• 06/10/2008

    Info-brief 835 – Eros Grau stimmt für Nichtigkeit der Besitztitel von Gebieten der Pataxó Hã Hã Hãe

    Gestern 24.9., begann am Obersten Gericht der Prozess, bei dem über die Nichtigkeit von Besitztitel über das indigene Gebiet Caramuru-Catarina Paraguassu vom Volk Pataxó Hã Hã Hãe im Süden von Bahia verhandelt wird. Seit 26 Jahren waren die Indios auf eine Entscheidung. Der Bericht erstattende Minister des Prozesses, Eros Grau, hat das indigene Recht auf Land anerkannt und die Titel als nichtig erklärt. Nach dieser Stimmabgabe beantragte Minister Carlos Alberto Menezes Direito die Vorlage der Dokumente, um den Abschluss des Verfahrens zu beschleunigen.


    Rund 200 Indios haben in Brasília das Verfahren verfolgt und sie sind mit dem Teilergebnis zufrieden: „Man ist auf alles vorbereitet. Gut, dass der Prozess jetzt endlich beginnt, denn für uns waren es 26 Jahre voll Leid. Die Ältesten sind beruhigt und zuversichtlich, dass wir unser Land zurückbekommen.  Wir sind voll Vertrauen, denn die erste Abstimmung war sehr gut“, sagte die Kazikin Ilza Rodrigues.


    Die indigenen Vertreter Pataxó Hã Hã Hãe baten die FUNAI um mehr Polizeiaufsicht in der Region zum Schutz vor möglichen Angriffen. Seit der Ansiedlung der Gemeinschaft in den 1920er Jahren gibt es ständig Aggressionen gegen die Indios. Im Jahr 1937 hat der Indianerschutzdienst – SPI das Gebiet mit einer Fläche von 54.105 Hektar abgegrenzt und Teile des Territoriums zwischen den 1940er und 1950er Jahren verpachtet. In dieser Zeit wurden viele indigene Familien gewaltsam vertreiben und Indios ermordet.


    Zwischen 1976 und 1980 haben die Regierungen von Bahia behauptet, es gebe keine Indios im Gebiet und vergaben Besitztitel an Fazendeiros. Trotz der Verfolgungen sind einige Familien geblieben und organisierten 1982 die Rückgewinnung des traditionellen Gebietes. Im gleichen Jahr beantragte die FUNAI auch das Verfahren zur Erklärung der Nichtigkeit der Besitztitel.


    Gewalt und Widerstand


    Minister Eros Grau bestätigte, dass „es keine gültigen Besitztitel für das indigene Gebiet gibt“. Es wurden keine Titel vor 1967 vergeben und laut damaliger Verfassung gehören „von Indios besetzte Gebiete“ dem Bund und können durch den Bundesstaat Bahia nicht an Dritte vergeben werden. Eros Graus verwies auf die Gutachten und Erhebungen, die eine indigene Präsenz im Gebiet im Jahr 1967 bestätigen. Auch durch die gewaltsame Vertreibung der Indios, wie im Fall der Pataxó habe das Gebiet den Charakter traditionell nicht eingebüßt.


    Vor der Stimmabgabe von Minister Eros Graus empfahl der Generalanwalt der Republik, Antônio Fernando Souza, die Nichtigkeit der Besitztitel. Seiner Auffassung nach sei der Fall der Pataxó Hã Hã Hãe nicht mit dem Fall des indigenen Gebiets Raposa Serra do Sol (Roraima) zu vergleichen, weil der am 27.8.2008 eröffnete Prozess hinsichtlich Raposa Serra do Sol Größe, Örtlichkeit und Gültigkeit des Verfahrens der Demarkierung behandle.


    Der Bundesstaat Bahia wird von Anwalt Antonio José Teles, die Besetzer des Gebietes durch den Anwalt und ehemaligen Minister des Wahlgerichts vertreten. Ihrer Aussage zufolge haben das Landwirtschaftsministerium und der SPI 1961 bestätigt, dass es in der Region keine Indios gebe.


    Der Anwalt der FUNAI, Antônio Salmeirão, und der Generalanwalt des Bundes, Antônio Toffoli, vertreten die FUNAI, die den Prozess beantragt hat. Salmeirão erinnerte, dass der Bundesstaat Bahia die indigene Anwesenheit im umstrittenen Gebiet anerkannt hat, das Territorium auf der Grundlage bundesstaatlicher Gesetze demarkiert und viele Indios vertrieben wurden, wenn sie wirtschaftlichen Interessen im Wege standen. Laut Toffoli sei der Fall einfach: die vier Gutachten bestätigen das Gebiet als traditionell und darum seien die Besitztitel nicht zu beachten. Zudem haben an die 30 Prozent der Landwirte das Gebiet bereits verlassen, nachdem sie entschädigt wurden.


    Die Gemeinschaft Pataxó Hã Hã Hãe tritt neben der FUNAI im Prozess auf. Sie wird von Rechtsreferenten des CIMI, Paulo Machado Guimarães, vertreten, der den Fall seit 1982 begleitet. Er legte Beweise für die ständige indigene Anwesenheit seit der Besiedlung vor. Den indigenen Vertreter Samado Santos, der allen Verfolgungen zum Trotz im Gebiet geblieben ist, bezeichnete Guimarães als Held des Volkes und er drängte auf eine schnelle Korrektur der „rechtlichen ungerechten“ Vergabe der Besitztitel. „Die Pataxó Hã Hã Hãe sind da und sie sind wie andere Völker stolz auf den pluriethnischen Staat“, sagte Guimarães.


    Für Minister Direito sind die aufgeworfenen Fragen nicht einfach. Wie im Fall von Raposa Serra do Sol beantragte er eine Aktenvorlage. „Meinem Verständnis nach gibt es eine Verbindung zwischen den zwei Fällen, die etwas gemeinsam haben, unabhängig von der Frage der Besitztitel“, so Direito.


