• 22/03/2005

    CIMI INFO-BRIEF 655

    Von Kraftwerken betroffene Indios: Aus Protest gegen Regierung besetzen Xokleng Kraftwerk in Santa Catarina


     


    Am 28.02.2005 hat das Volk der Xokleng vom Oberen Vale do Itaiaí in Santa Catarina die Kontrolle des Wasserkraftwerks Norte übernommen und droht mit der Zerstörung von Einrichtungen sollten die Regierung des Bundesstaates und die Bundesregierung die in den Jahren 1981, 1982 und 1989 eingegangenen Verträge nicht erfüllen. Die Verträge sicherten der Gemeinschaft eine Entschädigung für die durch das Kraftwerk verursachten Nachteile zu.


     


    Drei Vertreter der Gemeinschaft führten diese Woche in Brasília Verhandlungen mit der FUNAI und mit dem Ministerium für Nationale Integration. Dabei wurde ihnen die Umsetzung der Verträge zugesagt. Erst wenn alle Fragen hinsichtlich der Entschädigung geklärt sind, werden die Indios die Besetzung des Kraftwerkes beenden.


     


    Ein polizeiliches Eingreifen ist möglich. Dennoch wollen die Indios bleiben, bis die Abkommen erfüllt sind. Die Bundesstaatsanwaltschaft ist bemüht, Konflikte zu verhindern.


     


    Am 08.03.2005 wurde auf zwei Techniker und einen Indio, die an einer Brücke an der Grenze zum indigenen Gebiet gearbeitet haben, geschossen. Dahinter vermutet man von Invasoren in das indigene Gebiet angeheuerte Pistoleiros


     


    Norte gehört zu einem Kraftwerkkomplex, der in den 1970er und 1980er Jahren entstand, um das Hochwasser, das regelmäßig über Blumenau hereinbrach, in den Griff zu bekommen. Das Kraftwerk wurde mit Genehmigung der FUNAI innerhalb des indigenen Gebietes, vor allem auf fruchtbarem Ackerland, errichtet.


     


    Durch die Besetzung des Kraftwerkes wollen die Indios entsprechend Druck auf die öffentliche Hand ausüben, damit den vertraglichen Verpflichtungen endlich nachgekommen wird.


     


    Hunger


     


    Die Gemeinschaft der Xokleng hungert. In einer Aussendung beklagen die Indios die mangelhaften Lebensbedingungen, denn wir sind “eingeschränkt durch Kraftwerke, Unternehmen, Siedler und das IBAMA“. Seit den 1930er Jahren beanspruchen Siedler Land der Xokleng, Holzunternehmen beuten ungehemmt Edelhölzer aus und das IBAMA unterhält in dem Gebiet ein Waldreservat.


     


    “Heute zählt dieses Volk 403 Familien mit rund 2.000 Personen. Rund 100 Familien leben von Einkommen als Gesundheitsbetreuer, als Lehrer, als Pensionisten oder Mitarbeiter der FUNAI. Andere Familien haben gelegentlich ein Einkommen. Obwohl unser Volk traditionell reich ist, leben wir jetzt in Armut, weil es keine gerechte Politik gibt, nicht nur für die Xokleng sondern für alle indigenen Völker in Brasilien. Müssen wir unser Land verlassen und in einer der Favelas in den Städten des Landes abwandern? Diese Tatsache zwingt uns, vom Land finanzielle Hilfe zu erbitten bis uns eine gerechte Entschädigung gewährt wird und die Demarkierung unserer Gebiete erfolgt“, heißt es in der Aussendung. 


     


    Nationaler Aktionstag gegen Kraftwerke



     


    Diese Woche gab es landesweit Proteste gegen Kraftwerke anlässlich des Internationalen Tags gegen Kraftwerke am 14. März. Die Bewegung der von Kraftwerken Betroffenen (MAB) hat Kraftwerke in Rondônia und Bahia besetzt. In Pará wird trotz der Anwesenheit des Heeres seit 20 Tagen ein Teil vom Wasserkraftwerk Tucuruí besetzt gehalten.


     


    Zwei Drittel der in Tucuruí gewonnenen Energie dient vier nordamerikanischen und kanadischen Industriekonzernen in Pará und Maranhão zur Produktion von Aluminium. Die 20.000 vom Kraftwerk betroffenen haben weder eine Entschädigung erhalten noch sind sie an die Energieversorgung angeschlossen.


     


    In Campos Novos (SC) wurden fünf Vertreter der Bewegung am 12.03.2005 willkürlich festgenommen. “Bei diesem Fall handelt es sich um eine politische Verhaftung, die von der Richterin in Campos Novos, Adriana Lisboa, ohne ein ordentliches Verfahren angeordnet wurde“, so der Anwalt der MAB, Leandro Scalabrin.


     


    Kampagne für Landreform, um weitere Konflikte zu verhindern



     


    Das Nationale Forum für Agrarreform und Gerechtigkeit auf dem Land, eine Plattform von 45 Organisationen im Einsatz für Land, ist besorgt über die steigende Gewalt gegen Landarbeiter und hat eine nationale und internationale Kampagne eingeleitet, um die Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam zu machen und Druck auszuüben, damit die Bundesregierung und die Justiz tätig werden.


     


    Die Kampagne unter dem Titel “Agrarreform: ökologische Nachhaltigkeit und Menschenrechte“ drängt die Regierung zur Umsetzung der Landreform (Nationaler Plan für die Agrarreform). Dieser Plan umfasst die Förderung von nachhaltigen Entwicklungsprojekten, der ökologischen Landwirtschaft und von Familienbetrieben.  Gefordert wird auch der Schutz von Landarbeitern, von bedrohten Personen, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte einsetzen sowie die Aufklärung der Bedrohungen und die Bestrafung der Täter.


     


    Für das Forum sind die Konflikte, die 2005 zum Tod von Schwester Dorothy Stang und weiteren sieben Landarbeitern führten, “Teil eines historischen Kampfes im Zusammenhang mit der Agrarreform  – vor allem mit Projekten der nachhaltigen Entwicklung (PDS). Es ist die Konfrontation zweier Entwicklungsmodelle in der Region [Bundesstaat Pará]. Für das eine Modell steht der Großgrundbesitz (das Ergebnis von Landspekulation mit öffentlichem Grund, von Umweltzerstörung, von illegaler Holzausbeutung und Sklavenarbeit), der sich hinter dem Begriff der “Modernisierung“ von Landwirtschaft und Viehzucht versteckt. Ihm gegenüber steht ein Projekt, das auf soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Achtung der Menschenrechte abzielt.


     


    Die Ausdehnung dieses zerstörerischen und ungerechten Modells behindert eine nationale Politik der Agrarreform (eine tatsächliche Umverteilung von Land, um die derzeitige ungerechte Landkonzentration zu überwinden) und der ökologischen Kontrolle sowie die konsequente Bestrafung der Verantwortlichen und die wirksame Förderung der Menschenrechte (zivile, politische, wirtschaftliche, soziale kulturelle und ökologische Rechte)“, heißt es im Aufruf zur Kampagne.


