.


     


    Congresso Nacional: no parlamento brasileiro são inúmeras as proposições legislativas que visam modificar ou paralisar, ainda mais, o reconhecimento das terras indígenas. Alguns parlamentares chegam até a propor projetos de decreto legislativos que sustam demarcações já realizadas. Tal é o grau de rejeição aos direitos indígenas, que nem mesmo os trabalhos de levantamento fundiário e avaliação de benfeitorias das ocupações de terceiros escapam da sanha antiindígena.


     


    Programa de Aceleração do Crescimento: o PAC foi estruturado para atender interesses de setores da agroindústria, dos agro-combustíveis; de setores que pretendem explorar a energia hidráulica (hidrelétricas); do latifúndio da soja, da cana, do gado; da indústria de celulose, como Aracruz e Votorantim; dos grandes bancos como Bradesco, Itaú, HSBC, os que mais lucram no país. Expandir investimentos, assegurar infra-estrutura para acelerar o crescimento tornou-se quase uma “lei universal” e, para tanto, não são questionados os caminhos e nem mesmo os impactos sociais, ambientais, econômicos e políticos que estas ações irão provocar.


     


    Dentro da lógica desenvolvimentista, além de incentivar as empresas que praticam o plantio em larga escala de eucalipto, pinos e cana-de-açúcar – promovendo um verdadeiro “deserto verde” – o governo oficializou a privatização das florestas na Amazônia, entregando-as para a exploração de grandes madeireiras. As empresas que têm obtido esse privilégio ganham o direito de explorar essas áreas por 40 anos.


     


    Nestas florestas “privatizadas” habitam diversos povos indígenas, alguns deles vivendo em situação de isolamento, devendo, portanto, ser protegidos pelo governo. Suas vidas são inegavelmente ameaçadas pelo avanço descomunal da exploração madeireira e por ação do Ministério do Meio Ambiente que concede licença para construção de grandes hidrelétricas (Belo Monte, Santo Antônio, Jirau…), que inundarão e devastarão as terras, as florestas, as vidas humanas e dos animais que dependem destes espaços da natureza para sobreviverem. As licenças favorecem também a implementação do PAC, de diversas obras de asfaltamento e duplicação de estradas na Amazônia, algumas destas também ameaçando indígenas isolados ou de pouco contato. O PAC tem, portanto, uma incidência direta sobre as terras indígenas causando impactos ambientais muitos deles irreversíveis e torna o governo refém dos grupos econômicos que o impedem de cumprir as determinações constitucionais de demarcar as terras, porque sobre elas existe a cobiça exploratória.


     


    A desconexão que existe no âmbito da política indigenista serve para conectar as demais políticas, as anunciadas como de “desenvolvimento” e que têm objetivos bem definidos, organizados e estruturados. Aos povos indígenas, a ponta mais fraca nas relações econômicas estabelecidas pelo Estado brasileiro, compete resistir lutando com a Constituição Federal nas mãos e exigir que os poderes constituídos não a deturpem com falsas interpretações.


     


    Porto Alegre (RS), 11 de agosto de 2009.


     


    Roberto Antonio Liebgott


    Vice-Presidente do Cimi

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