    Es gibt keinen Termin für die Fortsetzung des Prozesses. „Wir hoffen, dass es bald sein wird, denn wir warten schon sehr lange auf unser Gebiet“, sagte Kazikin Ilza.


     


    Brasília, 25. September 2008


    Cimi – Indianermissionsrat

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  • 06/10/2008

    Newsletter nº. 836: Guarani Kaiowá protest against lies and discrimination



    • Guarani Kaiowá protest against lies and discrimination

    • Preparations of new Indigenous People Statute started

     


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    Guarani Kaiowá protest against lies and discrimination


     


    Saturday, September 27, 500 members of the Guarani Kaiowá people demonstrated in the centre of Dourados (Mato Grosso do Sul) to clarify to the population that they only reivindicate their traditional lands, as guaranteed by the Brazilian Constitution. Politicians and large landowners fomented an intense media campaign against the demarcation of in indigenous lands in the region.


     


    In July, after many years of indigenous revindication, the National Foundation on Indigenous Matters (Funai) installed the anthropological taskforces that will identify the so-called tekohá (traditional land) of the Guarani Kaiowá.


    These studies will take place in 26 municipalities. This is used by anti-indigenous sectors in Mato Grosso do Sul to argue that the whole region will be designated as indigenous land (12 million hectares, or 1/3 of the entire state territory). As a result of this disinformation, the bias against the indigenous in the region is increasing.


     


    “Demarcation Yes, Violence No!”, states the Guarani Leoson Mariano. ‘We are Brazilians as well. We don’t want to steal all the land, as the newspapers claim. We only want our rights, only what the Constitution grants us.” Chief Getúlio de Oliveira, of the indigenous land of Dourados equally denied the newspaper claims: “If we were to take our original territory, it would reach all over Argentina, Paraguay, Bolivia and other Brazilian states. That’s not what we ask for. We only want some of the land our ancestors lived at. We are not going to occupy Mato Grosso do Sul!”


     


    First protest


    It was the first time that indigenous mobilized in such numbers in favour of the demarcation and to inform the population in Dourados. Guarani Kaiowa of various indigenous villas participated, coming from Dourados, Campo Grande, Iguatemi e Douradina. Students of the Universidade Federal da Grande Dourados (UFGD) and of the Universidade Estadual do Mato Grosso do Sul (UEMS) joined the march, as well as members of the civil society.


     


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    Preparations of new Indigenous Peoples Statute started


     


    September 23rd thru 25th, the first regional encounters that will elaborate the outlines for the New Indigenous Peoples Statute took place. In Imperatriz (state of Maranhão) and Recife (Pernambuco), about 200 indigenous made suggestions for the new law. There will be another 8 meetings till December, involving a thousand Indians. 


     


    The current Statute, law n.6001, was approved of in 1973. In the beginning of the ’90ies the discussions on a new statute started, but without any results. The only proposal that came forward has been lingering in the federal parliament since ’94.


     


    Indigenous of all over the country demand that their proposals be discussed by parliament. “We need a new Statute, because the current one does not deal with our reality anymore,” says Sonia Silva, who represents the Guajajara people and other indigenous people of the state of Maranhão. “With our participation, the Statute will articulate our thinking and our way of living. Some of us may have difficulty to prepare our proposals, but we all know how to talk about our problems and we know how to say what we want and what we don’t want.”


     


    Recife: against violence
    The meeting in Recife gathered 100 indigenous from Pernambuco, Alagoas and Sergipe and people from the Ministry of Justice. Among the issues debated were: the specific indigenous education and water (energy) resources on indigenous land. The indigenous demanded that communities affected by water works be guaranteed consultation rights.


     


    After the meeting, the participants protested the Torture never Again monument against violence. They reminded the murder of Mozeni Truká, killed a month earlier at August 23. It was also a protest against the criminalization of indigenous leaders of the Northeast. They were received by the Secretary of Human Rights and the Vice-Secretary of State Security of the state.


     


    Maranhão: against logging


    In Imperatriz 100 Indians from the states of Maranhão, Tocantins and Goiás gathered. The exploration of natural resources was extensively discussed. They demanded that affected communities be consulted and involved in the preparatory phase of possible exploration. However, they affirmed to reject the exploration of timber and non-renewable resources, including minerals. “The law must be more severe with timber companies”, affirmed Sônia Guajajara, of the Coapima organisation. Other resources might be explored when working on a sustainability plan. 


     


     


    Brasília, September 25, 2008


    Source: Cimi – Conselho Indigenista Missionário

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  • 02/10/2008

    Informe nº. 836: Os Guarani Kaiowá protestam contra o preconceito e a mentira no Mato Grosso do Sul

    Informe nº. 836


     



    • Os Guarani Kaiowá protestam contra o preconceito e a mentira no Mato Grosso do Sul
    • Começam as reuniões regionais para elaboração do novo Estatuto dos Povos Indígenas

     


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    Os Guarani Kaiowá protestam contra o preconceito e a mentira no Mato Grosso do Sul


     


    No sábado, 27 de setembro, cerca de 500 Guarani Kaiowá fizeram um ato no centro de Dourados, Mato Grosso do Sul, para dizer à população local que querem apenas suas terras tradicionais, garantidas pela Constituição. Desde julho, políticos e fazendeiros do estado promovem uma intensa campanha contra a demarcação de terras na região.