     


    An der Kampagne beteiligen sich Basisbewegungen, Solidaritätsnetzwerke, NGO, Kirchen, Gewerkschaften. Über Campesina International engagieren sich national und international Persönlichkeiten und Organisationen, die für Menschenrechte eintreten. Eine der ersten Aktionen sind Briefe an den Präsidenten der Republik, Luiz Inácio Lula da Silva und den Bericht erstattenden Minister des Obersten Bundesgerichts, Arnaldo Esteves.


     


    Informationen, Briefvorschläge und Adressen unter “Campanhas“.


     


    Brasília, 17. März 2005.


     


    Cimi – Indianermissionsrat


     

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  • 22/03/2005

    Aty Guasu: indignação e força Guarani-Kaiowá

    Para quem vive encastelado em seus privilégios ou na miséria, no campo e na cidade, fica difícil imaginar o que se passou entre as montanhas e vales no interior do município de Antonio João-MS, nas fronteiras com o Paraguai. Se as lindas paisagens e os montes falassem descreveriam mais um belo capítulo da heróica história de luta e resistência de um povo. Guiados pela lua companheira e pelas atentas e brilhantes estrelas, eles passaram três noites em ritual, com cantos e danças que desceram à profundeza da terra e ao alto do céu, no encontro de guerreiros e deuses da vida e do universo. Foram três dias de debate, socialização e celebração. Foram dias e noites de intensa atividade, de muita indignação e revolta.


     


    Mais de 400 pessoas de quase todas as terras e aldeias indígenas do Kaiowá Guarani participaram desse Grande Encontro. Conforme os membros da comissão organizadora, essa tem sido uma das Aty Guasu mais expressivas e significativas, especialmente nessa retomada do processo de discussão e organização das lutas, a partir da questão da terra, e com a força maior centrada nos “nhanderu” (pagés, caciques). Além disso, ela se realizou numa das terras de maior tensão hoje, em função de ser uma terra demarcada e ao mesmo tempo existir uma liminar de reintegração de posse para os fazendeiros. Tudo isso fez com que essa Aty Guasu estivesse marcada por forte indignação e revolta, pois foi o chão de muita luta e sofrimento, onde deram a vida Marçal de Souza e Dom Quitito, e onde poderá em breve se repetir a situação de conflito e derramamento de sangue.


     


    Mulheres guerreiras aguerridas


     


    Um dos destaques dessa Aty Guasu foi a presença forte e decisiva das mulheres, que não apenas estavam na cozinha, nas celebrações, mas também nas plenárias e nos grupos. Foram delas as falas e cobranças mais incisivas. Em sua sensibilidade e sofrimento, elas demonstraram grande preocupação com relação aos jovens (não apenas em função do alto índice de suicídio), mas também pelo gradual afastamento da cultura Guarani. Elas manifestaram o desejo de que os jovens se envolvam cada vez mais na luta pela terra e com isso também estarão alimentando a esperança e enxergando um futuro melhor para todos. “Vamos lutar junto com nossa batalha, junto com os homens e as autoridades”, afirmaram em seu trabalho de grupo. As mulheres também demonstraram sua tristeza e revolta por verem tantos de seus filhos morrerem de fome e de falta de sentido da vida (suicídio).


     


    Ali também estava dona Quitéria, viúva de Dom Quitito, que veio a falecer no dia 19 de abril, em Coroa Vermelha (BA), quando participava da Marcha e Conferência Indígena 2000. Ele tinha ido lá levando a luta pela terra, e em especial do Cerro Marangatu, cuja retomada ele liderou em 1998. Lá está ele enterrado. Por ironia do destino o então prefeito de Amambai e um dos invasores da terra indígena, mandou fazer uma sepultura. Depois de um mês de sua morte um de seus filhos se suicidou. E Quitéria estava ali, no silêncio de seu sofrimento e na certeza de sua luta, pois Quitito continua os inspirando e dando força.


     


    “Estamos tristes… estamos em guerra”.


     


    As falas, as celebrações, os rituais, as danças, tudo foi profundamente envolto pela preocupação com o que poderá estar acontecendo em breve, caso o presidente Lula não homologue a terra antes do dia 31, data da reintegração de posse. Nos gestos e no olhar se externava muita angústia, mas também decisão: “estamos em guerra. Querem roubar nossa terra. Daqui não vamos sair. Podem matar dois ou muitos, mas nós vamos vencer…”. Essa foi a tônica de vários depoimentos. A costumeira tranqüilidade e paciência Guarani parecia ter-se definitivamente esgotado. Diante da eminência de mais uma covarde agressão, se propõem a unir-se na luta, com a ajuda de todas as aldeias e mesmo outros povos.


     


    E quando lembraram história de luta e organização, através das Aty Guasu que começaram em 1984, relembraram os inúmeros líderes que tombaram na luta pela terra. A emoção tomou conta daquele grupo aguerrido. Lágrimas rolaram pelas faces sofridas daqueles lutadores.


     


    Dr. Charles, Procurador da República em Dourados, também esteve presente e alertou para os riscos de enfrentamento e derramamento de sangue, caso Lula não homologue a área até o final do mês. “Não posso mais fazer nada em termos judiciais, pois já recorri três vezes”, afirmou, lembrando que o presidente vem tendo bom desempenho fora do país, mas “está deixando de fazer o dever de casa”.  E o contraditório é que essa é uma das terras indígenas já com seu processo de regularização avançado, pois já está demarcada.  A homologação do Cerro Marangatu seria uma resposta evidente para começar a resolver o problema das terras indígenas no Mato Grosso do Sul, ressaltou. Lamentou que as terras indígenas infelizmente estão servindo de moeda de troca neste governo.


     


    Muita união, força Guarani e apoio de aliados no Brasil e no mundo


     


    O último dia da Aty Guasu foi tomado pela expectativa de dialogar com os aliados e exigir ação imediata do governo. Estavam convidados vários ministros de Estado, presidentes de órgãos ligados à questão indígena, indígenas de outros povos, imprensa, igrejas, entidades… Mais de duas dezenas de pessoas chegaram pelos difíceis, tortuosos e empoeirados caminhos do Cerro Marangatu. Todos foram ritualmente recepcionados. Depois foram convidados a conhecer a beleza da paisagem e a dureza da vida com os casebres no meio do colonião.


     


    Em seguida começaram as falas dos convidados e das lideranças indígenas. De um lado a manifestação de solidariedade com a luta pela terra, e do outro o pedido veemente de compromisso com a reconquista da terra e esperança Guarani. Mais uma vez foram as mulheres que protagonizaram a cena impactante ao se postarem diante das mulheres representantes de parlamentares e cobrarem apoio efetivo na luta pela terra.