     


    Após anos de reivindicação, a Fundação Nacional do Índio (Funai) instalou, em julho, grupos técnicos para fazer estudos fundiários, arqueológicos e antropológicos a fim de identificar os tekohá (terra tradicional) dos Guarani Kaiowá. Como está previsto que o estudo aconteça em regiões de 26 municípios, os setores antiindígenas no Mato Grosso do Sul dizem que toda esta extensão será demarcada (12 milhões de hectares – 1/3 do estado). Esta campanha de desinformação, veiculada intensamente por diversos meios de comunicação, fez aumentar o preconceito contra os indígenas na região.


     


    “Demarcação sim, violência não! Somos o povo brasileiro, não estamos tentando tomar terras, como diz nos jornais e nas televisões. Índio não é invasor de terras, muito pelo contrário, só estamos em busca dos nossos direitos, só queremos o que a Constituição diz”, disse o Guarani, Leoson Mariano.


     


    O cacique Getúlio de Oliveira, da terra indígena de Dourados, rebateu as mentiras sobre o tamanho da área reivindicado pelos Guarani Kaiowá. “Se fôssemos pegar nosso território original, iria até a Argentina, o Paraguai a Bolívia e outros estados, mas nós não queremos isso, queremos somente algumas terras onde viveram nossos antepassados. Não vamos tomar o Mato Grosso do Sul”, afirmou o cacique


     


    Participaram da caminhada indígenas das aldeias de Dourados, Campo Grande, Iguatemi e Douradina. Também estiveram no ato estudantes da Universidade Federal da Grande Dourados (UFGD) e da Universidade Estadual  do Mato Grosso do Sul (UEMS) e representantes de movimentos sociais do estado. Foi a primeira vez, que os indígenas fizeram uma grande mobilização em Dourados pela demarcação de suas terras e para sensibilização da população local.


     


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    Começam as reuniões regionais para elaboração do novo Estatuto dos Povos Indígenas


     


    Aconteceram, entre 23 e 25 de setembro, as primeiras reuniões regionais que darão as diretrizes para uma nova proposta de Estatuto dos Povos Indígenas. Em Imperatriz, no Maranhão, e em Recife, Pernambuco, cerca de 200 indígenas fizeram sugestões para o novo texto da lei. Até o fim de 2008, outras 8 reuniões acontecerão, envolvendo cerca de mil indígenas. 


     


    Os relatos das reuniões serão encaminhados para Comissão Nacional de Política Indigenista (CNPI), que sistematizará as contribuições e enviará à Câmara dos Deputados uma nova proposta para Estatuto. Ainda está em vigor no país a Lei n.6001 – o atual Estatuto – aprovado em 1973. No início da década de 1990, depois da aprovação da Constituição, a Câmara dos Deputados começou a discutir e elaborar um novo estatuto para os povos indígenas. Em 1994, uma Comissão Especial reuniu as propostas que estavam em discussão na Casa, aprovou um substitutivo ao projeto de lei 2057/91 (o primeiro projeto apresentado sobre o tema) e o encaminhou para a mesa diretora da Câmara. No entanto, a tramitação do substitutivo está parada desde aquele ano.


     


    Os indígenas de todo país reivindicam que a Câmara discuta o projeto que eles encaminharão por meio da CNPI. “É preciso ter um novo estatuto, pois o atual condiz mais com a realidade. Com a nossa participação, o estatuto vai apresentar nosso pensamento e nossa forma de viver. Às vezes, as pessoas podem ter dificuldade de preparar uma proposta, mas a gente sabe falar dos problemas e dizer o que quer e o que não quer”, diz Sonia Silva, do povo Guajajara, da Coordenação das Organizações e Articulações dos Povos Indígenas do Maranhão (Coapima).


     


    Recife: ato lembra Truká assassinado
    A oficina realizada em Recife reuniu 100 indígenas de Pernambuco, Alagoas e Sergipe, além representantes de organizações indigenistas e funcionários do Ministério da Justiça (MJ). Dentre as questões debatidas, merece destaque as contribuições na área da edcuação escolar indígena. As lideranças propuseram que seja criado um sistema específico para educação dos povos. Em relação ao uso de recursos hídricos, os indígenas reafirmaram antes de iniciar qualquer obra que afetem suas terras é necessária uma lei garantindo que o empreendimento é de relevante interesse da União. Também devem ser garantidas as consultas às comunidades afetadas.


     


    Na tarde do dia 24 de setembro, os participantes pararam os trabalhos para acompanhar o julgamento da ação referente à terra do povo Pataxó Hã Hã Hãe (Bahia) no Supremo Tribunal Federal. Após a reunião, no dia 25 de setembro, os participantes do encontro fizeram um ato em frente ao monumento Tortura Nunca Mais, no centro de Recife, para lembrar Mozeni Truká, assassinado no dia 23 de agosto. Também foi um protesto contra os processos de criminalização das lideranças indígenas no nordeste. Depois, os manifestantes foram recebidos pelo Secretário de Direitos Humanos e pelo secretário Adjunto de Segurança do Estado.


     


    Maranhão: sem exploração de madeiras nas TIs


    Em Imperatriz, estiveram 100 indígenas do Maranhão, Tocantins e Goiás, além do MJ e das organizações indigenistas. A exploração dos recursos hídricos e de outros recursos naturais também foi muito debatida neste encontro. Os povos propuseram que, quando os empreendimentos precisem ser feitos, por relevante interesse da União, eles sejam debatidos com os povos indígenas desde a elaboração do projeto. 


     


    Os indígenas afirmaram serem contrários à exploração de madeira e dos recursos não-renováveis em suas terras (incluindo minérios). “A lei precisa ser mais rígida contra os madeireiros”, afirma Sônia Guajajara da Coapima. Outros recursos poderiam ser explorados a partir de um plano de manejo. 


     


     


     


    Brasília, 25 de setembro de 2008.