     


    Estiveram presentes o presidente da Câmara de Vereadores de Antonio João, trazendo também a solidariedade e apoio dizendo que “não queremos que nosso município fique conhecido pelo derramamento de sangue”. A Diocese de Dourados esteve representada por uma delegação junto com o coordenador das Pastorais Sociais. Disse que o apoio solidário vinha especialmente através da ação e presença do Cimi em todos os instantes e instâncias de luta. O presidente do Centro de Defesa de Direitos Humanos Marçal de Souza, recém-eleito, também veio com uma delegação. Trouxeram um pôster ampliado de Marçal, especialmente para o momento de celebração. Deixaram seu apoio irrestrito, especialmente através de toda a rede de direitos humanos em todo o país. Também estiveram manifestando seu apoio representantes de universidades, antropólogos, representantes do Ministério do Meio Ambiente e da Embrapa, além do Procurador da Republica em Dourados.


     


    Foi um momento bonito, que terminou com uma manifestação com gritos pela homologação, no terreiro da aldeia.


     


    Homenagem aos guerreiros que tombaram, no local do assassinato de Marçal


     


    A Aty Guasu teve seu encerramento com uma celebração da memória de Marçal e de todos os que tombaram na luta pela terra. O ato se realizou no local do assassinato em 23 de novembro de 1983. Uma pequena cruz de madeira já envelhecida, amarrada com arame, num pequeno espaço cercado de tijolo. Ali haviam crescido vários arbustos, ficando no mento apenas um pé de goiaba. Ao redor pés de mandioca, ao lado de um rancho. Esse cenário modesto ficou repleto de significado e emoção ao serem lembrados os lutadores que tombaram. Foi chamada a atenção para a importância das crianças e os jovens estarem se inteirando dessa história de luta. Foi um ato celebrativo em que os “nhanderu”, os pagés ou caciques, evocaram o espírito dos guerreiros que continuam presentes animando a travessia de todas as dificuldades, desafios e lutas.


     


    No final foi lido o documento enviado ao presidente Lula, pedindo a homologação de Cerro Marangatu e a regularização de todas as terras indígenas.


     


    Na avaliação da Comissão de Direitos Kaiowá – Guarani, que está coordenando esses grandes encontros, essa foi uma Aty Guasu muito especial por se realizar numa área de conflito e sem praticamente estrutura. Muitas pessoas dormiram ao relento mesmo, sem que isso tirasse o ânimo de ninguém.


     


    A próxima Aty Guasu foi marcada para julho (7 a 10) na aldeia de Caarapó.


     


    Também foi encaminhada uma comissão que irá a Brasília, falar com as autoridades e, se possível, com o presidente Lula.


     


    Os anfitriões fizeram os agradecimentos finais na certeza de que mais uma etapa importante na união e estratégias de luta foi construído.


     


    Dourados, 21 de março de 2005.


     


    Egon Heck


    Cimi Regional Mato Grosso do Sul


     

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  • 22/03/2005

    Carta MAB – Violência contra os atingidos por barragens

     


     


     À sociedade brasileira


     


    Nós, bispos acompanhantes da Comissão Pastoral da Terra, em diversos estados do Brasil, junto com outros bispos solidários com a causa dos atingidos pelas barragens, queremos nos dirigir à Sociedade brasileira, para denunciarmos a violência com que são tratadas as famílias, vítimas da implantação de hidrelétricas que buscam defender os direitos espezinhados por aqueles que se arvoram em promotores do progresso.


     


    O Movimento dos Atingidos por Barragens – MAB, organizado em quase todo o Brasil, vem realizando manifestações e protestos para chamar a atenção das autoridades e sensibilizar a opinião pública para a dura realidade que enfrenta.


     


    No dia 8 de março, Dia Internacional da Mulher, em Rio Casca, MG, uma manifestação que tentava provocar o adiamento de audiência pública sobre a construção de barragem da PCH Jurumirim foi violentamente reprimida pela Polícia Militar, deixando o  saldo  de 35 pessoas agredidas, inclusive seis mulheres, duas delas grávidas, e seis presos. Um dos presos foi o Pe. Antônio Claret Fernandes, que se solidarizava com os manifestantes e que a ocorrência policial o qualificou como liderança.


     


    Em Tucuruí, diante da possibilidade dos atingidos por barragens ocuparem a Usina Hidrelétrica, 200 soldados do Exército Brasileiro foram deslocados para “proteger suas instalações”. Esta usina construída à época da Ditadura Militar, sobre o rio Tocantins, expulsou 32 mil pessoas. Poucas famílias atingidas receberam indenização. E até hoje as famílias que vivem nas imediações do lago não desfrutam da energia ali gerada.


     


    Em Campos Novos, SC, cinco agricultores atingidos pela barragem Campos Novos S/C foram presos na madrugada do dia 12. Estas lideranças foram retiradas violentamente de suas casas e levadas ao presídio da cidade, deixando as famílias em estado de choque. Os lavradores continuam presos até este momento. Uma prisão preventiva por descumprimento de Interdito Proibitório, uma anomalia jurídica de fazer inveja aos tempos da ditadura.


     


    O que mais nos enche de indignação é que quando se decide pela construção de uma barragem, o Governo Federal desapropria as áreas a serem alagadas por “Interesse Público” que, porém, são entregues para exploração de empresas privadas, a maioria delas transnacionais. Estas pouco se interessam pelos impactos sociais sobre as populações atingidas. Elas reconhecem o direito de quem tem documentos de propriedade, mas os direitos das famílias de posseiros, meeiros, arrendatários, pequenos comerciantes e artesãos, pescadores e ribeirinhos que sempre viveram na área, simplesmente são esquecidos. O MAB calcula que para cada três famílias que recebem indenização, outras sete acabam simplesmente sem nada.


     


    Para aprovação das obras são usados muitos subterfúgios e burladas normas legais, como o Estudo de Impacto Ambiental (EIA). Isto aconteceu na construção da Usina de Barra Grande, RS, que não fez constar a existência de uma mata nativa de pinheiros, Araucária Angustifólia, espécie em extinção, e que é protegida por lei.  E a cada dia se tem conhecimento de novas estratégias utilizadas para se burlar a lei.


     


    As barragens alagam não apenas as terras, mas também acabam destruindo e desestruturando comunidades inteiras. O trabalho, a cultura, a vida de muita gente são submersos.


     


    Quando os atingidos pelas barragens se manifestam, eles estão gritando por vida, por respeito aos direitos não só de cada pessoa, de cada família, mas pelos direitos de toda uma comunidade. E suas manifestações são tratadas como caso de polícia.


     


    Como bispos, pastores de nossas Igrejas, preocupados com a situação, denunciamos a violência e as arbitrariedades que se cometem contra as famílias dos atingidos por barragens. Conclamamos a todos e todas em nosso país, que têm compromisso com a causa da justiça, a apoiarem esta luta desigual dos pequenos contra os interesses dos que só vêem em sua frente o lucro a qualquer custo. Apelamos também ao Governo Federal para que tenha a mesma determinação, expressa na desapropriação das áreas para a construção de barragens, para buscar soluções eficazes para as famílias e as comunidades atingidas e para que busque formas alternativas de geração de energia elétrica, de reconhecida eficácia e não agressivas ao meio-ambiente, como o próprio MAB vem propondo com insistência.


     


     


    Goiânia, 21 de março de 2005


     


    Dom Tomás Balduino


     


    Presidente da CPT


     


    D. Xavier Gilles – Bispo de Viana – MA, Vice presidente da CPT


     


    Dom Luiz Carlos Eccel – Bispo de Caçador – SC


     


    Dom Pedro Casaldáliga – Bispo emérito de São Félix do Araguaia – MT


     


    Dom Antônio Possamai – Bispo de Ji- Paraná – RO


     


    Dom José Maria Libório Camino Saracho – Bispo de Presidente Prudente – SP


     


    Dom Orlando Dotti – Bispo emérito de Vacaria – RS


     


    Dom Ladislau Biernaski – Bispo Auxiliar de Curitiba – PR


     


    Dom Heriberto Hermes – Bispo de Cristalândia – TO


     


    Pe. Edson Damian – Administrador de Roraima – RR


     


    Dom Maurício Grotto de Camargo – Bispo de Assis – SP


     


    Dom Guilherme Werlang – Bispo de Ipameri – GOeHHer


     


    Dom José Alberto Moura – Bispo de Uberlândia – MG


     


    Dom Marcelo Pinto Carvalheira – Bispo emérito da Paraíba – PB


     

    Dom André de Witte –Bispo de Ruy Barbosa BA

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  • 22/03/2005

    Rigoberta Menchú lidera primeiro julgamento por racismo

    Após um ano e meio do ocorrido, a ganhadora do Prêmio Nobel da Paz, em 1992, Rigoberta Menchú conseguiu levar a julgamento por racismo os seguidores do ex-presidente guatemalteco Efraín Ríos Montt. É a primeira vez que ocorre um julgamento por discriminação racial na Guatemala. A indígena Rigoberta Menchú denuncia que, no dia 09 de outubro de 2003, quando se apresentou a uma audiência pública para se opor à inscrição de Montt, novamente, para a candidatura de Presidente da República, foi vítima de racismo por parte do neto de Montt Juan Carlos Ríos, da deputada do Parlamento Centro-Americano pela Frente Republicana Guatemalteca Cristina López, a ex-legisladora do Parlamento Emma Samayoa, e Vilma Orellana.


     


    As acusações de Rigoberta são de discriminação racial, desordem pública, ameaças e coação. A indígena declara que os acusados utilizaram expressões como “Vai vender tomates em La Terminal (grande mercado da Cidade da Guatemala)” e “índia”. Para a Fundação Rigoberta Menchú, “a forma como desembocará este processo será uma referência importante na luta dos povos indígenas da Guatemala contra o racismo e a discriminação”.


     


    Rigoberta Menchú afirmou que, por questões ética, moral e espiritual, impulsiona a luta contra o racismo e a discriminação na Guatemala, onde 60% da população é indígena. Para a também embaixadora da boa vontade da ONU, para os povos indígenas, “uma palavra causa mais danos que uma bala”, daí que, entre as 35 testemunhas que se apresentam para declarar, há peritos em sociologia, psicologia e outras especialidades. Também estão dando seu testemunho antropólogos e lingüistas, com o objetivo de precisar que o contexto, as expressões e motivações dos insultos, ofensas e agressões contra Menchú foram racistas.


     


    O julgamento já está entrando na fase final de apresentação de provas contra os cinco acusados. De acordo com a legislação guatemalteca, o delito de discriminação racial (tipificado em 2002) contempla punições de um a seis anos de privação de liberdade, e multas que oscilam entre cerca de 40 e 400 dólares. “Mais ou menos 8 milhões de guatemaltecos viveram na pele o que estamos tratando de punir agora”, enfatizou Rigoberta.


     


    Os cinco eferregistas (partidários de Ríos Montt) que enfrentam o julgamento foram identificados em dois vídeos apresentados ante a Justiça. As imagens mostram os acusados quando insultam, a gritos, a Prêmio Nobel, durante a audiência, na qual buscavam definir a inscrição de Ríos Montt como candidato presidencial da FRG.


     


    As irmãs Eleonora e Sandra Muralles, que estavam com Rigoberta no momento das agressões, assim como Álvaro Castellanos, decano da Faculdade de Ciências Jurídicas da Universidade Rafael Landívar, demonstraram como o conjunto dos processados agrediu verbal e fisicamente a Prêmio Nobel da Paz. Além disso, a perícia feita pela psicóloga clínica Mónica Cruz Calvillo esclareceu os danos que ocasionam os atos discriminatórios em quem os sofre. O testemunho de três especialistas em lingüística também evidenciaram os atos discriminatórios executados pelos cinco acusados.


     


     


     

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  • 22/03/2005

    A grande celebração Guarani: Aty Guasu

    Nhanderu Marangatu se agita, em sua pobreza e simplicidade, mostrando a nobreza e alegria de um povo que não se deixa abater, mesmo quando sobre ele pesam dias difíceis de cinco séculos de morte e opressão.


     


    A noite se veste extraordinariamente bela, com a lua companheira iluminando os caminhos e o terreiro, e as estrelas se postando luminosas, aos milhares, para os atentos olhares, no azul impecável do céu. É Tupã zelando pelo seu povo.


     


    Serenidade e calma, acima de tudo


     


    Tarde do dia da chegada. Bastante apreensivos, sem nenhuma informação sobre o andamento dos preparativos, chegamos na aldeia. Algumas crianças e poucos adultos encontravam-se no local. Ar de normalidade suspeita. Nada de novo além dos casebres e do local de encontro com uma cobertura mista de sapé e lona preta. Estava prevista a chegada de mais de 400 pessoas hoje. Loretito, o cacique, nos recebeu, com feição de preocupação. Logo começaram a discutir a situação com Silvio Paulo, um dos coordenadores da Comissão de Direitos Kaiowá Guarani, empenhado na articulação da Aty Guasu. Toda a conversa é em Guarani. De quando em vez, quando algum silêncio se projetava no ambiente, fazíamos alguma pergunta para atualizar nossa curiosidade. Problema número um: não havia água. Informou Loretito que já há alguns dias não estava chegando água na aldeia. A mangueira estava com furos e havia problemas com água na aldeia de Campestre, onde estava a caixa d’água. Também não havia tijolos para colocar as panelas, nem lenha, nem a comida para colocar nas panelas. Havíamos passado num mercado em Antonio João, para conferir a lista de alimentos que havia sido liberada.