    Cimi – Conselho Indigenista Missionário


     

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  • 01/10/2008

    Opinião: a voracidade dos discursos contra os povos indígenas

    Existe hoje uma grande articulação de forças ligadas a fazendeiros e latifundiários que se esforça, e muito, para inviabilizar a demarcação das terras indígenas em diferentes estados brasileiros. Neste sentido, são abundantes as manifestações de seus porta-vozes, de seus bem pagos assessores, apoiados por jornais de grande ou de pequena circulação, proferindo discursos vorazes em defesa dos interesses econômicos de uns poucos, em detrimento dos direitos constitucionais de muitos outros.


     


    Em Mato Grosso do Sul, uma região em que políticos, mídia e os que dominam a economia são declaradamente antiindígenas, o combate à demarcação das terras do povo Guarani-Kaiowá tem sido assumido como a nova cruzada. Periodicamente circulam artigos e/ou editoriais, das mais variadas procedências e com interesses diversos, proclamando os perigos de assegurar à população indígena aquilo que a Constituição Federal determina  – a demarcação e garantia das terras que tradicionalmente ocupam. Para estes segmentos tudo se converte em problemas de soberania nacional, conceito que agora serve para proteger interesses (não apenas nacionais) sobre grandes propriedades de terra e sobre recursos estratégicos, tais como a água, energia, minérios, madeira, biodiversidade e a própria terra. Mas se as questões de “soberania” são acionadas ao falar em demarcação de terras indígenas, elas não parecem relevantes quando se trata de flexibilizar a legislação e possibilitar o acesso de transnacionais a recursos estratégicos – tudo se justifica num suposto caminho único para o atual modelo de “desenvolvimento”, no qual as terras indígenas se tornam obstáculos.


     


    Recentemente, em Campo Grande, no Mato Grosso do Sul, o presidente da Fundação Nacional do Índio (Funai), Márcio Meira, cedeu às pressões de um grupo de políticos, de fazendeiros e autoridades locais, comprometendo-se em suspender as atividades do Grupo de Trabalho (composto por antropólogos e outros profissionais) de identificação das terras Guarani-Kaiowá. Márcio Meira prometeu que colocará dentro do grupo de trabalho representante do governo do Estado e de outros interessados contrários à demarcação das terras, o que é ilegal e inviabilizará o procedimento demarcatório. A garantia das terras indígenas é vista, nesta e em outras regiões, como geradora de prejuízos à economia dos estados e, portanto, como causa que contraria os interesses na “nação”. Mas de que nação se está falando, na qual os direitos individuais e coletivos sucumbem diante de interesses econômicos privados?


     


    Talvez o maior sinal de alerta sobre o tipo de sociedade que estamos produzindo, seja o fato de considerarmos previsível uma atitude oficial como esta, de suspender ações que sejam polêmicas em tempos de campanha eleitoral. Ao que parece, o próprio presidente Lula delegou ao presidente da Funai a tarefa de acalmar os ânimos naquela região, e produzir um efeito anestésico para não prejudicar os interesses eleitoreiros às vésperas da eleição. Mais uma vez os Guarani-Kaiowá serão tratados como um resíduo, uma incômoda lembrança de que existe mais do que cálculos de lucro e cabeças de gado em jogo naquela região. Mais uma vez serão promovidas políticas compensatórias, paliativos para uma dor que se prolonga há décadas.


     


    Não bastassem as diversas formas de violência – física, simbólica e cultural –  praticadas contra aquele povo indígena, agora se nega a eles a concretização dos procedimentos de demarcação que poderiam, efetivamente, assegurar-lhes condições adequadas de vida. Não é por acaso que o número de assassinatos indígenas seja tão alarmante nas áreas Guarani-Kaiowá, que só neste ano foram registrados 31 casos. Para se ter uma idéia da gravidade da situação ali instalada, em todo o Brasil ocorreram 40 assassinatos. Isso é resultado de uma política de extermínio, promovida através de estratégias como o confinamento, que priva as pessoas de toda humanidade.


     


    Nada diferente se poderia esperar de elites, acostumadas ao desmando, à discriminação e a brutalidade para garantir vantagens econômicas e privilégios individuais. No entanto, do poder público, do governo brasileiro, se espera o cumprimento das determinações constitucionais, o respeito à lei maior deste país e a garantia dos direitos não apenas dos povos indígenas, mas de todos os segmentos da população.


     


    Temos escutado, com uma freqüência assustadora, eloqüentes discursos contrários aos povos indígenas e, em especial, afirmações ofensivas contra as lutas em defesa da terra. E para legitimar esses ataques recorre-se inclusive àquele velho jargão de que os índios não estariam se manifestando por conta própria e que, portanto, haveria sempre alguém para manipulá-los, com interesses inconfessáveis.


     


    Honestamente, me pergunto em que mundo vivem certos jornalistas, comentaristas ou filósofos que continuam vendo os povos indígenas sob as lentes do primitivismo, da incapacidade e da falta de vontade própria. Por traz desse tipo de pensamento reside a arrogante certeza de superioridade da cultura ocidental, branca, masculina, aquela mesma arrogância que está na base de toda relação autoritária que historicamente construímos com os diferentes povos desse país. E reside também uma tentativa de legitimar um modelo de desenvolvimento, de progresso, de nacionalidade globalizada nas quais os interesses coletivos não têm a menor importância.


     


    Nos últimos meses, tenho escutado no rádio e visto pela televisão manifestações de parlamentares e outras figuras que posam de comentaristas, analistas de programas televisivos e de jornais, afirmações de que os índios têm terra de mais, de que eles devem se integrar à comunhão nacional.


     


    Mas um comentário em especial me chamou a atenção e foi proferido por um político, que não recordo o nome: “as terras indígenas correspondem a três estados do Paraná, se o governo demarcar todas, daqui a pouco ficaremos sem terras agricultáveis para produzir alimentos”. Este tipo de argumento serve unicamente para vincular um discurso autoritário, preconceituoso e retrógrado a um tema que hoje está em pauta – a possibilidade de sofrermos com a escassez de alimentos, em escala global. Espantoso que essa mesma argumentação não sirva para questionarmos a concentração de terras em latifúndios destinados ao monocultivo de cana-de-açúcar para fabricação de combustíveis, ou de eucalipto para celulose, ou de soja para alimentar rebanhos de gado no exterior.


     


    É cada vez maior a extensão das terras agricultáveis concentradas nas mãos de poucos proprietários, especialmente grandes empresários ligados a grupos econômicos estrangeiros, como é o caso da Aracruz Celulose, a Monsanto e a Nestlé. As referidas terras é que não têm servido aos fins de produção de alimentos, e elas correspondem a um grande percentual da área territorial brasileira. Embora a Constituição Federal estabeleça no art. 5º, XXIII que “a propriedade atenderá a sua função social”, o percentual de terra concentrada em latifúndios não causa o mesmo alvoroço e críticas que aqueles direcionados aos direitos indígenas, pois este tipo de direito – a propriedade privada – parece incontestável.


     


    Vale enfatizar que a Constituição Federal também estabelece, no Art. 231, o direito dos povos indígenas à demarcação e garantia das terras. Sendo assim, se esses dois direitos estão assegurados na mesma lei, o que nos autoriza a rechaçar um deles e reconhecer o outro? Não estariam essas “leituras” ainda profundamente marcadas por visões elitistas, colonialistas, autoritárias? De qual desenvolvimento estamos falando quando acusamos os povos indígenas de serem empecilhos, entraves e penduricalhos, mas admitimos a apropriação privada de recursos e de bens estratégicos, tal como as florestas, as águas, os minérios?


     


    Estamos sim, em nossa sociedade, compactuando com um modelo que acata demandas que asseguram o “direito” de enriquecimento exorbitante a certos setores da economia, e que, para isso, negam-se a outros grupos humanos o direito à vida, ao trabalho, à segurança, ao bem estar e a terra.  Vale ressaltar ainda o Art. 170 da Constituição, que afirma: a ordem econômica tem por fim assegurar a TODOS existência digna, conforme os ditames da justiça social.


     


    Nesse sentido, as lutas dos povos indígenas nos alertam para a necessidade urgente de retomarmos (ao menos algumas) estratégias e demandas coletivas, ao invés de nos conformarmos com certas condições que entregam cada indivíduo à sua própria sorte. Protestar contra o desmatamento da Amazônia, ou contra a miséria, a fome, a violência, postando mensagens em sites, acomodados na poltrona de nossas casas, pode ser um confortável e conveniente antídoto contra um mal-estar que sentimos ao ver grandes parcelas da humanidade submetidas, cada vez mais, a condições degradantes. Mas certamente podemos fazer muito mais do que isso, começando pelo apoio às lutas concretas daqueles que não desejam nada além do justo tratamento e a garantia de seus direitos humanos, históricos, constitucionais.


     


    Porto Alegre (RS), 30 de setembro de 2008.


     


    Iara Tatiana Bonin


    Doutora em Educação pela UFRGS


     

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  • 01/10/2008

    Nota de Esclarecimento sobre o Convênio CIR-FUNASA:

    Com a aproximação da data do julgamento pelo Supremo Tribunal Federal da demarcação da Terra Indígena Raposa Serra do Sol, os setores antiindígenas da sociedade com o apoio da grande mídia nacional – como em recente reportagem da Rede Bandeirantes, ataca o Conselho Indígena de Roraima (CIR), protagonista maior na luta pelo direito ao reconhecimento da terra indígena nos termos que assegura a Constituição Brasileira. O escolhido da vez foi o Setor de Saúde do Conselho Indígena de Roraima, responsável pela execução do convênio entre o CIR e a Fundação Nacional de Saúde (FUNASA). O primeiro convênio assinado pelo CIR com o governo federal na área da atenção à saúde ocorreu no ano de 1996 por iniciativa do então Ministro da Saúde Dr. Adib Jatene, com o objetivo de apoiar o desenvolvimento do programa de capacitação de Agentes Indígenas de Saúde no Distrito Sanitário Indígena do Leste de Roraima.


    A partir do ano de 2000, o CIR assumiu a responsabilidade pela maior parte das atividades de implantação do Distrito Sanitário Indígena do Leste de Roraima, através do Convênio CIR-FUNASA. O atual convênio teve início no ano de 2004, e movimentou um montante em torno de R$    37 milhões de reais, utilizado para os programas de capacitação de recursos humanos indígenas na área de saúde, apoio ao controle social e à gestão participativa, e desenvolvimento de ações de atenção primária à saúde nas comunidades indígenas. A situação administrativa do convênio é absolutamente regular, controlado pela FUNASA através de um sistema de contas (SISCON) e por meio de auditorias permanentes, assim como outras auditorias de órgãos como a Controladoria Geral da União (CGU) e Tribunal de Contas da União (TCU). As ameaças contra o CIR surgem também devido à turbulência que atravessa a política de saúde indígena no momento atual. O anúncio da transferência da responsabilidade pela saúde indígena da Fundação Nacional de Saúde (FUNASA) para uma secretaria ligada diretamente ao Ministério da Saúde aguçou uma série de interesses contrários de motivação político-partidária e corporativista.   