     


    Estávamos esperando a professora Léia, uma das lideranças com a qual estavam sendo mantidos os contatos. Já tínhamos nos encontrado na escola Marçal de Souza, na aldeia de Campestre. Ela estava seguindo até a aldeia de Nhanderu Marangatu. Quando ela chegou parece que as discussões se aceleraram. O quadro parecia preocupar, mas não ao ponto de tirar a calma. Parecia que uma confiança, para nós incompreensível, os movia. Silvio Paulo apenas observava. “Se não chover, tudo bem”. A gente ficava imaginando onde todo aquele povo iria ficar, dormir, ou passar a noite. Da estrutura de barracos de lona que se havia previsto, apenas alguns esteios de um barraco estavam levantados. Depois Léia nos explicou que houve muita dificuldade de comunicação. Só há poucos dias ficaram sabendo que a Aty Guasu, prevista para ali, se realizaria neste final de semana.


     


    Tudo se encaminha, quando com Tupã se caminha


     


    Era preciso agir. Afinal de contas sem água e outras providências a questão poderia ficar muito difícil para a multidão de gente que em breve ali estaria. Pegamos o carro e levamos Léia e Silvio Paulo a Antonio João, para conversas na Funasa e onde preciso fosse para encaminhar algumas questões necessárias. A cidade estava em vésperas de seus 41 anos de emancipação do município. Todo mundo parecia envolvido com esse fato. Além disso, havia um encontro da Funasa, possivelmente em resposta às recentes mortes de crianças Guarani-Kaiowá.


     


    Com a noite, chegam as delegações e a celebração


     


    Estávamos um tanto impacientes, pois ninguém estava chegando, e já estava anoitecendo. Pelos horários previstos para a saída, alguns ônibus deveriam estar chegando logo no início da tarde. Quando ao longe surgiram as luzes de carro, foi uma grande algazarra, com a criançada correndo e os Nhanderu indo ao encontro para a recepção ritual. Eram quase dez da noite. O último ônibus chegou pela meia noite. Depois Nito nos explicou que a chegada nesse horário era a estratégia para não chamar muita atenção dos fazendeiros da região.


     


    Não tem tempo ruim


     


    Aos poucos a gente foi sabendo como foram as viagens até o Cerro Marangatu. “Eles vieram cantando desde que subiram no ônibus até aqui. Pra eles não tem tempo ruim”, disse o motorista Pedro, que trouxe o pessoal da região de Dourados. Vieram umas 100 pessoas num ônibus e duas vãs. Eles saíram pelas 5 horas da tarde e chegaram quase meia noite na aldeia onde está se realizando a Grande Assembléia. Todos foram acomodando suas bagagens mínimas em algum lugar aí mesmo no relento e passaram a noite na dança ou se acomodando aí mesmo sob a cobertura do céu estrelado. Além do ritmo cadenciado dos maracás e takuaras, num canto e outro ouvia-se gostosas gargalhadas, demonstrando alegria pelo encontro e muita descontração. Durante o dia pareciam não se importar em ficar expostos ao sol quente, pois abrigo mesmo só para alguns e sombra de árvore também era muito rara. Pareciam que todos estavam muito conscientes de que vieram para a alegria do encontro, mas também para a dureza da guerra. Portanto, como dizia nosso motorista de ônibus “para eles não tem tempo ruim”.


     


    Celebração ritual no início dos trabalhos


     


    O dia amanheceu lindo, ameno, como por encomenda. Fomos buscar o pão em Antônio João, que estava em festa pelo seu aniversário. Na aldeia o pão com café e pressa para começar a reunião. Não tardou e o som dos maracás, takuaras, harmonizados na cadência das vozes, começou a se espalhar por todo o ambiente. Tudo está dentro de um grande ritual. As danças, os cantos, as falas… uma celebração contínua da vida e da luta.


     


    As apresentações, programação e falas dos caciques


     


    Tudo em Guarani. As apresentações, os depoimentos, os debates. Atentos, só uma que outra interrupção como por ocasião da chegada da delegação de Pirakuá, depois outras. A coordenação dos trabalhos está por conta dos seis membros da Comissão de Direitos Kaiowá-Guarani. São eles que primeiro falam e se apresentam. E como tudo vai sendo construído conjuntamente, os coordenadores são distinguidos com grande crachá.


     


    Há representantes de quase todas as terras indígenas da região. São mais de 30 capitães e caciques que vão fazendo seus depoimentos. Além deles também expuseram suas preocupações e lutas, os professores indígenas, agentes de saúde, representantes do movimento de mulheres… Foi uma seqüência muito bonita de falas muito duras, de vidas sofridas, mas esperançosas.


     


    Na programação do dia a discussão girou em torna da questão das terras e dos projetos de lei antiindígenas, como o PLS 188 do senador Delcídio e outros.


     


    Na cozinha um grupo de mulheres, com muita habilidade e carinho prepararam a comida que, apesar das limitações, era muito simples, mas muito gostosa.


     


    No decorrer do dia ainda foram chegando alguns representantes e delegações.


     


    Também foram construídos mais dois espaços cobertos com lona preta, que ampliaram bem a sombra e os lugares para se abrigar. Tudo vai surpreendentemente se ajeitando, como se a calma, que parecia preocupante, fosse ditando o ritmo dos acontecimentos e da vida.


     


    A vida que vem da roça


     


    Fomos visitar os roçados feitos pelo grupo do Cerro Marangatu com a ajuda solidária de outros parentes. Ali estão bonitas plantações de mandioca, arroz, milho, batata doce, feijão, abóbora, cana, mamão… E espalhados na área retomada algumas dezenas de casebres. Gabriel vai nos explicando o processo de plantio, os cuidados posteriores, a chuva que faltou e prejudicou uma parte do arroz… Também contou da dificuldade de controlarem o colonião (capim) que acabou tomando conta de vários pedaços de terra. Também foi mostrando um bom pedaço aonde a capoeira vai crescendo, mostrando a boa capacidade de recuperação ambiental na região.


     


    As refeições durante a Aty Guasu estão acompanhadas da mandioca colhida nessas roças, assim como a chicha está sendo feita com o milho ali plantado. É a vida que vem da roça e alimenta a esperança e a luta para não serem expulsos das suas terras tradicionais, agora parcialmente reconquistadas.


     


    Homenagem aos guerreiros que tombaram


     


    No dia 18 após um importante trabalho de grupos, houve um momento de memória muito emocionante. Foi lembrada a bonita história construída a partir do início das Aty Guassu, em 1984. Algumas das pessoas que ali estavam haviam participado daquela primeira Grande Reunião, lembrando o quanto ela tem sido importante na luta do povo Guarani dali por diante, especialmente na retomada e garantia de suas terras.


     


    Durante as falas relembrando nomes e momentos importantes, a emoção tomou conta dos caciques e demais presentes, rolando lágrimas de dor e esperança naqueles olhares carregados de futuro. Foram lembrados os vários líderes que tombaram na luta pela terra, como a três anos Marcos Veron, e nesta terra do Nhanderu, Marçal de Souza e Dom Quitito.