    A população atual do DSEI Leste de Roraima está em mais de 36.000 habitantes, distribuídos em 290 comunidades, das etnias Macuxi, Wapichana, Taurepang, Ingaricó, Patamona e Wai-Wai, com uma rede básica composta por 228 postos de saúde e 84 laboratórios, onde atuam 460 agentes indígenas de saúde, 130 microscopistas indígenas, 28 agentes indígenas de endemias, 75 agentes indígenas de saneamento e 06 agentes indígenas de consultório dentário. O Coeficiente de Mortalidade Infantil diminuiu de 45 por mil no ano de 2000 para 28 por mil no ano de 2007, a incidência de Malária caiu em torno de 50% pelo terceiro ano consecutivo, e os níveis de Cobertura Vacinal estão dentro das metas definidas pelo Programa Nacional de Imunização. O Convênio CIR-FUNASA, em parceria com a Escola Técnica de Saúde do SUS (ETSUS-RR) formou no ano de 2007 um total de 370 Agentes Indígenas de Saúde (AIS), que concluíram os seis módulos do programa de formação profissional com uma carga horária de mais de mil horas; outros 90 AIS estão em processo de formação, e juntamente com os demais participam do programa de educação continuada. O Conselho Distrital de Saúde Indígena (CONDISI) vai realizar no próximo mês sua 50ª. reunião ordinária, e os nove Conselhos Locais de Saúde funcionam regularmente desde o ano de 2001, quando foi aprovado o seu regimento interno.


    Todos os conselhos locais e o conselho distrital de saúde aprovaram este ano a continuidade do Convênio CIR-FUNASA, apesar das enormes dificuldades enfrentadas nos últimos anos, como falta de equipamentos e de medicamentos básicos, paralisação dos cursos para Agentes Indígenas de Microscopia por falta de microscópios, e atrasos sistemáticos no repasse das parcelas do convênio. Esta situação leva à precarização da situação profissional dos trabalhadores de saúde indígenas e não-indígenas devido aos freqüentes atrasos salariais, e impede a continuidade das ações de saúde na área pela falta dos insumos indispensáveis. A grave crise que afeta a saúde indígena em todo o país piora ainda mais a tensão social nas comunidades indígenas, decorrentes das constantes agressões desencadeadas pelo processo de reconhecimento dos direitos e das terras indígenas no estado de Roraima e no Brasil.


    Boa Vista – RR, 30 de setembro de 2008.

    Conselho Indígena de Roraima – CIR

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  • 30/09/2008

    Via Campesina celebrará sua V Conferência Internacional – Maputo (Moçambique), 16-23 de outubro

    El movimiento La Vía Campesina, que agrupa y representa a millones de
    personas campesinas en todo el mundo, celebrará su V Conferencia
    Internacional en Maputo (Mozambique), del 16 al 23 de octubre de este
    año.  Esta Conferencia reunirá a más de 500 líderes campesinos/as de más
    de 70 países en un momento crucial, en el cual la crisis alimentaria
    encabeza la agenda global.  Este evento comenzará con la Asamblea de
    Jóvenes Rurales el 16 de octubre, mientras se celebra el Día Mundial de
    la Alimentación.  A continuación, tendrá lugar la Asamblea de las
    Mujeres y la Conferencia en sí misma.


    La Vía Campesina ofrece una visión real y soluciones a la actual crisis
    de la alimentación.  Las y los pequeños agricultores de todo el mundo
    están luchando por la supervivencia.  La crisis en el sector agrario, la
    actual crisis financiera, las crisis climática y medioambiental, la
    crisis energética y la profunda crisis social global son síntomas del
    mismo modelo, el modelo neoliberal, que hace que el conjunto de la
    sociedad esté organizada en función de la obtención del lucro.


    Desde su creación hace 15 años, La Vía Campesina se ha convertido en la
    primera y más importante red mundial de personas agricultoras,
    campesinas y pequeñas productoras de alimentos, cuya voz está cada vez
    más presente en la opinión pública internacional y en foros
    internacionales como la Organización de las Naciones Unidas para la
    Alimentación y la Agricultura (FAO) en Roma y el Consejo de los Derechos
    Humanos en Ginebra.  La Vía Campesina tiene, asimismo, un importante
    reconocimiento entre las redes antiglobalización y otros movimientos
    sociales, que han sido invitados a participar en Maputo.


    La Conferencia Internacional es la asamblea principal de La Vía
    Campesina, que tiene lugar cada cuatro años; es un espacio donde se
    adoptan de forma colectiva las grandes decisiones políticas y de
    organización.  Las y los delegados analizarán la situación actual y
    debatirán las futuras líneas de acción.  La organización anfitriona del
    evento es la UNAC, Unión Nacional de Campesinos de Mozambique.


    Las y los pequeños productores del Sur y del Norte llevan luchando
    muchos años por un modelo de producción agrícola basado en fincas
    familiares y una agricultura sostenible, oponiéndose al modelo agrícola
    orientado a la industria y a la exportación, que ha conducido a la
    destrucción de los medios de sustento de la comunidades rurales y del
    entorno natural.  La actual crisis deja patente que un sistema
    alimentario basado en la importación y en la llamada “revolución verde”
    no es seguro y además genera hambre y pobreza.  Ha llegado el tiempo de
    la producción localizada de alimentos, de una agricultura sostenible y
    de baja instensidad en la utilización de energías fósiles y del
    empoderamiento del campesinado y las y los pequeños agricultores.


    Cobertura de los medios de comunicación


    Esta conferencia es una excelente ocasión para entrevistar a líderes
    campesinos de cada continente, ser testigos directos de la dinámica de
    este movimiento campesino internacional y sobre todo conocer sus
    estrategias para resolver la crisis actual.  También se podrá conocer de
    primera mano el emergente movimiento campesino de Mozambique y la
    realidad de las y los productores locales.


    Por el carácter interno y las limitaciones logísticas de la propia
    Conferencia, sólo unas pocas personas periodistas serán acreditadas para
    cubrir la Conferencia del 21 al 23 de octubre.  No obstante, el servicio
    de comunicación de La Vía Campesina estará a su entera disposición para
    organizar entrevistas por teléfono u otros medios durante la
    Conferencia, así como para transmitir información, fotografías e
    imágenes de vídeo, de modo que se pueda hacer un estrecho seguimiento
    informativo desde cualquier parte del mundo.


    Dossier de prensa y cobertura especial en www.viacampesina.org


    Para más información: Isabelle Delforge (e-mail:
    [email protected], Phone: +32 498522163)

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  • 30/09/2008

    Manifesto do Movimento Povos Guarani – Foz de Iguaçu Setembro 2008

    As organizações reunidas em Foz de Iguaçu – Brasil – em 28 e 29 de Setembro de 2008 expressam que:


     


    1.      O processo iniciado com a Campanha “Povo Guarani – Um Grande Povo” estará iniciando uma nova etapa caracterizada como “Movimento Povos Guarani – Terra, Vida e Futuro”, com atividades englobando os diversos paises, e campanhas específicas a partir das situações mais graves.


     


    2.      Dar apoio e expressar o desejo de que a Declaração Universal das Nações Unidas sobre os direitos dos Povos Indígenas integrem a legislação Argentina saldando em parte a divida que tem com estes povos.


     


    3.      Rechaçar o projeto de lei, supostamente integral, dos direitos indígenas apresentado na Província de Misiones, Argentina, pelo deputado Rovira, já que é inconstitucional atentatório aos direitos de livre determinação dos indígenas, de suas comunidades, tendo como único fim apoderar se de seus conhecimentos para comercializá-los.


     


    4.      Apóiam a suspensão Rally do Chaco Paraguayo, exigida pelas comunidades e organizações indígenas, porque este suposto evento esportivo e uma afronta às comunidades indígenas chaqueñas, atentatórios contra os direitos humanos fundamentais de sua população mais carente, sendo ademais sumamente prejudicial para o frágil ecossistema da região.


     


    5.      Respaldam as demarcações das terras indígenas guarani -Mbya, kaiowa e Nhandeva- nos estados de Mato Grosso de Sul, Santa Catarina, São Paulo, Paraná e Rio Grande do Sul.


     


    Somando esforços aos esperançosos processos de mudanças que estão se gerando em nossa América, como desejo de que estes sejam profundos e duradouros para os povos indígenas, que deram e dão uma importante contribuição para que outro mundo seja possível.


     


     


    Comissão de Direitos Kaiowa Guarani – Brasil


    Conselho Indigenista Missionário (CIMI) – Brasil


    Equipo Misiones de Pastoral Aborigen (EMIPA) – Argentina


    Equipo Nacional de Pastoral Aborigen (ENDEPA) – Argentina


    Coordinación Nacional de Pastoral indígena (CONAPI) – Paraguay

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  • 30/09/2008

    Depois de 38 anos, um encontro no tempo…

    O povo Kwaza vive um momento imemorável na sua história. Mais uma família se reencontra depois de viverem 38 anos distante e no anonimato, porém mantendo firme a esperança do reencontro, de reconstituir e pertencer ao seu povo novamente.


    A história de dona Dineuza e de sua família soma-se à história de muitas famílias e de muitos povos que foram expulsos e expropriados de sua terra, de sua identidade indígena e do convívio do seu povo. Foram trinta e oito anos que dona Dineuza ficou sem ter noticia de sua família e de seu povo. Ela sabia e sabe muito de sua história e lembrava e lembra palavras na língua, porém não recordava o nome do seu povo.


    Com a organização e o ressurgir de povos que foram tidos como extintos e integrados à sociedade, dona Dineuza, em dezembro de 2007 foi participar da assembléia do povo Cujubim. Nesta assembléia mostrou o desejo de encontrar seu povo. Lá, relatou sua história e a partir daí se deu o processo da busca e do nome do povo a qual pertenceria.


     Entre histórias contadas e fotos que iam e vinham, conseguiu-se manter um fio da história, para desvendar este grande e aventureiro mistério.


    A dona Dineuza se recordava, que, quando era criança de (9 a 10 anos), foi viver em Pimenta Bueno – Rondônia. Naquela época seu nome era Valquíria e morava com uma parente chamada  Mussolina. Depois, seu irmão chamado Turué a levou para viver com ele pelos lados de Cerejeiras, sul do Estado, depois foi para Pimenteiras, até que se casou e foi viver em Costa Marques, desse momento, até agosto deste ano,  ficou sem ter noticias de seus parentes.


    No dia 25 de agosto de 2008, depois de trinta e oito anos, dona Dineuza e sua filha Ledy Laura foram se encontrar com o povo Kwaza, da aldeia São Pedro, no município de Parecis (RO). O Povo Kwaza, dona Dineuza, e sua filha Ledy Laura viveram o momento único de sua história, momento de encontro e reencontro, momento de alegria, de identificação e de reconhecimento, de acolhida, de sentir-se em “casa” e com um nome. Identificada, reconhecida e assumida pelo povo. Foi emocionante o encontro das famílias entre si.


    Dona Mussolina conta que o pai de Dineusa, Luiz Kwazá, era pajé e vivia no Igarapé Bom Jardim, afluente do rio São Pedro, lugar sagrado para o povo – que ficou fora do território demarcado. Neste espaço, havia a aldeia e a maloca, onde o pai de Dineusa faleceu, na época da epidemia de sarampo. Escutando a história, Ledi Laura se encheu de plena convicção e falou: “Temos que lutar pelo nosso território tradicional, nosso local sagrado onde está enterrado meu avó”. Despertando no povo a vontade de lutar por este espaço sagrado.


    Depois de muita conversa entre o povo Kwaza, dona Mussolina, Dineuza e sua filha lembraram de muitos fatos. Encontrava-se na aldeia Dona Sueli Kwaza, que foi registrada pela Fundação Nacional do Índio (Funai) como Sueli Arara. Ela disse que o nome de Dona Dineuza na língua Kwazá é  “Txojcoró”.