     


    Memória de Dom Quitito


     


    No final do dia um grupo dos participantes foi visitar o local em que foi sepultado Dom Quitito, o líder da retomada de Nhanderu Marangatu, que com muita disposição foi para a Marcha e Conferência indígena 2000, em Coroa Vermelha, e lá veio a falecer no dia 19 de abril. Seu corpo foi transladado para esta aldeia onde está se realizando a Aty Guassu. Ele não conseguiu ver sua terra demarcada, mas antes de morrer pediu que sua gente continuasse a luta. E é isso que está acontecendo.


     


    Dona Quitéria, a viúva de D. Quitito, está aí em seu casebre, apesar de todos os sofrimentos, inclusive com a perda de filhos, tendo um deles se suicidado um mês após a morte do pai, mostrando muita força e esperança.


     


    Dom Quitito, certamente é um dos muitos que devem estar dando forças aos Kaiwá Guarani desta aldeia, e as demais que estão na luta pela retomada e garantia de seus tekoha, suas terras tradicionais.


     


    Alvoroço e segurança


     


    Logo após o meio dia um emissário chegou ao local da Aty Guasu avisando que a Polícia Federal estava se deslocando para o local. Foi uma agitação grande. Surgiram arcos e flechas, rústicos e improvisados tacapes, enfim seus instrumentos de segurança. Não demorou e três carros da Polícia Federal passaram na estrada em frente, fazendo apenas aceno para os índios e seguindo em direção à fazenda de Pio Silva e filhos. Possivelmente este solicitara a presença da polícia por temor dos índios ou para intimida-los. Depois de algumas horas os carros da Polícia Federal retornaram, e a temperatura no local voltou ao normal. Porém o número dos seguranças indígenas no portão continuou bem maior do que antes. Afinal de contas para um povo tão agredido por pistoleiros e despejado já algumas vezes pela polícia, não é de estranhar esse temor de novas agressões.


     


    Cerro Marangatu, março de 2005.


     


    Egon Heck


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  • 22/03/2005

    Pela imediata homologação da terra indígena Ñanderu Marangatu

    Exmo. Sr. Presidente da República, Luiz Inácio Lula da Silva


     


    Nós lideranças Kaiowá e Guarani de várias aldeias do estado do Mato Grosso do Sul reunidos na Aty Guasu na terra indígena Ñanderu Marangatu município de Antonio João-MS, vimos por meio dessa nos dirigir ao Senhor Presidente da República, Luiz Inácio Lula da Silva, para requerer a homologação imediata da terra indígena Ñanderu Marangatu bem como todas as áreas (tekoha) em conflito no estado.


     


    O tekoha Ñanderu Marangatu já teve seu procedimento demarcatório com Portaria Declaratória do Ministro da Justiça, com toda a sua demarcação física concluída em 12/10/2004, somente carecendo da homologação por parte do Presidente da República.


     


    Clamamos que as medidas liminares de reintegração de posse que foram concedidas pela Justiça Federal em favor de fazendeiro que se encontra na terra indígena Ñanderu Marangatu, sejam imediatamente cassadas a fim de se evitar uma grande tragédia com o cumprimento de ordem de despejo com força policial que mais parece um efetivo preparado para uma Guerra!


     


    Os casos de desnutrição que tem ocorrido nas aldeias Kaiowá Guarani não são decorrentes “simplesmente” da fome e da miséria do povo, pois na verdade a fome, a miséria e também a violência, é conseqüência histórica da falta de terra. No caso do Mato Grosso do Sul, quase que a totalidade das terras indígenas precisam de revisão constitucional de limites, mas os procedimentos de demarcação se encontram totalmente paralisados ou mesmo nem sequer iniciados.


     


    Até hoje no Estado do Mato Grosso do Sul somente 01 (um) tekoha em processo de revisão de limites foi homologado. Que foi o caso da terra indígena Panambizinho.


     


    Vale destacar também, que nós povos indígenas Kaiowá Guarani do Mato Grosso do Sul, nos sentimos traídos pela apresentação do PL 188 de autoria do Senador Delcídio do Amaral do PT-MS, que vem a modificar o procedimento administrativo de demarcação de terras indígenas. Essas modificações vem justamente a prejudicar os povos indígenas do Brasil, trazendo morosidade ao procedimento, anulando processos já em andamento, sem contar o dinheiro público que já foi gasto com os processos em andamento que serão “jogados no lixo”. Portanto, clamamos que seja arquivado definitivamente esse projeto de caráter “criminoso”.


     


    Pedimos empenho do Presidente da República para a regularização das terras indígenas do Mato Grosso do Sul a fim de se solucionar definitivamente todos o problemas que agridem o povo Kaiowá Guarani do MS.


     


    Queremos lembrar que a luta pela terra do povo Kaiowá Guarani teve grandes guerreiros do tekoha Ñanderu Marangatu como Marçal de Souza que foi brutalmente assassinado pelos criminosos inimigos dos povos indígenas que jamais foram julgados e condenados por este crime, e Dom Quitito que faleceu em Coroa Vermelha-BA, quando participava da marcha e Conferência Indígena 2000. Queremos portanto, nessa oportunidade prestar nossas homenagens a todos esses guerreiros, e para os que continuarão com suas lutas pela terra e vida do povo Guarani.  


     


    Ñanderu Marangatu, Antonio João-MS, 20 de março de 2005.


     

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  • 18/03/2005

    Grito dos Excluídos

    Mensagem de Fausto Torres que acompanhou as manifestações em Honduras


     


    No dia 17 de Abril entre às 9:00 e 12:00 horas em frente a embaixada da Guatemala em Honduras mais de uma centena de dirigentes indígenas e camponeses expressaram sua mostra de repúdio contra o governo da Guatemala pelo assassinato de dirigentes sociais que estão protestando contra o Tratado de Livre Comércio (TLC) entre os Estados Unidos da América e a América Central e expressaram sua solidariedade com as lutas guatemaltecas.


     


    A coordenadora Nacional de Resistência Popular emitiu um pronunciamento onde condena de forma enérgica a violenta repressão dos protestos sociais contra o TLC entre a América Central e EUA, executadas pelo governo de Oscar Berger e que já fez vários feridos e assassinados em diferentes lugares da Guatemala. Assim mesmo expressa sua solidariedade para com as organizações populares e o povo guatemalteco, que tem levantado a bandeira da dignidade nacional e centroamericana, frente aos vorazes interesses que defendem a imposição do CAFTA.


     


    O Conselho Cívico de Organizações Populares e Indígenas de Honduras -COPINH- emitiu um comunicado de solidariedade ao heróico povo de Guatemala onde expressam sua solidariedade e admiração pela heróica luta do povo guatemalteco organizado no movimento popular contra o TLC que impõe o EUA aos povos da América Central. Assim mesmo condenam a brutal repressão que sofrem nossos irmãos do povo da Guatemala expressada no assassinato dos patriotas deste país pela mão do exército. Finalmente condenam o presidente Oscar Berger e o resto dos funcionários do governo guatemalteco por violentar os direitos humanos de nossos irmãos e irmãs da Guatemala.