    Confirmada e reconhecida pelo povo como pertencente a eles em reunião com toda a comunidade, foi elaborado um documento em que o Povo reconhece dona Dineuza e sua família como pertencentes ao povo Kwaza. Eles solicitaram à Funai que faça o documento de identidade indígena de toda a  família de Dineuza e também que refaça o documento da dona Sueli, colocando o nome de Kwaza e a sua idade real.


    As famílias se despediram prometendo uma visita em breve.

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  • 29/09/2008

    Newsletter n. 835: First Supreme Court vote in favour of Indigenous Pataxó Hã Hã Hãe land claim

    After 26 years, Federal Supreme Court started last week (24th of september) the case of the Pataxó Hã Hã Hãe´s land, in the south of Bahia.  Federal Foundation of Indigenous Affairs (Funai) demand the annulment of the land titles gived to farmers within the boundaries of Caramuru-Catarina Paraguassu territory – the Pataxó Hã Hã Hãe land. The first minister to vote, sided with the indigenous.


     


    “There are no valid land titles within the Indigenous reserve”, judge Eros Grau affirmed. He considered that none of the land titles in question had been conceded before 1967, the year that the Brazilian Constitution affirmed that “land occupied by indigenous people” was property of the federal Union. Therefore the state of Bahia never had the authority to concede land rights to third parties.


    Grau sided with The General Prosecutor of the republic, Antônio Fernando Souza, who had demanded the annulment of the land titles, on behalf of the Pataxó.


    Eros Grau highlighted that the indigenous presence in the area in 1967 was amply proved in the process. He also underlined that the violent eviction of indigenous people, as occurred in the case of the Pataxó, does not alter the indigenous character of the land.


    About 200 indigenous came to Brasília to witness the court case. They were satisfied with the first vote. “We were prepared for anything, but this first vote is very good. It is important the case finally began, because it has been 26 years of suffering”, chief Ilza Rodriguez commented. “The elder people are more quiet now, seeing that we may have our land back.”


    Protection


    The Pataxó Hã Hã Hãe asked for more Police protection in the region to protect them from possible attacks.


    The Pataxó have suffered constant violence ever since they settled in villages in the 1920’ies. In 1937 the Indigenous Protection Service (SPI) defined the area in 54.105 hectares, but in the forties and fifties started renting out land. In that process, indigenous people were expelled and killed.


    Meanwhile, the governors of Bahia started giving out land titles to non-indigenous persons, alleging that there were not living any indigenous anymore. However, in spite of the violence, various Pataxó families remained in the area and they organised the occupation of the indigenous area in 1982 again. That year the FUNAI took the case to court.


    Case suspended


    The second judge to cast his vote, minister Direito, asked time to consider the first vote, therefore the case was suspended. He also asked for documentation on the Raposa-case, because the cases are connected in his opinion. “I see a connection, in that both questions derive from the way indigenous areas are defined in the first place.”


    There is no set date for the continuation of the case. “We hope it won’t take much longer, as we have waited for so long  for our land”, chief Ilza Rodrigues said.


     


     



    Brasília, 25 September 2008


    Source: Cimi – Conselho Indigenista Missionário

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  • 29/09/2008

    CARTA AOS IRMÃOS DE DOURADOS

    Nesta manhã (27 de agosto)  o movimento indígena Guarani/Kaiowá/Terena, apoiado pelos movimentos sociais resolveu sair às ruas para contar para você caro amigo, as necessidades e privações que sofremos todos os dias em nossas vidas.


     


    Somos 40 mil em todo o Estado, 12 mil somente em Dourados, onde vivemos em apenas 3,5 mil hectares. Essa quantidade de terras é insuficiente para as famílias produzirem alimentos até mesmo para nossa subsistência e para o sustento de nossas crianças. É pouco espaço, como se fosse campo de concentração, um confinamento humano.


     


    Por esta falta de espaço, já é comum aos irmãos da cidade verem na imprensa casos de desnutrição e violência dentro da Reserva. As imagens são chocantes, não são? Pois é, tudo isso poderia ser evitado se pudéssemos ter um espaço para produzirmos, cultivarmos nossas culturas tradicionais, termos nossas matas onde habitam as divindades, para termos de volta nossa dignidade, cruelmente arrancada desde que os primeiros europeus aqui chegaram. Não queremos colocar ONG’s, poderes paralelos e  muito menos queremos a independência desta grande nação que tanto amamos que é o Brasil, como muitas pessoas mal intencionadas espalham em boatos por aí. Lutamos nas guerras deste país para proteger suas fronteiras, o amamos tanto quanto vocês, compartilhamos desde a infância este amor, expresso no sorriso da menos de nossas crianças que aprende o significado do patriotismo com o rosto pintado de verde e amarelo e bandeirinha em punho.


     


    Essa história de que 33% do território do Estado, que seremos uma “nação guarani”, não passa de uma invenção preconceituosa, criada para tentar convencer o cidadão de bem a se colocar contra a justiça social que o Estado está querendo promover. Não queremos tomar terras de ninguém, somos favoráveis a uma negociação pacífica com produtores rurais que porventura tenham terras suas identificadas como a terra de nossos antepassados e que por Direito Imemorial também nos pertence, inclusive defendemos o pagamento de indenizações também pela terra nua se for o caso.


     


    Temos fé em Deus que o diálogo vai prevalecer, que a justiça será feita e haverá união entre índios e não índios, que nossas crianças ainda brincarão juntas, que nossos idosos trocarão experiências uns com os outro e que Dourados será de fato a “Terra de todos os povos”, não só de um grupo, mas de todos nós, filhos de Deus.


     


     


    Dourados, 27 de setembro de 2008.


    Povos Guarani/Kaiowá/Terena

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