     


    Ambos documentos foram entregues ao final do protesto a um funcionário da Embaixada da Guatemala em Honduras para que fosse transmitido à presidência da Guatemala.


     


    Com a força ancestral, Iselaca, Mota, Etempica e Lempira, levantam-se nossas vocês cheias de Justiça, Paz e Liberdade.


     


     

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  • 18/03/2005

    Guarani-Kaiowá realizam sua grande assembléia neste final de semana. Autoridades estarão presentes no domingo

    A grande assembléia dos Guarani-Kaiowá, chamada Aty Guasu, será realizada pelos indígenas de hoje (dia 18) até domingo (dia 20), na terra indígena Nhande Ru Marangatu, município de Antônio João, Mato Grosso do Sul.


     


    Os três principais assuntos da reunião serão “terra e desnutrição”, “política indigenista” e “organizações e lutas indígenas Kaiowá/Guarani”.


     


    A assembléia reúne indígenas de todas as aldeias Kaiowá do estado, e acontece em Cerro Marangatu porque esta terra precisa ser homologada para que seja garantida a presença dos indígenas em seu território, que já está identificado e demarcado. “Decidimos realizá-la no Cerro Marangatu, por ser ali que nossos parentes estão enfrentando uma luta muito grande para permanecer em sua terra, pois os fazendeiros, através da justiça, estão querendo tirar os nossos irmãos de lá de qualquer jeito. Por isso nós queremos fazer nossa grande reunião lá, para dizer ao presidente Lula que ele tem que assinar logo a homologação desta terra, assim como muitas outras também”, afirmam os Kaiowá no convite para a assembléia.


     


    Domingo, dia 20, participarão da Aty Guasu convidados não índios. Entre eles, o senador Eduardo Suplicy, o deputado Pedro Kemp, do Mato Grosso do Sul. Foram convidados também o secretário de Direitos Humanos, Nilmário Miranda, e a ministra do Meio Ambiente, Marina Silva. A imprensa está convidada para acompanhar o último dia da Aty Guasu.


     


    Também no domingo acontecerá uma homenagem a Marçal Tupã’y, liderança indígena assassinada na terra Nhande Ru Marangatu em 1983. Os indígenas farão um ritual e vão inaugurar uma placa na aldeia Campestre, onde foi assassinado Marçal.


     


    Na segunda-feira, dia 21, representantes Guarani-Kaiowá participarão de audiência da Comissão Externa da Câmara dos Deputados que apura as mortes por desnutrição nos estados do Mato Grosso e do Mato Grosso do Sul, que acontecerá das 20 às 22 horas, em Dourados.


     


    Contato:


    Priscila Carvalho – Assessoria de Imprensa do Cimi


    (61) 9979 6912


     

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  • 18/03/2005

    Usinas de álcool e cana submetem indígenas a condições de trabalho degradantes

    Comissão formada por representantes do Ministério Público do Trabalho, lideranças indígenas, usineiros e Comissão Permanente de Investigação das Condições de Trabalho em Mato Grosso do Sul vai se reunir hoje na Procuradoria Regional do Trabalho, em Campo Grande, para discutir as reivindicações dos índios que trabalham nas usinas de álcool e açúcar em Mato Grosso do Sul. O encontro será às 14 horas.


     


    Uma das poucas alternativas de atividade remunerada para os Guarani-Kaiowá, o trabalho em usinas de açúcar e álcool é, em algumas das usinas, considerado trabalho degradante, pelas condições pouco saudáveis em que os indígenas exercem as atividades e pelas condições de alimentação e alojamento a que são submetidos durante o período de trabalho, quando dormem nas fazendas de cana.


     


    Dez usinas de álcool e cana contratam de 5000 a 7000 indígenas por ano no Mato Grosso do Sul, segundo o Ministério Público do Trabalho.


     


    As denúncias de trabalho degradante acontecem principalmente na região sul do estado, em cidades como Dourados e Amambaí, de acordo com o CDDH (Centro de Defesa da Cidadania e dos Direitos Humanos Marçal de Souza Tupã-i), de Campo Grande, que divulgou em 2004 um relatório sobre uma visita a uma usina em Dourados. 


     


    Os municípios ficam justamente nas regiões que têm apresentado mais mortes de crianças por desnutrição no MS, e onde a questão da falta de terras para plantação é grave, obrigando os indígenas a buscarem alternativas de sobrevivência fora das aldeias. 


     


    Sobre as condições de trabalho na Usina Copernavi, em Dourados, o CDDH aponta a existência de “um grupo de indígenas trabalhando com muito vigor, porém não fazia uso dos equipamentos de segurança adequados ao tipo de trabalho que realizavam no momento. Nenhum deles usava óculos de proteção, muito menos luvas. Portavam apenas uma braçadeira, uma caneleira e usavam botinas muito velhas”. A alimentação e os equipamentos utilizados para o corte da cana são descontados dos salários que, segundo indígenas de Dourados e de Caarapó, são de cerca de 150 reais pelos 70 dias de trabalho.


     


    A comissão questiona, no relatório, as condições em que os indígenas ficam alojados durante este período.


     


    O relatório cita ainda que os indígenas recebem pouca comida, que o atendimento médico é feito em grupos ou por telefone e que os trabalhadores que adoecem têm descontos na diária de trabalho. “Encontramos um trabalhador que havia machucado o braço e mesmo tendo recebido atendimento médico apresentava um problema para articular o braço”, diz o relatório, que continua: “Naquele dia o trabalhador havia sido demitido, a empresa empregadora não considerou a ocorrência como acidente de trabalho”.


     


    Outra característica que faz com que, em algumas das usinas, os indígenas estejam submetidos a condições degradantes de trabalho é a presença dos “gatos”, que fazem a intermediação entre o contratado e os administradores das usinas para a contratação dos indígenas. 


     


    Há jovens indígenas de 16, de 17 anos, trabalhando em usinas. “É uma situação insalubre e que não fornece nenhuma segurança”, afirma Marcelo Brito, membro do CDDH. 


     


    Desde 1999, há um pacto que regula as contratações de indígenas pelos usineiros e as condições de trabalho e de pagamento. Segundo o Ministério Público do Trabalho, persistem os problemas na alimentação, na segurança, no alojamento e na forma de pagamento dos indígenas, que recebem o adiantamento em vales.


     


    Priscila D. Carvalho – Assessoria de Imprensa do Cimi


     

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  • 17/03/2005

    Informe nº 655

    INDÍGENAS ATINGIDOS POR BARRAGENS: XOKLENG OCUPAM BARRAGEM EM SANTA CATARINA CONTRA OMISSÃO DOS GOVERNOS


     


    Desde o dia 28 de fevereiro o povo Xokleng, que vive no Alto Vale do Itajaí, em Santa Catarina, tomou o controle da Barragem Norte e ameaça destruir os equipamentos caso os governos estadual e federal não cumpram os acordos para indenização da comunidade pelos prejuízos causados pela obra, firmados em 1981, 1982 e 1998.


     


    Três representantes da comunidade estiveram em Brasília esta semana, em reuniões com a Funai e com o Ministério da Integração Nacional, que se comprometeu a iniciar a indenização dos indígenas, da forma como foi prevista pelos convênios. A comunidade afirma que só desocupará a barragem depois de solucionada toda a questão das indenizações.


     


    Há ameaças de interferência policial e a comunidade diz que vai resistir a qualquer tentativa de retirada sem que o acordo seja cumprido. O Ministério Público Federal em Blumenal está atuando para evitar conflitos.


     


    Na manhã do dia 8 de março, dois técnicos e um indígena que trabalhavam numa ponte, no limite da terra indígena, foram alvejados por disparo de arma de fogo. Há suspeitas de que os tiros partiram de pistoleiros a serviço dos invasores da terra indígena.


     


    A Barragem Norte faz parte de um conjunto de obras construídas nas décadas 1970 e 1980 para evitar cheias no Rio Itajaí, que provocava alagamento em cidades como Blumenau. A barragem foi construída, com autorização da Funai, dentro da terra indígena, e ocupou grande parte da terra agricultável, especialmente as terras planas e férteis na beira do rio.


     


    Desde os anos 80 foram assinados acordos com a Funai e com o Ministério da Integração Nacional para ressarcir os indígenas por parte dos danos causados pela obra, mas as determinações não foram cumpridas por inteiro. As ocupações da barragem foram a forma encontrada pelos indígenas para pressionar o poder público para a assinatura e cumprimento dos acordos.


     


    Fome


     


    Os indígenas relatam que a situação da comunidade é de muita fome. Segundo nota divulgada por eles, esta situação é criada por falta de condições de sobrevivência, porque vivem “cercados pela barragem, empresários, colonos e pelo Ibama”. Eles se referem aos empresários que exploram madeira, à reserva florestal do Instituto Brasileiro do Meio Ambiente (Ibama) e aos colonos que ocupam as terras Xokleng desde a década de 1930.


     


    “Hoje este povo conta com 403 famílias, aproximadamente 2 mil pessoas, sendo que menos de cem famílias são assalariadas, entre elas, agentes de saúde, professores, aposentados e funcionários da FUNAI. As demais famílias vivem à mercê da sorte. Somos um povo rico tradicionalmente, que vive na pobreza, por falta de política justa direcionada especificamente não só aos Xokleng, mas a todos os povos indígenas no Brasil ou será que temos que deixar nossas terras e ser mais um dos favelados nas capitais do País? Este fato intrigante leva-nos a pedir um recurso emergencial em moeda corrente do país, até ser negociado uma justa indenização e, conseqüentemente a demarcação de nossas terras”, dizem na nota.


     


    Jornada Nacional de Lutas Contra Barragens


     


    Esta semana acontece no Brasil uma jornada nacional de lutas em função do Dia Internacional de Lutas Contra as Barragens, 14 de março. O Movimento dos Atingidos Por Barragens (MAB) está ocupando barragens em Rondônia e na Bahia. Ocupam também as obras de parte da Usina Hidrelétrica de Tucuruí, no Pará, há mais de 20 dias, mesmo com a pressão do exército, que está no local. 


     


    Dois terços da energia gerada em Tucuruí destina-se ao abastecimento de quatro indústrias de alumínio, pertencentes a multinacionais norte-americanas e canadenses, instaladas no Pará e no Maranhão. As 20 mil pessoas atingidas que moram nas ilhas e na beira do lago, além de não receberem indenização pelos danos causados, também não possuem energia elétrica.


     


    Em Campos Novos, Santa Catarina, cinco lideranças do Movimento foram presas arbitrariamente na madrugada de sábado. “Este é um legítimo caso de prisões políticas e foram acionadas pela juíza de Campos Novos, Adriana Lisboa, sem sequer constar de processo contra os camponeses”, afirma Leandro Scalabrin, advogado do MAB.


     


    FÓRUM LANÇA CAMPANHA PARA PRESSIONAR PELA REFORMA AGRÁRIA E EVITAR NOVOS CONFLITOS



     


    O Fórum Nacional pela Reforma Agrária e Justiça no Campo, que reúne 45 entidades ligadas à luta pela terra no Brasil, preocupado com a escalada da violência contra os trabalhadores e trabalhadoras do campo, resolveu desencadear uma Campanha Nacional e Internacional para sensibilizar a sociedade e pressionar o governo federal e o poder judiciário brasileiros.


     


    A Campanha, que leva o nome de “Reforma Agrária: sustentabilidade ambiental e direitos humanos”, visa pressionar o governo para que execute as metas de reforma agrária (Plano Nacional de Reforma Agrária), que implante projetos de desenvolvimento sustentável, incentivando a agroecologia, agricultura familiar e camponesa e a implantação de reservas extrativistas, além da proteção de trabalhadores rurais, lideranças e Defensores de Direitos Humanos ameaçados, acompanhada de uma apuração rigorosa das ameaças e punição exemplar dos autores.


     


    Para o Fórum, os conflitos que levaram à morte da Irmã Dorothy Stang e de outros sete trabalhadores rurais, em 2005, “são parte de uma luta histórica e a implantação de ações de reforma agrária – especialmente os Projetos de Desenvolvimento Sustentável (PDS) –, que provocou confronto entre dois modelos de desenvolvimento na região [estado do Pará]. Um é representado pelo latifúndio (resultado da grilagem de terras públicas, da destruição ambiental, da exploração ilegal de madeira e do uso de trabalho escravo), disfarçado por um discurso de “modernização” da produção agropecuária, e o outro é um projeto que busca justiça social, sustentabilidade ambiental e respeito aos direitos humanos”.


     


    “A expansão deste modelo predatório e injusto está sendo feita em detrimento de uma política nacional de reforma agrária (uma real redistribuição de terras capaz de alterar a atual injusta concentração fundiária), de um monitoramento e fiscalização ambiental e a conseqüente punição dos responsáveis, e da promoção efetiva dos direitos humanos (direitos civis, políticos, econômicos, sociais, culturais e ambientais)”, afirma o texto de divulgação da campanha.


     


    A Campanha envolve organizações populares, redes de solidariedade, Ong’s, pastorais, igrejas, movimentos sindicais, Via Campesina Internacional, personalidades, organismos de direitos humanos nacionais e internacionais.


     


    Uma das primeiras ações será o envio de mensagens ao presidente Luiz Inácio Lula da Silva e ao ministro relator do Superior Tribunal de Justiça, Arnaldo Esteves. O texto de divulgação da Campanha e os modelos de cartas a serem enviadas às autoridades podem ser acessados no site do Cimi.


     


    Brasília, 17 de março de 2005.


     


    Cimi – Conselho Indigenista Missionário


     

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